Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 13 (31.3.1849)
- Date
- 1849-03-31
- Page
- Spalte 199-200 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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199 zeichnetwelcher einen noyo für den Sühnetag geschrieben/ Von dm dichterischen Erzeugnissen unseres Ibn Abitur haben sich noch erhalten: l) Eine n&TIp, sowohl gedruckt/ als handschriftlich/ 2) Eine Aboda für den Sühnetag, handschriftlich/ 3) Ein Reschut zu dieser 'Aboda, der sich ebenfalls noch handschriftlich befindet/ 4) Ein -pID mj^pn, beginnend , in unserem deutschen Machasor für den zweiten Neujahrstag bestimmt. Dieser Seder ist in einem handschriftlichen Machasor-Kommentar/ überschrieben: limaN ia ’DV» hl niJTpn h, und Dp ist seit der talmudischen Periode her nichts anderes als die vulgäre Variation für Josef, und es ist um so eher nur unser Josef, da nur dieser den Beinamen "WVDN '] führt. ° s) DerPijjut “p~n 1DN"plNr6 D'.l^N für den Vorabend des Sühnetages, über welchem in den Handschriften ebenfalls Jose Ibn Abitur als Dichter angegeben ist. Ob das ~nru pal Zu der Seder 'Aboda in dem gewöhnlichen sefard. Machasor, das im Akro- 3») Die Stelle lautet, verbessert nach Ms. Sorb 236: uxb' iDyo iisoa nan ipn onanon Nim Dnmi. — 4) Machas. ed. Vened. (1524, 12) p. 350b. — 5) Cod. de Rosst 1377. — 6) In Bibl. Mich. Mach. Montpellier; ferner besitzt S. D. Luzzatto sie handschriftlich und der Anfang lautet nach seiner Mittbeilung (Bet. b» Ich. S. 13): -p n btt ohy iyi ohyDi pm jin Dioa. in , jni b pra *?n nnw. —- 7) ib. ib., ferner bei Luzzatto. Der Anfang dieses Reschut Lautet: '^!Nv fi'ITO DN13N ’^np fl’tJ'lD *]N Ml ’p?n ruo.’" .'^u i'Din nrw 8) Bibl. Hamb. cod. hebe. 17 f. 9) Die 'Aboda nJJia PHN wird bei Decisoren — z. B. Josef Karo in Bet Josef OCh. §. 751, Isaak aus Marseille in Sefer nnai.l tll!-7y HS» bei Rapaport p. 174 a, — welche letztere Stelle aber wörtlich aus einem Gutachten des Gaon Hü ja b. David (889—895) entnommen ist, wie schon D e r e n b u r g (Geiger, Ztschr. V. 398) nachgewiesen — und in Handschriften — z« B. cod. de Rosst 1377 - einem Lose b. Jose zugeschrieben, ohne daß von einem Beinamen mrvQN p die Rede ist. Da aber diese 'Aboda DJJia.-.nnN, als längst bekannt und im Gebrauche, bereits von Natronai (864-872), Häja b. David (889—895) und Sa'adja (927—41) angeführt wird- (Derenburg 1. <*. DukeS- Denksteine S. 5), so muß offenbar dieser Jose b. Jose wenigstens zwei Jahrhunderte vor Josef Ibn Abitur gelebt haben. Ueber diese ^Aboda will ich noch bemerk ken, daß es nicht die im ftfardischen Machasor gedruckte gleichen Anfanges ist, wie schon Luzzatto richtig bemerkte (Bet. b» Ich. S. 10), sondern es ist die, welche er handschriftlich besitzt und deren Anfang also lautet: non D^>iy rojo nriN . D’D'n Y? JHJn,' )3J. Der Reschut dazu beginnt. tinon bub nbnn .l’B'JIOD UJ/D HNI'3 mOON 200 stich piiS’ p rpP- 'JN giebt, unserem Josef Ibn Abitur angehört, da er sich auch so schreibt, mag ich nicht bestimmen. Alle diese Dichtungen sind in schwerem Style geschrieben und über die Seder 'Aboda giebt es sogar ein handschrifllicher Kommentar, der'die Dunkelheiten erläutert. Dieser Josef verdient also sowohl als Dichter, wie als talmudische Autorität, sowohl als einer der die □niD riw- arabisch kommen tirt, als auch durch seine Schicksale die höchste Beachtung der Literaturfreunde. Ich will nur noch des seltsamen Beinamens o^'.l gedenken, den unser Jose (Josef) Ibn Abitur in den erwähnten handschriftlichen Pijjutim führt. Der. Beiname Olil',1, arabisch DiCVpN,'frjimiu auch anderweitig vor, und zwar in demselben Valerlaade unseres Josef. Unter den Freunden Jehuda Ha-Lewi's, denen er Gedichte in seinem Diwan gewidmet, kommt auch ein Isaak Ibn el-Jatüm ia) vor (BU. b. Ich. S. 20), und dieser Beiname ist mithin eben nur als Beiname zu betrachten, ohne daß man für die Lebensmomente unseresJosefdaraus Folgerungen zu ziehen berechtigt ist. Eines ülN',1 3py> gedenket Gesner nach einem Briefe von Aug. Justinian in seiner Bibliotheca.p., 105, und nach ihm Le Lang (Bibl. Sacra p. 61) und Wolf (BH. 111-510), als eines Ueberfttzers des NT?s ins Hebräische, ohne daß ich jedoch etwas Näheres über ihn zu berichten weiß, und eines mnsn sa .1O>L7 führt Consorte (Kore ha-Dorot 18 a) unter den alten DecisoreiZ (Poskim) an, ohne Specielles anzugeben. V. R. Meschullam SZ. IV. 1, 16. 2, 23. Mesch ull am b. Kalony mo§ hat hier auch einige Gucachlea und man kann daher nicht sagen, daß der Sammler blos von spanischen Lehrern ausgenommen, vielmehr was er vorgesu»- den. Ueber' Meschullam etwas Näheres oergl. Rapaport Natan, Anm. 36 und in der Einleitung zu den Teschubot Ha-Geonim (Berlin, 1848, 4) S. 12 b. VI. R. David Ibn 'Hag'r. SZ. Ul. 2, 22. David Ibn "Hagr (iVi), Dajjan in Granad.?, blühete um 1100 n. Ehr. Nach dem Berichte Abr. Iba Esra's (Mos»» Ans.) schrieb er unter dem Titel OD^O.l 12O bin Werk über hebräische Sprachforschung. Wie S/adja und H Lj a zählt Ibn Esra auch diesen zu den BHprj p&jp 'Ip? und die Worte, welche er über ihn sagt, lauten: vn^o njrj p pH! in hl iam 1a1? vby d.i^n 'mb»j N1.1 Dj-nDJNu'.hjHCD DO^ Dn 13 D. Er führt ihn auf zwischen M ose h a- Kohen Ibn Chequitilla aus Kordova und Jehuda Ibn Balsam aus Toledo. Das hier aufgenommene Gutachten von ihm (Ul. 2, 22), das eigentlich nur Bruchstück einer Abhandlung über pm wi ist/ wurde aus dem Arabischen übersetzt und der Ueberfetzer sagt am Schluffe, daß er dieses Fragment, mit einiger Abweichung, in einem' m.l von unserem David Iba 'Häg v gefunden. Wir wüßten demnach von zwei Schriften dieses gelehrten Rabbinen zu. .Granada, nämlich: 1) von □'»rpE»! -)3d und 2) m,l ’Jl 1DD,, 10) Cod. de Rosst e. 3l3. Studien. Gutachtensammlung Schaare Zedek.