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Der Orient · 1849-05-19 · 20 (19.5.1849) · p. Spalte 305-306

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
20 (19.5.1849)
Date
1849-05-19
Page
Spalte 305-306 (sequence 1)
Language
German
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♦ Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 30. eipzig, den 19. Mai 1849. In h alt. Studi en. Oie Opfernamen. Von Dr. Lewysohn. — Literarische Arialekten. Sprichwort. Talmud. Homer. Semiramis. Von Rabb. Oppenheim. -— Grammatisches. Kalir. Von Nabb. D. D. — Literaturhistorische Miscellen. Von L. Dukes Boethius. — Kritiken. Kurze Übersichten. Sur Bibel von Prof. Friedrich. Angez. von Wunderbar. (Fortsetzung.) — Ankündigungen. Die Opfernamen. Von Dr. L. Lewysohn. Der Hr. Redakteur b. Bl. hat in den ersten zwei Nummern des Literaturblatts d.- I. einige hh. aus uuftrm noch ungedrnckten Werke über: ,,Die Opfer im mosaischen Kultus" gegeben , wir glauben aus philologischem Interesse eineAbhandlung über die Opfernamen ans gedachtem Werke hier mitiheilcu zu dürfen. Wir theileu sämmtliche Opfcrnamcu in zwei Klassen, in die allgemeinen oder Kollektivttamen und in besondere oder Eigennamen, Zn erstem gehören: 1) [mp, 2) •unb, 3)-nbm; 4) rnr, 5) nmo unb 6) *pj; zu den letztem gehören: 7) nPy, 8) db/n> 9) nNtm/10). U) nun, 12) /m 13) .Tnj, 14) >iNiy, 15) reny 16) hohn ms; 11) -wyo, 18). loy. Die ersten drei Kollektivttamen werden in gleicher Weise den Opfern, so wie allen andern an das Heiligthnm gemachten Geschenken znertheilt; doch begegnen wir bei den Opfern dem Namen .php aut häufigsten, den tvir hier näher erklären wollen. Dieser Name: 1) p">p erstreckt sich sowohl ans die animalischen -tvie die vegetabilischen Opfer, entsprechend dem arabischen ^by>, in welchem das „Hinnähern, Hinbringen" bezeichnet ist. Die Araber bezeichnen außerdem das nach Mekka geführte Vieh mit dem Namen bcXÄ; das hebräische Wort hingegen umfaßt, wie erwähnt selbst solche -Gegenstände, die nicht einmal auf den Altar kamen. Mo,z. B. die Erstlingsvpfcr vom Honig, von denen cs Ausdrücklich heißt: t>y xh nälDiT (Lev. 2, 12), so wird ferner das Geschenk benannt, das aus Schüsseln (Nnm. 7, 13), oder aus Wagen (ibid. 3) bestand. Auch das Holz, welches allerdings auf den Altar kam, heißt p-p, wcßhalb Josef richtig sich ansdrnckt: KÖQßav 6coqov öeimLvh (AG. 4, 4). Dieser Name findet sich jedoch nur in den drei letzten Büchern des Pentateuch, so wie in den Büchern des Ezechiel und Nehemias, welchen Umstand wir dadurch erklären zu können glauben , wenn wir zuvor die tiefere Bedeutung dieses Wortes aufsuchcn, wobei wir von der Untersuchung der Etymologie eines andern Wortes ausgehen, welchem mp, der Nadir unseres Wortes, parallel ist. — ]rP wird gewöhnlich abgeleitet von ^.£3 „minislrcwU“* was Bäh r (Symb. d. mos. Kult. II. 15. Anm.) verwirft und die Ableitung vorzieht, welche Eoecejus (Lex. u. d. W.) vorgeschlagen, von Vitringa (Komm, zu Jcs. II. p. 974) unterstütz.t und von Schul t e n s (0ri^. Uebr. p. 228; Clav. p. 250) aus dem Kamsss begründet wird, jrp wird nämlich von . appropinquavil“ abgeleitet und hierfür sprechen allerdings die Parallelismen von pp und mp vergl. Lev. 10, 3; Ezcch. 40, 46; 42, 13; 43, 19, vergl. besonders 2 Sam. 8, 18 mit 1 Ehr. 18, 17, auch 1 Kon. 4, 5. ■— Mit dieser Bedeutung von jrq läßt sich eine Stelle leicht erklären, welche sonst für die Exegese viele Schwierigkeit verursachte. Exod. 19, 6 heißt es: Ihr sollet mir sein D\3rp prhDD. Diese Stelle wird im N. T. ungenau zurückgegeben, Jo- *) Aehn.lich mit dieser Ableitung wollte man mit chdv.ovog vergleichen, welches aus ölcmovsco tjergeleifet sein soll; vergl. dagegen Buttmann (Lex. 9. 219). 20

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