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Der Orient · 1849-04-07 · 14 (7.4.1849) · p. Spalte 217-218

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
14 (7.4.1849)
Date
1849-04-07
Page
Spalte 217-218 (sequence 5)
Language
German
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217 stungen in der jüdischen Literatur in einer eigenen Monographie behandelt werde, — Indem wir nun von dem Inhalte dieser übersetzten Schrift el- Fckrckbi's, als dcm Judenthume im Allgemeinen, wie auch unserer Anschauung insbesondere entfernt, hier ganz absehen, gehen wir zu den übrigen. Stücken, welche dieses Jahrbuch bringt.. Es folgt dann: D'BZSlPn mwy *121 by, über die Zehnstämme, nach fragmentarischen Auszügen aus Jsx. Warsly's Werk über diesen Gegenstand, der da behauptet, daß die amerikanischen Indianer von diesen abstammen. Die Uebersetzung ist fließend und sehr gut, aber der Inhalt ist ohne Werth, da diese Hypothese längst abgewiesen ist. 2) myn rmro rvfe my.ri/ allgemeine Regel in der jüd. Kalenderkunde, vom Herausgeber, und zwar sehr gut ausgearbeitet. 3) vron nfr Dnsyn rW t))y^pb, immerwährender Kalender, von demselben, in den Grundzügen. 4) ])2mb Ht^in rPDI^n rwon Dnnyn ri))V n)y'2p, algebraische Formel zur Bestimmung des jüd. Kalenders, nebst Anmerkungen über die allgemeine Formel, des Hrn Slonimski. 5) ppn by rU1t£M n^nn roro FpDNn 1DD2 DD13D, Anmerkungen Über die Tikkun ha-Keraim, das im Sefer Ha-Asif vom Jahre 608 abgedruckt wurde. Die Anmerkungen sind (Heils von Me'ir Kornik, nach dem, Abdrucke in dem Meassef von 1809, (Heils vom Herausgeber, und zwar wieder die Kalenderkunde betreffend. 6) ü^boüt) nta.102 dniD'S, nm by nnyn t>T ^2 dril O2N,lH), Anmerkungen über einige Lehrsätze des Abr. Ihn Esra , über Vortheile der Zahlen, mit Berücksichtigungdeffen was Luzzatto, Eichenbaum u. A. in jüdischen Journalen schon darüber vorgebracht. Aus der mitgetheitten Uebersicht sehen wir zur Genüge, daß Hr. PH. aus Vorliebe für die jüdische Kalenderkunde über dieses Gebiet sehr viel -gegeben unb. zwar wie üch glaube mehr als ein Jahrbuch, das allseitig sein muß, sollte. 7) iqd rnp2 tWUn, Kritik über das Büchlein nc^njn ^2 von Jbn Esra, welches Hr. H. Chen-Lob in Königsberg i845 ebtrt. Diese Kritik ist sehr gut, wenn gleich zuweilen beißend und einige Mat dem Herausgeber Unrecht geschieht. 8) nnn nyi oder die chronologischen Gedenk-Vcrse v. Hirsch S o m m erh a use n in Brussel, die bekanntlich schon besonders erschienen sind, nochmals abgedruckt. Ich brauche es wohl kaum zu erwähnen, daß sie ohne großen Werth sind. 9) i^b 5V1)p,1 D1O . t’N-itS”, Hauptmomente der jüdischen Geschichte mit künstlich angebrachten üpß-©, ohne Werth. Es folgen dann exegetische Versuche, Belletristisches, Uebersetzungen, was ohne bleibenden Werth, da es sich nicht zu einem höhern Standpunkt erhebt. Erfreulich, war es mir, am Schluffe -©d N11V2 Nrni N*>T) 12 Drp2N% fm)b iny.l zu lesen, da dieses Werk schon durch sein Alter und die hohe Autorität des Verfassers von großem Werth ist. Wir wünschen, daß es dem Hrn. Ph. recht bald gelingen möge, dieses wichtige Werk zu ediren und vielleicht verbindet er damit fwjn mn6 ISO desselben Verfassers, das in Paris liegt. Auch wünschen wir, daß Hr. Ph. in dem jährlichen Wiederkehr des Sefer ha-Asif 218 nicht gestört werden möge; die Indolenz der englischen Juden für Schriftthum überhaupt und also doppelt für jüdisches, die beispiellose Unwissenheit und Unkennlm'ß alles dessen, was jüdisch ist, kann nur durch Ausdauer der wenn auch wenigen Autoren besiegt werden. Die Ausstattung ist sehr schön. Der Buchhändler Köhler in Leipzig hat den Verkauf für Deutschland. 6) Zur Bibel. Naturhistorische, anthropologische und medicknische Fragmente, von I. B. Friedreich. Zwei Lheile, gr. 8. 1. LH. VII und 334 S 2. LH. IV und 215 S. Nürnberg, 1848. Verlag von Bauer u. Raspe. Angezeigt.von R.I» Wunderbar in Riga. (Fortsetzung.) Die mosaischen Gesetze über die Unreinheit der Menstrukrenden und Wöchnerinnen, sagt , er, haben eine talmudische Verordnung hervorgerufen, nach welcher sich jede Frau nach der Menstruation und dem Wochenbette aus eine Art und Weise baden muß, welche (wie sie jetzt ausgeübt wird) durchaus nicht im Sinne Moses gelegen sein konnte, indem sie nicht nur dem Zwecke, den Körper zu reinigen, nicht entspricht, sondern selbst zu mehren Krankheiten Veranlassung giebt. Es mag daher in historischer sowohl als sanl'tätl'schec Beziehung gerechtfertigt sein, wenn hier Etwas über diese sogenannten R e i n i gri n gsb äd er der jüdischen Frauen nutgetheilt wird. — Betrachten wir die Art und Weise, wie jetzt die jüdischen Frauen ihre sog. Rnnigungsbäder nehmen, berücksichtigen -wir, welche Nachtheile daraus für ihre Gesundheit entstehen, so können wir fest überzeugt sein, daß das jetzige Verfahren, der Absicht des mosaischen Gesetzes geradezu widerspricht; dieses war vernünftig und beabsichtigte Reinigung des Körpers und Erhaltung der Gesundheit, das jetzige Verfahren aber ist unvernünftig, reinigt den Körper nicht nur nicht, sondern ist ekelerregend und krankmachend. Hören wir nun vorerst die Art und Weise, nach welcher sich die jüdischen Frauen nach der Menstruation und nach dem Wochenbette baden müssen. Das talmudische Gesetz verpflichtet die Frauen in Quell wasser zu baden, welches die Erde noch nicht verlassen haben darf; daher das Baden entweder in Flüssen, weit man diese als Fortsetzung der Quellen betrachtet, oder in Quellen selbst, welche in größeren Städren gewöhnlich in den Kellern der Synagoge, in kleinern Orlen in Privat-Kellern sich befinden. Quell- oder Flußwasser in eine Badewanne gebracht, ist nach dem religiösen Gesetze untauglich zum Baden; denn dieses Wasser hat die Erde verlassen. Gewöhnlich nehmen die Frauen ein doppeltes Wad; das eine in der Wanne zur gewöhnlichen Reinigung, das andere in der Quelle, welches das eigentliche religiöse Bad ist. Eine ganze Gemeinde, zuweilen die Judenschaft einer ganzen Gegend besitzt sehr oft nur ein gemeinschaftliches Bad, und diese Kellerquellenbäder sind es nun, welche Mancher Gesundheit Und Leben gekostet; denn sie sind an sehr wenigen Orten Kritiken. Friedreich, zur Bibel.

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