Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 17 (28.4.1849)
- Date
- 1849-04-28
- Page
- Spalte 259-260 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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259 260 Studien. Hakachot PesukoL. gegründete Stadt Babylon ^23) war eine gute Veste und die Römer hatten da ihr Standquartier.3 Bei dem ersten Auftauchen des Islam belagerte dies Babylon 2tm.ru im Jahre 639 und erbauete dabei das arabische Lager Fostüt (d. h. Zelte)/auch Misr (Egypten) genannt und im 10. Jahrh.ist^ daraus Kahira (von dem Planeten Mars so genannt), die bis heute noch bekannte Stadt geworden. Auch bei Reisebeschreibern des 13. und 14. Jahrh.'s wird des Babylon bei Kahira noch immer gedacht. Es ist: also erklärlich, wenn Schimon von diesem Babylonund nach dem 10. Jahrh. r^m'p genannt wird, aber unerklärlich ist der hier vorkommende Beiname Sollte es vielleicht (Misroja el-Misri) heißen, weil eben dieser Ort (Babylon-Fostllt) im Arabischen Misr genannt wird? Der sonst arabisch schreibende Häja könnte wohl diese arabischgeographische Benennung gebraucht haben und die Endung ist auch richtig. — Für unseren Zweck ist die hier gegebene Uebersicht vollkommen genügend, da eine ausführliche Besprechung dieser Sammlung in einem besonder» Aufsatze gegeben werden soll und ich will nur noch berühren, daß ich sie beim Citiren LE. d. h. Tob-Elem, nennen weM, weil'Zosef Lob-Elem, wie Rapaport sehr gründlich bewiesen, Begründer dieserr Sammlung wa, wie ich die vorliegende Sammlung SZ. d. h. Scha*are-Zedek beim Citiren nenne.— V. Kalönhmos. Ihm gehören Nr. 106 —118, die durch die Überschrift DlDWbp '") 2^7!^ Own bezeichnet sind. , VI. Meschullam b. Kalonymos. Ihm gehören Nr. 61—69; Nr. 119—149, die durch Ueberschriften schon bezeichnet sind. 6. Eire dritte höchst schätzbare Sammlung von Decisionen (O^pOO) und Gutachten (mV), wo ebenfalls vor jeder Decision der Name des Gaon genannt ist, wurde unter dem Namm mpD2 m^.1 durch den Druck bekannt gemacht, aber höchst selten anzutreffen ist, und ich habe sie auch noch nie gesehen. Wir haben nähere Kunde von dieser kleinen aber gedruckten Sammlung durch Hrn. Dukes erhalten (LB. d. Or. 1846 col. 675) , der sie bei Hrn. Carmoly gesehen und es ist dieselbe Sammlung, welche in Sal. Dubno's Katalog unter dem Kirel '-j mplDD nnbn genannt ist, weil der erste vorkommende Name darin .zufällig Scherira ist. Diese Sammlung ist erschienen: Kstpl. 15L6, 4. Bl. 21. Dukes hat auch a. a. O. drei Gutachten mitgetheilt und wir sehen daraus, daß sie von großem Interesse für die Kunde der Gaonäischen Periode und für die Kulturgeschichte jener Zeit ist und es wäre daher sehr zu wünschen, daß Hr. Dr. Carmoly sie für die allgemeine Verbreitung überdruckte. So z. B. erfahren wir aus einem der mitgetheilten GA., daß der Exilarch, als höchste Autorität in der jüdischen Autonomie, jedem Gliede des Gerichts-Kollegiums 3) Ptolem. IV. 5. — und überhaupt allen Lehrern ein D ip l o m (KIWIT NpDD)4 ausstellte, wodurch sie die Ermächtigung erhielten, als Lehrer oder Richter zu fungiren, und ohne ein solches Diplom durfte Keiner, und wenn er auch Gesetzkundiger war, eine Entscheidung abgeben. — Vielleicht versucht es Hr. Gabriel Polak in Amsterdam, der mit vielem Eifer für die hebräische Literatur seit vielen Jahren thatig ist, diese kleine Sammlung nochmals zu edirener würde, wenn auch gerade kein Geld, doch sich die Dankbarkeit der gelehrten Welt gewiß verdienen.— 7. Hr. D u kes in seiner ,,rabbinischen Blumenlese" (Leipzig, 1844, 8) führt eine Sammlung von rOETl an, die erschienen sein soll: Salonik, 1765 in Folio, wo über den Gutachter, wie in den drei erwähnten Sammlungen, ebenfalls die Namen der Votanten und Decisoren angemerkt sind. Dies wäre somit die vierte Sammlung. Ich habe diese Sammlung nie gesehen, sie in keinem Kataloge oder sonstwo erwähnt gefunden, und würde an deren Existenz gezweifelt Haber, wenn nicht Dukes zwei Gutachten daraus mitgetheilt hatte. Da ich sonst über diese Sammlung weiter gar nichts zu sagen weiß, so cheile ich die zwei Gutächten als Entschädigung mit und ersuche Hrn. Dukes uns bei Gelegenheit etwas Näheres über diese zu Salonik 1765 in Folio erschienene Sammlung' miczutheilen. In §. 13 daselbst ist folgendes GA.: W'N rrmV vn m'WDD niND b pni' oi idn onbNct'En m^DD 3'N3 um sb , 'ui 3’N2,a3y& rbx D’^D ’3 ljni ' 13713 3!ffN3 nyiDOT ’D2 N171 pj 3 HD p nvnn ’D2 1^>N3 32lNV 2'312>1 ,D'3D12 2713 D’ibiD a trittnjd’ii nb'i53 Nnpjcj' p'injn bttr abwa taoi nvn btt/ ^33 rpn nan Nnpon by iDDiD 3tsn P nvi 3’n2 i^ iw rby N3V ^iv3 rwj?2 ’ D’btö'iD c.i pv, noni? , ■H'3 "b V' no bywn b idn , bstb ’-in.i J?3t£fi *]312 nnNty -pW 23N pN'7!N32 UN 1^> 32N P'3 , vnriNn 3V1' 23N1 3013V 721.1 er rrm 222 ni-bt> rn^sno N3’na unn bywb 32n ’-'ntj n^ttt -p3 Np N3'Nll nnN 'N 1^> 1DN , ub'^30 übt/ ■p [3 3x1.1^13x3 1’egv. , ppn j;ud pj3 p nPi eo Dty ^&J1 foun by f2p> '3N.3 nnön: ' .333.3 pi ’3nh 6 3Dnii , vby p’3D pun nDt? by b 3dj?i byw b ■J33 p N^N jby .3N3 nUJ)31S.3 I'NV b H3DN N^il 73N ’3n by py w 333 bym b 3QN? .33 Dsm •'Jl 3 Dl 3 1^3 N ni3N’3N.n 1^> 3DN , 13 DDHJ .inNt? 71231 — .nJlB'N33 p N3L/I3 32^1 by\m b- 32N — 5 .Hin bt>02 v' 2'3212 U'2 ,3231 4) Diest« Namen hatte ein solches Diplom freilich erst später, als »as aramäische Element das Leben bewältigte, aber in der talmudischen Periode, wo dies auch bestanden, führte es den neuhebräischen Namen niEH btt/ 32V, ein Ausdruck, den Isaak Gaon.zu PB. um 832 schon durch die Volkssprache erläuterte.— 5) Rabb. Blumenlese S. 7.