Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 6 (10.2.1849)
- Date
- 1849-02-10
- Page
- Spalte 85-86 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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86 85 Studien. Biographie E. Levila's. Biographie des Elijja Levita, von R. I. Wunderbar. (Schluß.) Auch in Prag scheint Levita sich eine Zeit lang aufgehalteu zu haben, woselbst er mit Peter Basier eine hebräische Buchdruckerei zu gründen beabsichtigte und zu diesen! Behufe den in diesem Fache viel gewandten Paul Fagius (Büchlein genannt), der zur Zeit nicht nur als Orientalist, sondern auch als korrekter und geläufiger Abschreiber, — der für so manche Bibliothek schätzbare hebräische Manuskripte lieferte, — berühmt war, dahin beriefen. (Vergl. das am Schlüsse des Meturgeman abgedruckte Gedicht von Ahron Chabib, so wie die Notiz von Dr. Litienthal über die Gründung der Bibliothek zu München in der A. Z. d. I. 1839 und LB. d. Or. 1840 Nr. 1.) Vielleicht mag erst dieser Umstand die gegenseitige Bekanntschaft zwischen Levita und Fagius, woraus später ein so freundschaftliches Verhältnis sich zwischen denselben entspann, herbeigeführt haben. — Die Einladung vieler weltlicher und geistlicher Fürsten, selbst die des Königs von Frankreich, schlug er aus; doch folgte er 1540 (nicht 1538—40, wie Jost angiebt) dem Rufe des P a u l B n ch lein (FagiuS), Pastor zu Jsny, den er, wie wir eben bemerkt, bereits in Prag kennen gelernt zu haben schien, nach Jsny, wo er bis '1542 in Gemeinschaft mit demselben in sehr Lebhafter literarischer Thätigkeit verlebte. — Er veranstaltete daselbst nicht nur eine neue Auflage mancher seiner bereits'schon früher erschienenen Werke, sondern gab hier auch noch nachstehende Werke zum erstell Diät heraus: 1) ’nttfnn nDD, rcckbinisches Lexikon, worin 712 Wörter (nach dem Zahlenwerthe von ot^n) erklärt werden. Jsny 1541. (nV) snicht wie d\K5m '»noty Basel, %527 irrthümlich schreibt.^ Hebräisch ulld Lateinisch in 4. — Dieses Buch hat Levita. erst auf seiner Hinreise nach Jsny beendet, wie dieses ans nachstehenden Schlußworten des otbi zu ersehen ist, wo es heißt: niN^cen rtiyü dpn o njjd' onss> toi wnn too ■on *>nnno nwx -nrvnDn ns hpd , pnsPJiNDa -'ibpww ,'ubm “Bon rrn *b- Tran onlo o , run D'dcmi niyiui onrj pN yöob'inn npnn wo ■biso qnai . tjhd onoy, pN mn *idn wddn B ’innriD ]ton bN nh 8y D'nara ototf |n) -kw üomn hn n toet» ■opjD niNOß .Tiyrv hdind 'tmyns 'us\ , ob 6) Vorzüglich bereicherte er die jetzige Münchner Bibliothek mit manchen schätzbaren Manuskripten, die ihm der Gründer dieser Bibliothek, Joh. Alb. Widmannstadt, mit dem Beinamen Lueretius Suevius, fleißig abschreiben ließ. — ü'ttyü o if-iyr nr b djh , dooh vnt&r doddh nwby anp 'nraaon Dips ba? düijtd3 ctom non to ty d3dduw istidj nm niaipan bo qsnpw N^pn py ]ycb UW N3D1 3t0N UHW b N"!pN7 .□na Es folgt dann eine Berichtigung von mehren Wörtern. — Ich bemerke zugleich, daß dieser hier gegebene ganze PassnS summt den hierauf folgenden Berichtigungen und Zusätzen, in der zweiten Ausgabe des Tischbi (Basel, 1601, bei Conrad Waldkicch). wahrscheinlich aus leidigem Geize, um blos einige Typen sparen zu könnm, ausgelassen worden sind. — In der V orrede bemerkt der Verfasser, daß er sich jetzt auf die Gelegenheit, seine Werke in Jsny drucken zu können, sehr freue, da die Druckerei zu Venedig unter Vorstand des Daniel Bombergo bereits (1538) eingcgangen sei, und er schon im Begriff war, dieses sein Werk nach dem Auslände zu schicken, um es dort drucken zu lassen, welches aber Umstände halber unterblieb. — - Vorgcdachtem Buche geht ein poetisches Gedicht als Einleitung, so wie zwei Vorreden, eine in Reimen und die andere Ln Prosa voran. Charakteristisch ist in diesem Buche die freie Gesinnung unseres Levita über manchen im Judenthum eingewurzelten Aberglauben; so sagt er daselbst unter andern: auch von der Sage derLilith: □urom nwn nbuwu n-pd p isdii tornto Jnjon "]n , Dna poNa vd nano1? •»napi toi imN b'V 0 pDNDfi^' ’D uw to) U)WD. Daß er dagegen trotz dieser freien Gesinnung, in dem obig bezeichneten Manuskripte demungeachtet die mystische Bemerkung „o vs -pa , rton ba w: o wni nwx nNrn nwn niDN abw on naa^D" machen konnte,, mag daher rühren, weil dieses Omen einerseits seine ursprüngliche Begründung im Talmud Tr. Keritot sol. 6 , wo ein ähnliches vvnAbbaji als probalum angegeben wird, zu haben scheint; andererseits dieses auch von einigen berühmten Autoritäten der■ aw&n, wie R. Hüja Gaon, Ramban, Rceanati, Bachji, Jizchak Loria u. a. m. anerkannt wird, weshalb er dieser uralten Tradition nicht gern entgegen treten wollte; oder, was wahrscheinlicher ist, er wollte durch diese mystischen Worte seinen: kabbalistischen Manuskripte einen passenden mystischen Nimbus verleihen. — Die letzte Radix, welche hier von Levita im Buche Tischbi erklärt wird , ist die Radix rn2ü/V\", und zwar bemerkt er darüber, daß diese seine Erklärung ein Original sei, indem er sie unter seinen Vorgängern nirgends gefunden habe: run, nyb.) rmno rawnn rrb own □no. nriN pN) in'Nn nwn D'snDDn ba won ’Jni A01 nybi ntsnno own in^w Nnpa nub ^dd iblDV PD3 DJJB nn , und schreibt ihm dieses' (indem er lediglich Levita citirt), auch R. David de Pomis in seinem Lexikon wörtlich nach. Allein diese Erklärung 6 *