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Der Orient · 1849-03-17 · 11 (17.3.1849) · p. Spalte 167-168

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
11 (17.3.1849)
Date
1849-03-17
Page
Spalte 167-168 (sequence 4)
Language
German
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167 Studien. Antoninus. 168 bei Severus sogleich als Caracalla versteht. Da nun auch diese erst dem 6. Jahrhundert angehören, so wird man leicht begreifen, daß die Bemühungen der Schriftsteller jenen Kaisern den Namen Antoninus zu rauben fruchtlos waren. Von Caracalla ist sogar noch eine Münze vorhanden, worin er nach seinem Tode Divus Antoninus Magnus genannt wird (vergl. Ekhel). Dies sei nur nebenher bememerkt, weit R. auf Münzen sich ebenfalls beruft, und nur darin irrt, daß n statt wirklich vorhandener Münzen, das Dasein anderer, die man nicht kennt, voraussetzt. IV. 217. Mir kommt es nicht darauf an, den Talmud mit der Geschichte in Uebereinstimnnmg zu bringen, das ist nur tat fetteren Fällen möglich, schon weil die Unkunde der Abschreiber Vieles entstellt hat oder haben mag. Aber das scheint doch Aufmerksamkeit zu verdienen, wenn ein geschichtlicher Name vorkommt, zu erörtern, welche Person oder welcher Gegenstand darunter gemeint sei, — denn auf diesem Grunde findet man bisweilen andere und insbesondere innere geschichtliche Angaben heraus. Bekanntlich dient hier der Name Antonin als Angelpunkt für die innere Chronologie, also ist es wichtig ihn zu erkennen. R. hat eine Menge Vermuthurigen ausgestellt, um den Namen DTY1DN aus Annius Berns zu erklären, und sich stets um Mark A urel gedreht, Zu welchem dann alle im Talmud erwähnten Namen aus dieser Familie in Beziehung gesetzt werden, was dann, wieder viele Konjekturen herbeiführt. Er verwirft unsere Lesung Severus, weil das n dann nicht gerechtfertigt sei. VII 208. Was hierbei auf mögliche, aus unrichtiger Auffassung der Münzumschrifteri (welche es gegeben haben mochtet geschloffen wird, ist nun offenbar auf Sand gebaut. Wir glauben vielmehr gerade aus den vorhandenen Münzen zu ersehen, daß wir richtig Severus lesen, und daß der Talmud von M. Antoninus, Septimius Severus und Antoninus (Z§- racolla spricht. Der ältere Antoninus Pius führte als Umschrift: Im >>. Caes. A. Äeli'us. Hadrian us. Antoninus. Pius, Aug. Sein nboptictcr Sohn M. Aurelius, führte als Casar die Umschrift: Auivlius. Caesar. Aug, PSi. E. Als Kaiser aber: Imp. Caes. M. Aurel. Antoninus. Aug. Septimius Severus schreibt sich: Dm. M(am\ Pii F. etc. Er gab sich nämlich für einen Sohn des M. Aurel aus, ja er ward in öffentlichen Urkunden: Sohn des M. A., Bruder des Com modus und Enkel des Ant. Pius genannt. Dies geschah aus Politik, obwohl man wußte, daß er dein edeln Hause der Antonine nicht angehörte, und er brachte es dahin, daß Viele das Worgeben für Wahrheit hielten. Sein Sohn Bassicmus schreibt sich M. Aurelius Antoninus Pius Felix. Aug. — Er war schon als Knabe Mitregent unter dem Namen Antoninus, und eine Menge Gesetze sind von Severus u„d Antoninus schon von den Jahren 195 und weiter her. . Deutlichere Beweise für unsere Lesung kann es nicht geben. Das Einzige was wir noch etwa bemerken möchten, wäre, daß wir den Elagabal wirklich entbehren können. . Das ist klarer als das Sonnenlicht, daß "O N"p>;T. D'JMlDJK »13“) DUyi£Wi*"7 kein anderer sein kann, als der noch sehr junge Caracalla, Sohn des Severus, welcher für einen Sohn des M Aurel galt. Ob es nur der Chronologie zu Folgo möglich sei, daß R. I. in den Jahren von 195 an bis etwa 207, oder auch bis 211, mit dem jungen Antoninus Caracalla gesprochen haben könne, ist eine andere Frage; denn wenn er 193 schon gestorben war, muß man aimehmen, daß der Midrasch sich vergriffen habe. Aber die Stelle ist so schlagend und so genau, daß man fast geneigt sein könnte, lieber die drei zusammentreffenden Todesfälle, Artabans, Commodus und Rabbi's auf sich beruhen Zu lasten, da auch gegen diese Vermuthung sich erhebliche Einwendungen zeigen. Wir kommen übrigens hierbei nicht wieder auf unsere früher» Zeitangaben zurück, verzichten gern auf alle Rechthaberei, und bekennen offen und frei, durch Rapapart's genauere Forschungen auf eine andere Bahn gebracht zu sein, worüber wir uns Vorbehalten, unter voller und dankbarer Anerkennung der Leistungen R.'s, Rechenschaft zu geben. Vorläufig aber schien es uns nicht unangemeffen, obige Bemerkungen za veröffentlichen, damit die verschiedenen unhaltbaren Hypothesen, womit die vorherigen Irrungen gestützt wurden, nicht etwa zur Erzeugung neuer Unrichtigkeiten führen. Wenn aber Hr. R. dieselben mit guten Gründen abweist, werden wir nicht anstehen, der Wahrheit die Ehre zu geben. Dr. I. M. Jo st. III. Im Trakt. ''Arachin fol. 15a wird die Stelle WDö .Nin prn O (Num. 13, 31) kommentirt: Kipn btt UDO n^n uiDD, wozu dir Tosafot bemerkt: Kipn ^tt WU12 , UDD, welches zu verschiedenen Erklärungen Anlaß gab. Wir glauben folgende Erklärung geben zu müssen. Das Dagesch im 2 ergänzt entweder das fehlende 2 von dem vollständigen Susfir der 1. Per,'. Plur., oder das' fehlende n des Suffiri der 3. Per,, sing. masc. In dem ersten Falle ließ man wahrscheinlich das 2 in dem Worte )2üO schärfer Horen als dasselbe -im zweiten Falle, diese letztere Betonung sieht die Tosafot in der Leseart, welche der Talmud andentet. — (vergl. E.rvd. 15, 2.) Dr. L. L ewysohn. * * IV. Der Redakteur dieser Blätter nimmt in seinem trefflichen Aufsatz „der Talmud" (LB. Nr. 5) das Wort K1Q.1 synonym mit iißbn, was freilich die allgemein geltende Ansicht ist. So variiren die verschiedenen Taft mudausgaben in Abot 5, 25 zwischen KiiQä und Dübnj

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