Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 16 (21.4.1849)
- Date
- 1849-04-21
- Page
- Spalte 247-248 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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247 Studien. Chefez ben Jazliach. 248 Literarische Analekten I. Chefez b. Jazliach. LB. Col. 110 wurde in einer lit. Analekte Alles zusammengestellt, was man aus den spärlichen Citaten über Chefez b. Jazliach und sein Werk als geschichtliches Resultat gewonnen. In Bezug aus die Person , so wissen wir, daß er Rosch-Kalla war, und den Beinamen Altnf (ppbx) hatte er auch noch mit "NM X'vavx ION ^pbx gemein, der ebenfalls in der letzten Zeit der Gaonen in Babylonien, vielleicht ebenfalls als Rosch-Kalla, blühete. Wir wollen aber diesmal vorzüglich sein Werk ins Auge fassen. Der Verfasser des Chobot Ha-Lebabot* nennt es, wie bereits oben erwähnt ist, pan m 220, d. h. das Buch des Chefez, und wenn es gleich sonst y'fiOtybN 3NDD oder hebräisch aao mann genannt wurde, so war der allgemeine Name doch ^DPl 22 nav, wie doch auch papDH "IDD1 2 3 4 5 ebenfalls von dem Namen Dav. el-Mukammes hergenommen ist. Was nun den Inhalt dieses „Seser Nab Chefez^ anlangt, so wissen wir, wie oben bemerkt,^ daß es im Allgemeinen ein map by nnäDn.lwy aQN war und daß darin talmudische Worterklärungen, mit sachlicher Benutzung des Talmud's, Vergleichung des Arabischen und bei dieser Gelegenheit auch vielfache Erläuterung der Schrift und des Hebräismus, Erklärungen hebräischer Wörter sich gefunden.6 7 Maimü ni in seinem Schreiben an Jbn Akbnin^ sagt, daß alle Einwände, welche seine Feinde gegen ihn Vorbringen, alle Unrichtigkeiten, die man ihm Vorhalt, eigentlich nur seinen Mischna-Kommentar beireffen (“iD nrwntfif CpbDban ibw L7NO2 nb)D DH WpD NW tWipni blfaDTror orooipba uwn mya ojpnx bax), und diese sind nur dadurch entstanden, daß er dem anno nb.lD des Rabbenu Nissim, dem niLan 220 des Rab Chefez und andern (alten Autoren) gefolgt (nm nn\‘ wn pan 221 Dnno nbaan b"r .mo) wma? dwxj.i 022b dtod by anw.-nso onbm niunn 2202 y"j). Man sieht aus dieser Stelle, daß das Werk des Chefez die in der Mischna niedergelegten Halacha's in sein 1) Dorr. 2) S. oben Anm. 7 und 8. Auch Maimüni in dem Briefe an seine Schüler Abul "Hag^ag" Josef b. Jehuda Iba Akhnin (s. Peer Ha-Dor.26ü) nennt es NMN 220. Uebrigens will ich bei dieser Gelegenheit noch erinnern, daß Abr. Portaleone in '»ab^ Worc. ihn ebenfalls als Quelle angiebt. 3) Chobot Ha-Leb. Vorr. 4) s. oben Anm. 10, 5) f. oben Anm. 11—13. 6) s. oben Anm. 2. 4. 7) Peer Ha-Dor 1. c. Buch der Gebote gefügt, bei dieser Gelegenheit die Mischna sprachlich wie sachlich erläutert und Maimmii wurde bei seinem Mischna-Kommentar von diesem zu irrthümlichm Auslegungen verleitet. Und wenn wir es auch von Maimüni nicht gewußt, daß Chefez mit niabn zu thun hatte, so würden wir es aus dem nobnn 'd des Js. Jbn Ghajat erfahren, indem er ihn für halachische Entscheidungen daselbst anführt.8 Es drängt sich nun uns die Frage ans, ob wir wohl von diesem Werke, von dem pan 22 "idd, etwas mehr erfahren können? Wir glauben ja; nur müssen wir Einiges vorerst bestimmen, nämlich a) daß pan m'a bei den Deeisoren ganz einfach pan 22D genannt wurde, und b) daß n"n, d. h. pan 22, als Namen des Verfassers , von einigen fälschlich bx^n aufgelöst wurde. Napaport, der Annahme des Schalschelet Ha-Kadbala und Schem ha- Gedolim folgend, hat bereits Alles zusammen gestellt, 9 was über dieses Buch m Citaten sich vorsindet, und es stellt sich bei klarer Ueberschanung sammtlicher Stellen Folgendes heraus: 1) NM, Mardcchai, Tosafot, Seser Mizwot Kalan, Kot-Bo, Mei'r Rothenburgs citiren das pan naa als solches, daß über alle Theite des jüdischen Gesetzes sich erstreckt haben muß; denn es werden Stellen angeführt aus den mban mabn , ,. p&ynp , nmna , nra , omj ,.wn ^2 nfcx , pacy , pm , nny, so daß offenbar anzunehmen ist, daß das Werk als ein , m^an 220 sich über den Komplex des Gesetzes erstreckt habe. (Sine solche Umfänglich keil des Werkes, vielleicht in Weise der niabn mbrü, die doch von rnrran ausgingen, ist auch erklärlich, wenn wir die Stellen über sein NMN nao zusammen stellen, die wir hier und oben gegeben. 2) Wird das pan 220 in den erwähnten Stellen nicht nur entschieden von dem myi^pan 'd des Chananel genau geschieden, sondern in sehr vielen Stellen wird ausdrücklich gesagt, daß die Decision des pan nao der Entscheidung des Rabbenu Chananel in seinen Kommentaren (nS W)22) oder in myiHpan 'd diametral entgegengesetzt ist, so daß unmöglich das pan naa dem CHanancl, wofür ohnehin auch nicht der geringste Grund vorhanden ist, zugeschrieben werden kann. Wenn es heißt: bx^n nn:n tmam'nibnj mabna mna -p pan naam aabx "-> '22121 (Haggahot Maimüni hil. Jfchot 6. 14 §. 30), oder p) bxJJn um poa pt pn 220 (Mard. zu Jebamot e. 2 Auf.) und dergleichen Stellen viele, wo das Seser Chefez theits dem Chanauel im Allgemeinen, theils spceiell seinen Deeisionen in den v'l7na und rtty^par7 "idd entgegengesetzt wird, so kann von einer Jdentisieirnng mit Chananel oder mit dessen nry?LpQ,1 gewiß keine Rede sein. 8") Dcrenburg in Geigers Atschr. V. 298. 9) Chananel, Anm. 36. 10) Siche sämmtliche Stellen bei Rapaport l. c.