Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 17 (28.4.1849)
- Date
- 1849-04-28
- Page
- Spalte 267-268 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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268 Studien. Die Gaonen David, Nachwan, Dosa. 267 Im' Jahre 936 versammelten sich die Vornehmen bei dem Schwiegervater Ibn-Serg^Ldo's, bei Kaschr b. Ahron, der rin angesehener und allgemein geachteter Mannen Bagdad war) undveranlaßten ihn, bei seinem Schwiegersöhne für eine Ausgleichung zu wirken, und die Rehabilitirung Sa'adja's gelang auch den 13. Adar 936. Von 936—942 lebte er dann als Privatmann weiter in Bagdad, bis endlich 942 bei erledigtem Gaonat zu Pum-Badita der einst gewesene Gaon Mar Rab Meba ff er Kahana b. Mar Rab Kom oi ihn im großen Lehrer-Kreise der Hochschule (NnrrnD:: Nm iON"Q) zum Gaonat ordinirte,19 wenn gleich Einige für den Rosch- Kalla Amran b. Mischui gewesen sein mochten. Da Zbn-Sergüdo zuerst als gewichtiger Gegner Sa^adja's aufgetreten (929), so scheint er damals wenigstens nicht jünger als Sa adja gewesen zu sein. — Nun wissen wir auch aus der Variante (s. Nr. VIU.), daß unserAhro n-Ka le b I bn S erg'ado, wie S a'adja, Dosa, Sam. Ibn Chofnk, Haja ein Werk gegen nDlp geschrieben, was nachdem, was wir von ihm wissen, kaum bezweifelt werden kann. Wir, wissen aber, von keinem anderen Ahron, der ITW» wi war, als den mit dem Beinamen Ibn Serg'ädo, und soviel wir aus den Mittheilungen sehen, war er Philosoph und Sprachkundiger. Nun gedenkt aber Mose B o t a r e l (1409) in seinem Kommentar zu Jezira eines tOpDH pn^ '-y DTlDD 1DD3) nipJil IDOG ^03 DIW’ KWI (22 a, 27b, 3lb, 37a, 40a, 43a, 45 a, 52b, 58b, 65b, 69b, 75a, 86b, 90a), und man weiß nicht, was man mit diesem Kabbalisten Ahron, der ein ypjrj 'b und ein DT0n 'o geschrieben haben soll, machen kann, da jeder Anhaltspunkt fehlt. — VI. David b. Sa^adja nach 941. Von diesem Sohne des Gaon Sa'adja sagt Bez. Aschkenansi in Schitta Mekubbezet Baba Mezi^a (p. 104 b) rrnyD '“13 nn '“in ■iNDiy D'-on nyp hy ^yyy p^3 raw nnm niz&n 'D3. Er hat also ein Werk in arabischer Sprache geschrieben, welches gegen die Halachot Gedolot gerichtet war. Aus derselben Stelle erfahren wir auch, daß er ein nWDtPn ^DD&^D “iDD in arabischer Sprache geschrieben, das später ins Hebräische übersetzt wurde. 20 VI!. Nachman, Gaon zu Sora, zwischen 950—970. Estori ha-Far'hi in seinem Wecke Kastor wa-Ferach" erwähnt eines Nachman, Gaon zu Sora (ip-q pro. 3n 19) Diese Ordination wird von Einigen von 917 — 25 angenommen , was offenbar unrichtig, nach Ändern von 916 —921, aber dies geschieht nach der Voraussetzung, daß Mebasser 921 gestorben, was aber gegen Scherira ist, der blos sagt, daß 921 ntoo m oy hnw nn nah® n3y. 20) Asulai, Schem I. Gimmel 3. Es ist aber noch sehr zweifelhaft, ob hier unter Sa^adja der Gaon gemeint ist, zumal keiner der Chronographen eines Sohnes Sa*adja's mit Namen David gedenkt. 21) c. 11V 85 b. N"i)Dl22 NriS’niD) und da in dem Verzeichnisse Scherira's kein Gaon dieses Namens zu Sora vorgebracht wird, so war man geneigt, dafür Nach schon zu lesen. Rab Nachman Gaon wird aber auch angeführt bei Me'i'r Rothenburg (GA. §. 818) und in Kol-Bo (Kap. 123'§. 32), wie er sich auf die Statuten (Tekanot) der Lehrer der Hochschule (pn-) ^3'nvn) bezieht und es ist unwahrscheinlich, daß in allen diesen ein Fehler sein sollte. Jndeß S che rir a füllte das Verzeichniß der Gaonim zu Sora nur bis zum Tode Sa^adja's, d. h. bis 941, aus, und selbst die zehn Jahre vor Sa'adja sind, so weit wir es genauer aus der Erzählung des N a t a n b. Isaak ha-Kohen Ha-Babli wissen, von einseitigem Standpunkte aus und unvollständig berichtet. Nach dem Tode Sa^adja's führte aber für's Erste Mar Rab Josef b. Mar Rab Jakob, mit dem Beinamen Bar - Satja (N'DD ~D), der früher um Sa°adja zu verdrängen von dem Exilarchen David b. Sakkai berufen wurde, das -Gaonat zu Sora ungehindert, fort und nur als er selbst dem Ahron b. Josef ha-Kohen gegenüber, der 942 zum Gaon in PB. gewählt wurde (st. 959), sich keine Achtung und Autorität verschaffen konnte, verließ er 943 Sora und ganz Babylonien, schlug seine Wohnung in Basra (my3 rWlD) auf, wo er später starb. Von da beachtete Scherira die Hochschule Sora's nicht mehr, obgleich noch ein Do sa b. Sa'adja und Ibn Chofni u. s. w. da ftmgirt haben; er sagt ganz trocken im Gefühle, daß nur Pum-Badica noch Werth Habe, ■NFDTIß wb NTOH bis jetzt (von 943 bis 967) ist keine Hochschule in Sora. Es ist daher wahrscheinlich, daß Nachman Gaon diese Lücke bis auf den Antritt Dosa's zum Theil ausgefüllt haben und daher wohl zwischen 950 bis 970 das Gaonat inne gehabt habe mag. Daß er selbst sich auf die Autorität der.Lehrer der Hochschule beruft (NfDTlDn prn wpn) scheint fast darauf hinzudeuten, daß er sein Ansehen nicht gerade geltend machen konnte. Das was er schriftlich hinrerlaffen, wird unter dem Namen 'piQjj Nnion NmnnD pm m Citirt24 und scheint sich aus Erläuterung von Ägada's und auf Mittheilung von Bräuchen (aUHJO) erstreckt zu haben. — Vill Do sa b. Sa'adja, Gaon zu Sora nach 967 (e. 970—90). Von Dosa b. Sa'adja erzählt uns Abraham b. David in seinem Buche der lleberlieserung, daß er an Chasdai b, Isaak Ibn Schasrüt in Spanien ein Schreiben , n^NDn) gerichtet, worin über Leben und Thaten seines Vaters Sa^adja ausführlich berichtet war, wie auch in einem „Buche der Enthüllung" dessen Verfasier nicht genannt ist. Ausführliches über Scr'adja gestanden. Die Worte des genannten Chronisten lauten: Draino oin n^v nimm nnyo m npn nn'i 22) pt Niion steht dort verdruckt N'-ilDI, weil tt'rno m diesem Werke so häufig vorkommt. 23) Kol-Bo 1. e. 24) Kastor w-Fer. 1. o.