Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 17 (28.4.1849)
- Date
- 1849-04-28
- Page
- Spalte 257-258 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/8555529-9893953-9893975--5881-3534969- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
LAS«» des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. Ml%, Leipzig, den 28.? L84». Inhalt. Studien. Literarische Arialekten. Die Gutachtensammlang Schcstare Zedek. Vorführung nach meiner und anderer Sammlungen und Proben aus denselben. — Die in Schaare Zedek nicht erwähnten Lehrer : Abraham b. Scherira, Hü.ja b. Nachschon. N a t a n aus B a g-d a d, N at a n b. I e h u d a, Lbn Serg'üdo, David b. Sa^adja., N a ch ma n, D o fa b. Sa^adja, Chefez. Von Dr. Fürst« — Kritiken. Kurze Ueberfichten. Maier, Andachtstuch. — Ankündigungen. Literarifche Analekten. Die Gutachten-Sammlung pi2 - (Fortsetzung.) 5. Nach dieser Darstellung der äußern Oekonomie der Gutachten-Sammlung Scharre-Zedel, wird es wohl nicht überflüssig erscheinen, wenn ich auch die Oekonomie der jüngst erschienenen weniger mannigfaltigen Gutachten - Sammlung (Berlin, 1848, 4) der Gcwnen mit einigen Worten den Lesern vorführe, was hier um so 'leichter ist, als Rapaport, welcher sie bevorwortet, diese Oekonomie schon sehr gut skizzirt. Diese jüngst erschienene Sammlung besteht aus 152 Nummern; diesen Nummern folgen dann D'pDD). cwnD nifDDP, ohne Nummerirung, die in der Handschrift sich vorn vorgefunden und dorthin auch gehören. OieserJnhalt vertheilt sich nun auf die Gaonen und andere Lehrer, nämlich auf die zwei Gaonen zu Sora Sa r-S ch a l om und Na ch sch o n, auf die zwei zu Pum-Badita Sch erlra und Hüja und auf die zwei außerbabylonischen Lehrer Kalo ny mos und Meschul lam, im Ganzen also nur auf sechs Lehrer, währende SZ. die Gutachten von achtundzwanzig Lehrern enthalten. Ich gebe nun speciell die Gutachten, die jedem dieser Lehrer zukommen: I. 854—-864. S a r-S ch a l o m b. B sta s (Sora), ihm gehören Nr. 13—60, also im Ganzen.47 Nummern. Nach der vorhandenen Ueberschrift gehört ihm freilich blos Nr. 46—60/ aber nach einigen Vermuthungen und Beweisen Napaports ist schon von Nr. 13 an dem Sar-Schalom gehörig. II. 890-898. Nachschon b. Z a d o k (Sora). Ihm gehören Nr. ,1—13; Nr. 150—152 z dann der erwähnte Anhang von cr>pC0? dwiö , die eigentlich vorn hingehören. Die Zutheilung dieser Nummern an Nach schon ist blas durch die kritische Ermittelung Rap.'s geworden, da die Ueberschrift theils ganz fehlt, rheils ungenau ist. Ul. 967 — 696. Scherira b. Chan an ja (Pirm - Badita). Ihm gehören Nmn. 91—105. Vor 91 stand Ln der Handschrift die Bemerkung, daß dieses Gutachten alsAntwort an die Gelehrten el-Keirun>an's geschickt wurde, da jedoch diese Sammlung bis Nr. 105 reicht, so sind vielleicht alle diese als Bescheide nach Keicuwan zu betrachten und anstatt II rpl2Tl in der Uekrfdjrifc muß es vielleicht nnit^n heißen. SV. 996 — 1038. HLja b. Scherrra (Pum-Badita). Ihm gehören Nr. 70— 90, bezeichnet durch die Ueberschrift. Merkwürdig ist, daß Hüja in einem feiner GA. (Nr. 87) den Verfasser der Halachot Gedolot mit dem Namen Schinston belegt, welcher Beiname noch unerklärt ist. Dieser Sch inston, der in Babylonien lebte, war aus Egypten und führte bei Schriftstellern nach dem 10. Jahrhundert den Beinamen auch ^Dün, was seiner Abstammung aus Egypten nicht widerspricht. Denn in Egypten gab es eine Stadt, welche ausgewanderte Babylonier zur Zeit der persischen Könige, Memphis fast gegenüber, anlegten, wie schon Strabo in seiner Geographie berichtet.* Dieser König war Kambyses, nach dem Zeugnisse des Josefs Diese früh 1) <Sttabo, Geogr.!. XVII. 1 p. 447 Tauchn« sagt: civarcXsvcavTL d’sovi BaßvXcov cpgovgiov SQVfivov , ano~ üxavtcov £vzav<&a BaßvXcovCov zivoov, slra dia vcov ivTuv&ce ytarOLyuav izagcc xcov ßctoilscov. Unrichtig hat I. I. A mp vre (Voyages et Recherches en Egypte et en Nubie in der Rov. Ü68 Ü6UX Monües, Paris 1847) behauptet, daß dies zur Zeit der Römer geschehen. — 2) Jos. AG. 11. 5* - . 17