Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 8 (24.2.1849)
- Date
- 1849-02-24
- Page
- Spalte 121-122 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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121 Studien., Literarische Analekten. 122 83. 7. Aber mein Volk hängt dem Abfall von mir nach — und zu einem, .der eine Hoheit ist, rufen sie ihn — Zusammen! Der wird sie nicht erheben.* * * 7. 83. 8. Wie soll ich dich aber hingeben, Efrajim; dich auslkefern, Israel? Wie soll ich dich hingeben wie Adma, dich Zeboim gleichstellen? — Umkehrt sich, in mir, mein Herz! Eine Vereinigung! Ach, mein Mitleid ist entbrannt.8 83. 9. Nein, nicht will ich verfahren nach meinemZorngluth; nicht will ich Efraim wieder zu .Grunde richten; denn ein Gott bin ich; nicht aber ein Mensch. In deiner Mitte will ich kommen, ein Heiliger; nicht komme ich aber mit Feindseligkeit.9 83. 10. Ja, dem Allmächtigen werden sie folgen, der, wie ein Löwe seine Stimme erschallen läßt. Wenn Er seine Requisitionen eingetrieben. Der traurige Zustand, sagt der Prophet, ist ja schon da, wie wird es aussehen, wenn noch cgyptischr Hilfstruppen hinzu kommen? 7) Zu einem mächtigen Könige riefen-sie den 83. 1 und 2 erwähnten Egypter, dessen Hilfe p-^ ^pj ist, und der sie also nicht erheben kann, selbstständig zu werden. — hat hier den Sinn von Hinzuthun, wie 3 M. 18, 18. —* Daß man die Worte im V. 2. nicht auf die Israeliten bezog — sondern auf Propheten — so wie hier nicht auf den König von Egypten, wie es oben 7, 11; IN")p Ü'H&D heißt, verursachte, daß man by in unferm Verse als ]V6y nahm, oder zwang es nach Raschi, und D8VV (Ieromem) mußte für Dpi"")? (Jeromam) gelten oder für •iDpiT1 oder -inpprp* Der ganze siebente Vers wurde nun ein' allgemeiner Zwistapfel, weil man die Tendenz des ganzen Kapitels verfehlte. Daß die Schwierigkeiten sich jetzt ausgleichen, berechtigt uns, wie wir glauben, zu dieser Behauptung. Der Prophet hatte bei dem Worteby wahrscheinlich den Satz im Sinne, der bei David vorkommr, .— 2 Sam. 23, l — und der des KLü ig s Hoheit bezeichnet; unser by pKl soll, poetisch, eine Abkürzung sein für; Dpipj nr Und wenn -ipp hier nicht als Substantivum steht, ist es ebenso wahrscheinlich eine Ellipse für DDOu^, wie cs einige -Uebersetzer für '“irr* angenommen haben. — Der Sinn des Ausrufs -jpp ist: beide vereinte prellen die Israeliten und dabei hält das eine Schwert das andere in der Scheide. Der Sinn des ganzen siebenten Verses liegt klar vor Augen: will man, abtrünnig von Gott oder dessen Hilfe, menschliche Macht suchen, muß man sich ja wenigstens zu hohen Mächten hinwenden und so heißt es ja oben V. 5; Äschur ist ja schon sein König; mit diesem haben sie sich ja alliirt — wozu denn Egypten „rufen"? „Egypten wird sie aufnehmen. Memphis wird sie begraben; die Lustgebäude für ihr Silber u. s. w." Hos. 9, 6. 8) Der Prophet wiederholt den Ausruf ipp vom vorhergehenden Vers: Sie schaffen sich eine Vereinigung, um sich selbst vernichten zu lassen! Darob, sagt er, ist mein Mitleid entbrannt: Darob nDDJJ. Das Wort Iachad wäre sonst übirflüßig; nicht sprachgebräuchtich. — 9) Ser. 18, 8: nAriai Ty.— Das Wort nidn beziehet sich, poetisch, auch hinaus, als stände: ‘ryä kdn t^np.' —* Stimme erschallen lassen wird, werben die Söhne eilend — nach der Heimath — zurückkehren von Westen her." V. 11. Heimeilen von Egypten und vom Lande Aschur, wie — schnellfliegende — Vögel und Tauben." „Siehe, Ich will sie in ihre Häuser einsetzen", ist der Spruch des Allmächtigen. ' Hartw. Ph. Rse in Aarhus. * II. Die Phrase jrpN “pru (Deut. 21, 4) wurde schon früh verschiedentlich aufgefaßt. Maimüni (Komment, zur Mischna Sota 9, 5) übersetzt sie durch: starkströrueuden Fluß; hingegen übersetzen sie, nach Vorgang Raschi's (zur Mischna ci. a. O.) die meisten Ausleger durch ,,festen Boden^, d. i. einen Boden, der felsigt, unnrbar ist. So die LXX. yccQayya. die Vulgata: vallis aspera alque saxosa; Onkelos: "va Jonatan: *tq b)pn, so ferner Spencer (de legib. ritual, p. 321); B onfrcre, ClericuS; Simon (im Lex. Eichhornsche Ausg. Halle^ 1793 unter wobei bemerkenöwerth ist, daß derselbe Lexikograph unsere Stelle unter durch:. flirmts zurückgiebt. — Man trennt sich blos in der Auffassung des folgenden Nachsatzes: 12)}' bib u. s. w. Einige nehmen ihn als Apposition des vorangegangenen btU, so Josef (AG. I, 4),. er bezeichnet das Thal mit den Worten: elg cpuQayyoi y.ou dvmvTi]§nov agorqm y.ai cpvxoig %coQiov. — Hiergegen spricht einfach die grammatische Form; man erwartet hier eher das Präteritum, wie in V. 3 als das Futurum, welches nur in der poetischen Sprache, die Präsens- oder Persektbedeutnng hat. — Andere nehmen den Nachsatz als ein Verbot: Der Ort durfte nie mehr (vcrgl. Raschi zu Sota a. a. O.) bebaut, besäet werden. Beide Meinungen finden sich in der Tatmudstelle. — Fassen wir aber die übereinstimmende Auffassung von Pm ins Auge, so spricht hiergegen erstens die Konstruktion mit 2, denn Nüy vom Boden gebraucht wird stets mit dem einfachen Aknsativ konstruirt (Gen. 4,-2; Spr. 12, 11); zweitens kann in der Parallelstes Amos 5, 24 der Ausdruck jrpN “piu um vom Bache genommen werden; außerdem wird ]n\x in Ps. 74, 15 xcct s^oy7]v vom Strome gebraucht, in welcher Stelle über die Etymologie des kein Zweifel bleibt; drittens bezeichnet tTO in den meisten 10) Von Nordwest. Iba Esra. — heißt eigentlich von der offenen See her. — 11) Die sich nach ihren Nestern und Taubenschrägen sehnen. — 1 Sam. 16, 4. herbeieilen. — Ukber das Tetragrammaton, als derAllmächtige, sehe man unsre: „F o r sch u n g e n über .die Ueöerschriften der. Psalmen. Dazu Erläuterung der Gottesnamen u. s. w. Mit einem Vorworte d 6 n D r. Julius Fürst. Leipzig, 1846. .Bei C. L. Fritzsche."