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Der Orient · 1849-03-03 · 9 (3.3.1849) · p. Spalte 131-132

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
9 (3.3.1849)
Date
1849-03-03
Page
Spalte 131-132 (sequence 2)
Language
German
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isi Studien. Machasor von Algier. 132 Pajtctnim darunter, nämlich von S a l o m o h en G e b tr ol Jehuda Ha-Lewi, M oses ben Esra u. a. m., Namen, welche der mittelalterlichen hebräischen Literatur im Allgemeinen als den Ritualien insbesondere zum größten Schmucke gereichen. Biele dieser hier, befindlichen Gedichte befinden sich auch im Machasor von Avignon, welches reichhaltiger ist als das unsrige, und von Carpen tras. Manche derselben finden sich in alten spanischen Sammlungen. Verschiedene Stücke sind dieser Sammlung eigenthümlich, z. B. die vollständige moy ViD des Mos es ben Esra. (oergl. weiter unten.) Wir lassen hier ein spetisicirtes Verzeichnis) aller Pijutim folgen. 'Bevor wir dies thnn, wollen wir erst einige literaturhistorische Notizen voran schicken, die sich «ergänzend an früher von uns mitgetheilte anschließen sollen. Die fragmentarische Form wird der Leser uns nicht verübeln, da der ganze ,Aufsatz an und für sich auf Systematik kemen Anspruch machen soll und kann. Die Pijjutim bilden einen höchst wichtigen Beitrag zur Geschichte der Kultur und Literatur der Juden. Sie liefern also auch einen Beitrag zur Geschichte der Kultur im Allgemeinen. Das Gebet war bei den Juden von jeher ein wichtiger Punkt, und hierin zeichnen sie sich vor andern Völkern des Altecthums aus. Die Stellen, die sich im Talmud über das Gebet finden, sind interessant, und die Sammlung derselben verglichen mit denen anderer Weisen bei den verschiedenen Völkern wäre nützlich, viel, nützlicher als eine• Erklärung der Offenbarung Johannis. Eine -solche Sammlung wäre um so interessanter, da bis jetzt noch nichts darüber geschrieben ist, und für die Parallelen aus andern Philosophen lMte der Bearbeiter an Stäub lins Geschichte des Gebets eine gute literarische Hilfe und ein Späterer, der etwa Stäudlins Weck bearbeiten wollte, könnte wieder an diesem Aufs atze einen festen Anhaltspunkt finden. Folgende Stelle, die sich bei Jbn Schoeib in seinen rwn (S. 47 'b) findet, ist sehr interessant. Ec sagt: miü 6 JWV DIN Nip3 1JW D-wn ’D — — DDBjn hgj; N'rjj rrnru nbiysnmj; nw rtenn njn moron n^yo jn nw:nn mnyn o irn& oy nnntw wd Dy minno mriKO rwo uw t]un rbyo ^01 -irw dxi idn ' rw’-an rvbn nw lnViyo ü>yiD btyni 1DD1 f]Urj JtlD NW bsw "JD3 DDBUfl n^DOH O D'roi p^yn iwn jd pjuj lvi'pn nmi DON^nnt!' bl) Dl’n b k lUD DV-IDDD'- DD Dt>D rW ,1'M jIIW — — — .nb'bn Er spricht dort überhaupt über das Gebet, und man findet interessante Gedanken daselbst. Die alten Pajtanim genossen eines großen Aeisehens und wurden sowohl bei den französischen als bei dm maurischspanischen Schriftstellern oft Stellen aus ihren'Gedichten citirt als. Belege, sowohl für talmudische Ansichten, als für philosophische oder moralische Ansichten. Simorn ben Zemach Duran erwähnt so manche Stellen aus verschiedenen bekannten und ungenannten Dichtern. So z. B. in seinem Magen Abot (S. 7b): D'")DW 3"y -- "jnnNnr mm p)bxn nnx pro — Salomo ben Gebirol, Je hu da Ha-Lewi, Isaak ben.Ghajar, Abraham und Moses ben. Esra wurden besonders citirt.? Ihre, Pijutim wurden auch kommentirt. Verschiedene dieser Citationen haben wir weiter unten angeführt. Josef ben Chajim, der Verfasser des lehrreichen Reimlexikons, q?s nannt. d^DJ^ü byn, erwähnt manche Stelle aus alten Pajtanim. (Wir haben Auszüge aus diesem Werke vor langer Zeit an die Redaktion dieser Blätter gesandt.) Samuel Kimch i (vergl. weiter unten Note Nr. 6). Sam u el Useda in seincm/schätzbaren Kommentar zu Abot genannt (Venedig, 1579, 4) führt folgende Stelle an (S. 12 a). 'sirnxuV cnpiui mxün Qmmon,, P"O71 new iddi niNön peodi. pTDn . fwy bpba.?d mn pitd* 'ui mxucy ptfiny npiu nwy qipim — Auch Elasar Askari im Vorworte feines schätzbaren Buches Charedim hat folgende Stelle: 2), Es sei uns hier ertaubt, gelegentlich folgende Stelle mit einer Bemerkung begleitetet mit^utheilen. Sie ist aus einer Abhandlung in der Form eines Briefes geschrieben, von Jakob ben David Pro venzall aus Marseille und ist an R. David den Jehuda Messer Leon gerichtet. Der Brief selbst enthält nur einige Blätter. Die Handschrift, in der sich derselbe (Bibliotheque royale Nr. 343 ancien Fonds 4) findet, enthält noch einige andere Piecen. S. 134a der Handschrift lesen wir folgende Worte: jlttfb bp W') jllp h])2 UH\1 DDH £>-> 'D —- -- pntyn püyrw 'O 'NL7X1 pb bpn pDn m DDn .u\si ditdiwv o cdidi^dh hon O * nmy UD3 ntyp.’ nnx Pd .p ■w?n viDpn nu'Di:) «fbnn ’j'b\dr i'iimn D’DDmnv,'iW--jibböNi lüon'^o HDD31 DU'D HD33 ON1 HDD pbn fl O O1Q3N3 npbcfir 'm ubn nun» O b"\ woim vn. p mbi^n NsrinDD ubara n.n ’N-p’pbh pi bn^.i p üud^di^nvv m mbropi Mnnm [?] ^jn-in^ in??NL7 n"y po'Sm n'Sno ]i&6no ’bnj nsnp o^ru -.MN3 dhu □'»bn.i Einen Theil dieser Stelle hat Hr. Garmoly in Jo st's Annalen (1839, S. 54) mitgetheilt. Das \n.im ist unbekannt. Daß es nicht der Name des Dichters ist, bezeugen die dabei genannten Namen, es ist also der Name der Vaterstadt des Dichters. Wir sprechen die Vermuthung aus, daß es vielleicht ein Schreibfehler ist, mrd daß es heißen müßte^ NNi.1N1° Es wäre auf einen Dichter aus Girondi zu deuten. Ein vunU pNL' p NL7L7 'l wird als Dichter genannt. Von Isaak Lewi den Serachja Girondi finden sich Pijutim in Hamburger- Handschriften und im Machasor von Avignon.' Wir hab^n ein schönes Gedicht desselben weiter unten (s. Art. 111) aus den fiimß&yx rp mitgetheilt. Nachdem wir diese Zeilen geschrieben haben, finden wir in Zunz znr Geschichte und. Literatur (S. 466), daß Abraham B e d a r si in seiner rODnnDn 3”in den Umin erwähnt. Jedenfalls ist \rtfn .nur der Beiname des Dichters.

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