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Der Orient · 1849-02-03 · 5 (3.2.1849) · p. Spalte 71-72

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
5 (3.2.1849)
Date
1849-02-03
Page
Spalte 71-72 (sequence 4)
Language
German
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71 73 Studien. Biographie El. Levita's. ses Buches zu ersehen ist, hatte derselbe es bereits im I. 1517 (y"nT rw) fertig. Später (1536) gab Gell a st. Münster es mit lateinischer Uebersetzung zu Bafel in 8. heraus. ' - Ein Jahr darauf erschien daselbst in 4, und imJ. 1520 auch zu Pesaro, sein irp^N yiE>, auch rrw genannt, welches in dreizehn Reimbilderu, sammt Kommentar zu denselben, sänuntliche Lescrcgeln der hebräischen Sprache behandelt. Die Regeln der Syntax von demselben wurden später als Supplement zu obigem Werke unter dem Titel QWDn 'sNO zu Venedig gedruckt. — Nachdem er nun in Rom eine Reihe von 13 Jahren,' von denen er 10 in der unmittelbaren Behausung des Kardinals, von dem er für die Dauer dieser ganzen Zeit auch völlig pmsiouirt wurde, zubrachte und in ununterbrochener literarischer Thätigkeit zufrieden lebte, traf ihn abermals die Geistel des Krieges sehr hart..Er mußte nun (1527), in größte Dürftigkeit versetzt, aus der geplünderten Hauptstadt der Welt wiederum nach Venedig «'fließen. — Am heimathlicheu Heerd, von einer zahlreichen Familie umgeben, treffen wir auch mm unfern wackcrn Gelehrten, wenn auch dürftig , doch stets zufrieden und wohlgemnth an, und setzte derselbe feine literarische Thätigkeit, trotz mancher sich ihm darbietenden Schwierigkeiten und Nahrungssorgen, rüstig fort. — Eine lebhafte literarische Korrespondenz führte er unter Andern jetzt auch mit Sebastian Münster, Pastor und Professor an der Universität zu Basels der unfern Levita höchlichst ehrte und ihn gar vst in seinem Studium der hebr. Sprache und Literatur zu Rathe zog. Ein Brief von Elijja Levita an denselben unter dem Titel DTDD befindet sich abgedruckt in dem Kommentar des pr'”n §u D)Dy,3 welchen Sebast. Münster int Jahre 1531 zu Basel in 8. herausgab. Dieser 2) Dieser ausgezeichnete Gelehrte, dem die Theologie überhaupt vicle treffliche wissenschaftliche Schriften zu verdanken har, erwarb sich noch besonders ein großes Verdienst um die Beförderung der hebräisch, ra-bimschen Literatur. Die von (hm besorgten Ausgaben der miOpD unter dem Titel nslW ünpö, II Bände in Groß-Folio, fertig geschrieben im I. 1554 ('Yä'l WliriJ und gedruckt zu Basel, 1546 (W)j nupiy 1DD (Basel, J527) 5 'TI -py }CU (Basel, 1527) i nun nm rc. (Basel, 1529); >>mpv ntfi/C 'no HSD (Basel, 1533'; -,^0 'iSSofet, 1537); mrd nDE£> von Ibn Esra (Basel, 1532); Kommentar von demselben zum Dekalog (Basel, 1521), dito zu. Joel und Malachi (Basel, 1530), Kimchi's Kommentar zu Anws (Basel, 1531), und viele andere dergleichen hebräische Schriften zeichnen sich durch Korrektheit und Eleganz vorzüglich aus. — 3) In der Biographie von Ibn Esra in der allgemeinen Encyclopädie von Ersch und Gruber Th. 1. S. 79 'ff., welche auch in Sulamit VI. S. 403 ff. abgedrucke ist, wird dieser Kommentar zu Anros, worin Levita's Brief abgedruekt ist, trrtbümlich nicht dem p“n, sondern d em Ibn E sra zugeschrieben. Brief, in schön stylisirter hebr. Sprache geschrieben datirt Tltt v (1531), eutbält nachstehende,Pi ereil: 1) Notiz über die Stadt Tiberias, in welcher die Masou: j tcu und Punktatoren gelebt haben sollen. 2) lieber dir j jüdische Kurrent- und Qnadraischnft, die man gewöhn-f lieh Maschet (üwd) und Ketiba (^ND) nennt. 3.) S*in | Urtheil über die von Seb. Münster angekündigte liebersctznng des n$nn l^lD von Mos. Kimchi foimnt j Kommentar dazu von Levita. ~4) Eine flüchtige Kritik E über das von gedachtem Münster zu Basel bei Heim.^ Petrus im Jahre 1530 in sol. herausgegebene k. j braifch - lateinisch - griechische LVorterbuch betitelt j 5) Endlich bemerkt er, daß seine Werke: D^^nn bw D'SDHlP (wahrscheinlich da§ später herausgeg^ bene IQÜ-Nwj und mm minnttf nmn mbo m^lß (?) bereits zum Drucke, fertig liegen, und bittet \ sich in Basel nach einem Verleger derselben mit f zu sehen. — | Im I. 1539 (L28"i) erschien von demselben z>! Basel in 8, 16 Bogen, bei H. Petrus, durch Bei i Mittelung seines Freundes, des gedachten Seb. Mnnstcr der auch die Korrektur besorgte: 1) htddh riTD£ Abhandlungen und Regeln il6er die Masvra. Dassch zerfällt in zwei Hauptabschnitte, wovon jeder 10 Regel enthält. Dann folgt nachträglich unter dem Titel T n>n6 ein dritter Abschnitt, der von der masoretlsch Literatur sammt den bei derselben vorknmmendm 8! densarten, toc, memorial, und Abbreviaturen rc. hüi delt. Dieses Buch wird v on ihm durch drei verschieb Vorreden eingeleitet, und zwar sind zwei derselben Versen und eine in Prosa. In der zweiten derscll vertheidigt er sich zugleich gegen die Anschuldigung ci> ger Rabbiiren, die ihn dämm streng tadelten, weill die hebräische Sprache und Schrift an Nichtisraelil lehre; und beweiset aus dem Talmud, wie nach dem, ben nur die Ue b e r Lieferung der Lehre von d Kabbala, nicht aber das Lehren der hebr.si scheu Sprache und Literatur an Nichtl-raelii verboten sei. \. Qmm npy p-j, pN-nDM -N^i-- mmii nerpo , dtdd }m -pra/ nm hy , pi , nymb :jw , "idd; hddid — .^rai non btcw' nicrM , D^n^i mmn Nach diesem zu schließen, sollte man glauben, t Levita sich lediglich mit dem Unterrichte der hcbraisi Sprache, kriuesweges aber mit d e in k a b b a t i st t sch U u te rr icht e an Nichtisraeliten befaßt habe; all dem ist nicht so. Denn es existiren von demselben sehr viele kabbalistische Handschriften, die er für h Geistlichen abgeschrieben und sie ihnen gelehrt hü! So schrieb derselbe unter andern auch im I. ryy^ idd k/itd, bwn mo und E^D^n noDn- “idd i| Eleasar aus Worms für den gedachten Kardi^

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