Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 14 (7.4.1849)
- Date
- 1849-04-07
- Page
- Spalte 219-220 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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219 Studien. Denkstein auf Meir Joseph. 226 ziemlich, an 'einigen erträglich, b-ei Weitem an den meisten aber abscheulich beschaffen. Auf dem Lande besonders sind, sie erbärmlich; m Städten wo zahlreiche jüdische und wohlhabende Gemeinden sich befinden, sind sie zuweilen erträglich,, höchst selten gut zu nennen; aber auch in größeren Städten, wo sehr bedeutende jüdische Gemeinden leben, sind sie oft ganz erbärmlich und der Beschreibung unwerth. Man stelle sich einen schmutzigen, dem Tageslichte unzugänglichen Keller vor, dessen Wände triefend, russig, dessen Lust naß, dumpfig und verdorben ist, der sogar wegen der vielen, oft sich daselbst befindlichen ausdünstungsfähigen Gegenstände, schädliche, zum Einathmen untaugliche Stoffe enthalt. Zn diesen von Ratten und Mäusen bewohnten Aufenthalte befindet sich ein Loch, in ' bessern Anstalten ausgemauert, in den schlechten auch dies nicht einmal; im Grunde dieses Loches ist eine Quelle, zu welcher gewöhnlich eine steinerne Treppe, oft auch nur ein abhängiger Sandboden führt; das Wasser in der Quelle hat keinen Abfluß; daher die Reinigung derselben entweder gar nicht oder nur mit größter Mühe und, dann nur sehr unvollkommen möglich und es muß sich also die Frau in den Überbleibseln einer ganzen Generation ihrer Vorgängerinnen baden; es wird zwar in manchen Anstalten das Wasser zuweilen ausgepumpt, die Wanderungen der Quelle aber können nie vollständig gesäubert werden. Das Bad in der Wanne wird zwar gewöhnlich im eigenen Hause genommen , aber au vielen-Orten wird es im Keller selbst neben der Quelle zubereiter, wobei sich ein starker Dunst entwickelt, der nirgends abziehen kann; da nun in diesem Wannenbade die Unreinigkeiten des Körpers nicht immer ahgewaschen, sondern größtenteils nur erst erweicht werden, so spült das Quellwasser diese dann ab und es findet sich daher eine große Menge ekelhaften Schlammes auf den Boden der Quelle. Wird das Wannenbad im eigenen Hause genommen, so muß die Frau eine größere oder geringere Strecke Weges gehen, «m zu dem Hause zu gelangen, wo das Quellbad sich befindet 5 wird aber das Wasser zum Wannenbade im Lokale des Quellbades erwärmt, so steigen die Frauen unmittelbar aus dem einen ins andere. Das Quellbad kann nur m sehr seltenen Fällen auf solche Weise erwärmt werden, daß das Wasser einen zum Baden hinreichenden Wärmegrad annimmt; meistens schüttet man einen Kessel voll heißen Wassers hinein, und da in solchen elenden Anstalten fast nie zwei Kessel sich befinden, so muß, wenn wie es fast immer der Fall, das Wasser noch nicht warm genug ist, der Kessel von Neuem mit Wasser gefüllt und erhitzt werden; während dieser Zeit ist aber das zuerst hkneingegossene Wasser wieder kalt geworden, denn die steinerne Umgebung leitet den Wärmestoff schnell ab; im Winter kann durch das heiße Wasser die Eisdecke der Quelle kaum geschmolzen, geschweige denn dem Wasser selbst die gehörige Wärme mitgetheilt werden. Badeanstalten, wo das Wasser außerhalb des Kellers erhitzt und durch Kanäle in die Quelle geleitet werden kann, gehören zu den löblichen, doch seltenen Ausnahmen der eben beschriebenen Erwärmungsmethode. Wir wollen nun annehmen, daß eine Frau im Winter durch mehre Straßen gegen Abend nach dem Hause sich verfügt, wo sie baden soll; sie entfernt sich also aus der warmen Stube, geht durch die kalte Luft bis zu dem bestimmten Orte, wo . sie oft. zähneklappernd ankommt; hier erwärmt sie sich in der Regel erst bei der Eigenthümerin, bis ihr der Schweiß von der Stirne fließt (auf dem Lande ist dies fast immer der Fall). (Fortsetzung folgt.) Literarische Miseellen. Denkstein, nrrob pns -pt . Dp W12 bntmjn n"n 133m twn niD by ©b m~> 1VJD 1D1D p]DP. vno n'iD n'co D'DIN' '28 py nnnj D'H ibu £3 ro’tn yu'i i'bp'n pomo tnnb '3 jipavjjip tp ID p roiD Din D3l7 '3 DP l’DJJ bj? rjDN’l D3L> >'n dp d® : p"sb ’© ba bp in in nobo inabD! ma noiw ©N3 itjw bn bp ppn l^Din i'an imp3 naipn ]D onn d’ijd pi pN , pnbtybD 1331 map' uom i dn nna nn p i'ann iwon <, idn N'3 , pN bf< dn pna p : n3i3b pna 131 , 1131 nby njnbD jiidi pnn ’j’jn.iD ’b id dp dj J11DJ1 “jlbn 1MD 1D1D D3n 13J TI'NI N33n pojjD mein monn ta’N! mo . D’Dn p’18 , D©3 <pj , 33b 13 □'Dv i'p 3b ©bi,, ts-'E'1 nuiz/ tw : ,i3pb pna 131 -pna ibi iidi npbiTO 13 nninN' bis1. nm nman nnb nnnbn DiNoab 'iL / nn 'N3-P ndid nnnb nin© in©, o'j,©Nb 1© ©ddd D’bi1? ’ty 3’ipn l&aaj dj / ]nj 13b ip nb D'bno MD D'IIID SS'DJ bp p8' pl '13^ DJ : >1313b pna 131 / pna 131 1131 maj dj nop in3u -p , ra .nba rupi?’' nn pp ri’n iD'-3J ip'jnnN Di’ 133 ibt? piM ’iffi’N , nNi Tvap' ru.v 'iNk» . . D'13p3 pb’ IDin n’1.1 DN 133N :bn nnttn D’3t iiD3 nij’ nta ba3 nun : n3i3b pna 13,, pna 131 1131 : JllJIL-pD Opn 3'b> NJ13DN nun'