Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 17 (28.4.1849)
- Date
- 1849-04-28
- Page
- Spalte 269-270 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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270 Kritiken. Maier, Andachtsbuch S«0 rb nrae? m ndh '3.vivun by) mVjh *ydd by mnuD (TiDDpND I2NSL' fl) pnrk' '~i p Nfjn vxn DDD3. Dieses Schreiben Dosa 's wie das Sefer Ha-Gilluj hat also der Chronist Abraham b. David noch vor sich gehabt. Was jedoch das „Buch der Enthüllung" (")2D anlangt, so ist dies kein anderes als das unter diesem Namen von Sa'adja verfaßte und über die Endschaft des Exils (nfcl) oder über di-e Endzeiten (Mp) handelnde, ein Werkchen, welches Abraham b. Chijja Ha-Sefardi im Vorworte seines nVltWI TID i'pJön rbjC belobt <Wolf BH.!V. S. 761), Abraham I b n E sr a in seinem Kommentar zu Daniel (11, 29) unter dem Titel Dv^pn HED (Buch über die Endzeiten) gedenkt, Samuel Mo tot in seinem handschriftlichen nOTlJ DDJttfD and Abrava n e l in seinem bekannten Werke citiren und das wahrscheinlich sich noch irgendwo handschriftlich findet. In diesem Werke mochte wohl Sa^adja über sein bewegtes Leben berichtet haben, so daß Abraham b. Davio, dem es Vorgelegen, darauf verweisen konnte. — In einer Variante des "nWn | pTNn’pN (More Nebuchim) am Schluffe des ersten Theiles (handschriftlich in derBodleyana, Ure 359), die sich am Rande befindet, heißt es": nN) OM riD^l TW tao xjhx ')>2p bi onby -nbb' rmäri nu pn p pxi nN3J.-p.Ni nNjiD p pnxi " xn non |ij'3i mbxn xon Pu |ndn -oon pi ’buxybx!'Dl i'N.1 ,^nyD d. h. hier eine andere Lesart : Und ich werde sie widerlegen. Ich beanspruche es übrigens nicht, der Einzige zu sein, der es sich vorgesetzt, sie zu widerlegen; im sGegentheil, Ander-e haben es vor mir gethan, als Rabbenu Hrrj a , A hron b. Serffad o, Jbn Gan n ah, Z d n elküli, Ben -Chofni ha-Koh en, Rabbi Dosa und . sein Vater S aadj a Gaon u. s. w. Diese Variante steht [an der Stelle, die in der hebräischen Uebersetzung lautet: ImripD lnripNty nü3 D’DiD&Dri ny Dm1? dwn p tini Aus dieser Stelle ist demnach zu entnehmen, daß jDosa, wie sein Zeitgenosse Ahron b. Serg^ädo, gegen;bte antijüdische Ansicht, welche die Ewigkeit der Materie be-!hauptet (o^y.l OWip), geschrieben und protestirt. Ob dies -in einer eigenen Schrift oder beiläufig in einer andern geschehen, kann man, so lange nicht Näheres bekannt ist, nicht bestimmen. — Es ist übrigens nicht unwahrscheinlich, daß 'D o sa später, etwa nach 367, Gaon zu Sora geworden, da wir ihn auch pr-D NON bezeichnet finden. Scherira sagt -blos, daß die Hochschule zu Sora nach dem Tode Saadja's bis zu seinem Antritte, d. h. bis zum Jahre 967, verlassen. : gewesen, und das spätere Eintreten S a m u e l I b n C h o f- Ui’S beweist auch hinlänglich, daß diese Verlassenheit nicht! andauernd war. Die späte Uebernahrne deö Gaonatö von! Seiten Dosa's mag dadurch entstanden sein, weil er beim! Tode seines Vaters (941), da dieser überhaupt frühzeitig ein- H getreten , noch sehr jung war und das mag auch der Grund 25) Munk, Saad. S. 13. sein, warum er ihn nicht weiter erwähnt. Auch mag er als Gaon zu unbedeutend gewesen sein, st m Scherira oder seinem Nachfolger Ibn.Chosni gegenüber berücksichtigt zu werden. — Er harte übrigens wie alle andere Gaonen Entscheide auf Anfragen (nnwn) entsandt und in einem Citate aus einem solchen Gutachten gedenkt er seines Zeitgenossen Häja, der bereits seit 987 sich am Gaonate seines Vaters Scherira betheiligte. Im Allgemeinen haben sich jedoch seine n)3m wie fein und die Schrift gegen niDip D^iyn, nicht erhalten und nur im Buche "Ittur (Buchst. PDiro) und im GA. des Isaak b. Sch e sch t wird der ro&yn des {^on einmal Erwähnung gethan. Auch bei Bezalcl Aschkenasi in Schitta Mekubbezer zu BabaKamma (Venedig, 1762, f.z Zolkiew, 1810, f.) wird (p. 13a) ein Gutachten dieses Dosa angeführt, wo er ausdrücklich pNJl p jiNJ NDn heißt und das GA. als übersetzt aus dem Arabischen bezeichnet wird. Aber diese nnwn scheinen nach den Anführungen zu schließen, sehr interpolirt zu sein, wenn man diese nicht einem spa'tern Dosa zuschreiben will. — Ich möchte übrigens noch die Vermuthung aussprechen, wenn es auch weiter nichts als eine Vermuthung ist, daß vielleicht ein Nachkomme unseres Dosa der ^on p y&yirp '“) mit dem Beinamen “pyDDN d. h. Omm - Sa°id war, den der berühmte Sänger Je hu da Ha-Lewi in Egypten sitzend im Kerker getroffen und ihm Brief und Gedicht geschrieben (Bet. b. Ieh. S. 20). Iosua, ein Nachkomme Saadja's, mochte vielleicht in das Heimathland Saadja's gewandert sein. Der Name Dosa (Non),' der sonst höchst selten und in der Familie des Sa^adja nur der vorgeblichen Abstammung wegen y-flo NDH p (Sefer Ha-Kabbala) verkommt, der Beiname O m m S a'i d, und der Umstand, daß dieser Iosua in Egypten, dem Heimathlande Sa'adja's war, erzeugten diese Vermuthung. Freilich müßte zwischen unserem Dosa und dem Vater des Iosua noch ein Mittelglied sein. IX. C h e f e z b. I a z l i a ch um e. 1000. Ueber diesen Lehrer in Babytonien, der zuerst Alluf, d. h. Mitglied des Siebziger-Kollegiums, dann No sch-Kalla an einer der beiden Hochschulen war, habe ich bereits in zwei Analekten (oben coL HO und cot. 247) alle zerstreueten Notizen zusammengestellt. (Fortsetzung folgt). Kurze Ueberfichten. 8) Israelitisches Gebet- und Andachlsbuch, zum Gebrauche bei der häuslichen und öffentlichen Gottesoerehrung von Kirchenrath Dr. Maier, Rabbiner. Stuttgart, 1848, 8. I. v. Müller. Das vorliegende Gebetbuch ist unter den im modernen Geiste in der neuen Zeit erschienenen am Vollständigsten. Es enthält Gebete für die private und öffentliche Andacht im