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Der Orient · 1849-04-28 · 17 (28.4.1849) · p. Spalte 265-266

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
17 (28.4.1849)
Date
1849-04-28
Page
Spalte 265-266 (sequence 5)
Language
German
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265 ziger-Kollegnim," den Onkel Scherira's, des Sohnes des Mar Rab Jehuda, mit der Würde des Gaonats zu Sora zu betrauen, um wenigstens daselbst nicht den Namen eingehen zu lasten. Aber dieser starb bald und der Exilarch David berief Mar Rab Saadja Gaon b. Rab Josef zum Gaon". Wir sehen daraus, daß es einen Gaon Na tan kurz vor Saadja in Sora gegeben, und sein Gaonat muß von sehr kurzer Dauer gewesen sein, da über ihn weiter nichts gesagt wird als ru OTUV Unt) die Dauer seines Gaonats gar nicht angegeben wird. Dieser Gaon Natan nun wird bei den Decisoren (Poskiml zuweilen angeführt, " und schon llsu lai " .macht darauf aufmerksam, daß der Natan, welchen die alten Decisoren als Q.uelle citiren, der Gaon Natan sein müsse. Asulai C1. c.) sagt freilich auch, daß er in dem handschriftlichen ni^Dn IID des 'Amram Gaon ebenfalls einen Gaon Natan citirt gefunden und man muß also annehmen, daß bereits vor 'Amram ein Gaon dieses Namens existirt Haben müsseallein da nirgends eine Spur von einem Gaon Natan vor *Amram sich findet und aus einer Mittheilung L uz za t t o's," der diesen Siddur besitzt, klar nachgewiesen ist, daß so manche spätere Glossen darin Platz gefunden, so kann man auch dieses Citat nur als spätere Glosse ansehen« V. Mar Rab Ahron (-Kaleb) b. Mar Rab Joses ha-Kohen Jbn Serg'ädo, Gaon zu Pum-Badita 942— 959. / Scherira erzählt m seinem Sendschreiben, daß nach dem Tode seines Vaters Chananja b. Jehuda im Jahre 942, der seit dem Monate Lebet des Jahres 936 das Gaonat zu PB. bekleidet hatte, der hier erwähnte Ahron zum Gaonat ordinirt wurde. Dieser Ah ron war nicht aus dem Kollegium der Lehrer, sondern aus dem Kaufmannsstande;" Me baffer, der im Elul 921 nach einem Vertrage mit dem Exilarchen das seit 916 in Gemeinschaft mit Kohen-Zedek bekleidete Gaonat niedergelegt, ordinirte ihn, ohne daß erjedoch für diesen Platz nach Scherira's Vater würdig war.1G Das berichtet Scherira über ihr, und wir sehen daraus, daß der Berichterstatter es nicht gut verschmerzen konnte, daß er aus dem Kaufmannsstande und daß er feinem berühmten Vater Chananja gefolgt, so daß das Ungünstige im Berichte in Bezug auf die persönliche Abneigung Scherira's bedeutend modisicirt werden muß. Der damalige pi ryO' der Onkel Scherira's (mütterlicher Seits)'Arnram b. Mi sch ui, 11) Siehe Cbefez b. Jazliach ll. in voriger Nummer. 12) Tur Orach Chaj. Kap. 565; Manhig hil. Ta^anit Kap. 10; Abudichem «ü. Prag 77 ä, wo aber unrichtig Nach man anstatt Natan steht. Alle diese Stellen hat bereits Rapaport in Vorr. zu der Samml. TE. zusammengestellt. 13) Schem j. Nun 3. Schem II. Nun 1. 14) 'Amram Gaon b. Scheschna und sein Siddur. LB. d. Or. 1847. 326. 15) Wörtlich: vtfn-JD Hin' pTl A3D p — 16) Wörtlich: pto nnn mmb' my NID Hin vb) v'DN. — 266 der zugleich Rosch-Kalla war, erscheint als der Rivale Ahron's für das Gaonat und das mochte Scherira zu seiner Darstellung veranlaßt haben; aber Ahron ist gewiß ein bedeutender Mann gewesen, da nach Scherira selbst, er gelehrter war als sein Nachfolger Nechemja b. Kohen-Zedek. Diesem Ahron b. Josef ha-Kohen giebt das Buch der Ueberlieferung den Familiennamen rno:nD ’p was aber bloß aus mNJPiD *[ verschrieben ist, und ebenso, und zwar mir demselben Fehler, hat es Dav. Conforre in Kore Ha-Dorot, dieses nnN.llo j jedoch wird in dem Berichte des Natan b. Isaak ha-Kohen Ha-Babli (im Jusachkn) p Dn\W, was durch verdruckt ist, genannt und da der erwähnte Natan über diesen am ausführlichsten berichtet, so kann man wohl mit Bestimmtheit den Familiennamen durch Jbn Serg'ädo (riNihD ’]) feststellen, zumal die zu., erwähnende handschriftliche Notiz" ihn auch so hat. In der Reihenfolge der Gaonen in PB. von 916 an waren nach der Mittheilung Scherira's: Won Adar 916 bis Elul 921 Kohen- Zedek und Mebasser, von 921—934 Kohen-Zedek allein, von 934—937 Zemach b. Kafnai, von 937—942 Chananja, der Vater Scherira's'und von 942— 959 unser Ahron Jbn Serg'lldo. Was nun den Namen unseres Ahron Jbn Serg^ädo noch anlangt, so nennt ihn der erwähnte Natan nur ,,Kaleb b. Josef, der genannt wird Kaleb Jbn Serg7ldo", und es scheint, daß er neben dem Namen Ahron noch den Namen Kaled geführt; keineswegs kann es aber der vulgäre Name von Ahron gewesen sein, da dieser Beiname bei Ahron sonst weiter nicht vorkommt. — Aus dem Berichte Na tau's und Scherira's haben wir über Ahron-Kaleb Jbn Serg^ädo einige Mittheilungen, woraus man sehen kann, daß er obgleich aus dem Kaufmannsstande eine bedeutende Persönlichkeit gewesen. Es heißt nämlich bei Natan": In Bagdad (^D) lebte ein vornehmer Mann, Jbn Serg'ckdo, der sehr reich war (pDD bjn HM) > er hielt es 929 mit dem Exilarchen David b» Sakkai gegen den fremden S a'a b j a Fajjumi, und er wollte es sich 60,000 Sus kosten Lasten, um Saadja von seiner Stelle zu drängen. Die Reibung zwischen beiden, Jbn Serg'Ldo und Sa'adja, ist dadurch entstanden, weil Jbn Serg'Ldo ein sprachgewandter, beredter (p^ by2)f w den Wissenschaften berühmter (mDDm bru DIN) Mann war, der auf Anfragen tüchtig Bescheid geben konnte, und Sa'adja war in allen diesen Sachen ein rücksichtsloser Nebenbuhler, so daß der Neid zur Feindschaft geworden. Obgleich er anfangs Sa^adja nichts anhaben konnte, weil die einflußreichen Sohne Natira's in Bagdad, die Vornehmen und Reichen daselbst, und vorzüglich das Lehrer-Kollegium zu Sora esmitSa'adja gehalten, so gelang es ihm endlich doch, Saadja zu verdrängen und in den 7 Jahren (930—936), welche Saadja von Sora entfernt leben mußte, war er die Seele der Gegner. 17) S. Nr. VIII.' 18) Juch asm 121 b. — Studien. Mar Ahron Jbn Serg'ädo.

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