Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 10 (1849)
- Issue
- Heft 5 (3.2.1849)
- Date
- 1849-02-03
- Page
- Seite 24 (sequence 7)
- Language
- German
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- 24 — angesehensten Vertreter noch bis in die setzte Zeit hinein nnö oft genug wiederholt hatten: daß daS eigentliche -Vaterland der Inden Jerusaleur sei und bleibe, und daß die Zukunft der Juden auf eine Wiederherstellung des Königreichs Jerusalem' gerichtet sei. Die Verfassungöurkundc des 5. Dee.welche in der treuen Erfüllung des königlichen Wortes zugleich eine große und allseitige Versöhnung aller Richtungen und Elemente dcS Staatslebcns bezweckte, fonntc auch die gleichgestellte Zugehörigkeit der Juden zn unserm Staat in keiner Weise wieder in Frage setzen wollen. . Der neue Staat mußte anuehrnen, daß er die Juden, denen er den 'bürgerlichen Hcerd gesichert, denen er ein Vaterland gegeben, die er mit den Heimaths- und Vcrtrauenöbanden der Natio- - nalität an sich zu schließen gesucht hat, nun auch unter den Reihen seiner besten Burger künftig erblicken werde. ES ist eine befreindliche und alle Berechnung der Politik, . wie der Humanität nicdcrfchlagende Thatsache, daß dies keineöwegcs in dem überwiegenden Grade, .in dem man cS erwarten durfte, eingctroffcn zu fein scheint. Daö ' eigcuthümliche korostve Opposrtionögist, rvelches früher vorzugsweise mit dem Beinamen dcö jüdischen bezeichnet zn werden pflegte, scheint dem Staat und der Gesellschaft auch jetzt nicht erspart worden zu. sein. Viele unserer jüdischen Mitbürger glauben, nachdem sie unbedingte Aufnahme in den' Staat gefunden, ihre ersten Bürgerthatcn wieder darin suchet: zu müsset:, daß sie die Existenz des preußischen Staats ans das Spiet setzen helfen, und sich bei allen möglichen Schritten und Versuchen bethciligen, welche nur dazu bicucit können, die Grnndvesten unseres StaatölebenS abermals anzunagcn unb zuzerfressen. Schon den Sommer über, hatte die Berliner Straßendcmokratie, und was mit ihr znsauuncnhing und ans ihr folgte,, gerade au Inden ihre Träger und Organe gefunden. Für der: wohlgcsiunten, an dem neuen Staatövcrbande :u:d dem König aufrichtig härlger:den Juden, rnußte es eine schmerzliche Erfahrung sein, gerade seine GlaubcnSgcitoffen überall da in der vordersten Reihe thätig zu erblicken, wo es sich darun: handelte, den Staat ans seiner ordnnr:görnäßigen Bahr: wieder heranöznwcrfen, seinen gesetzlichen Wiederaufbau zu hindern und seinen Stand von jenengefährlichen Volte-Schlagen der clnarchischen Parteien abhängig zu machen! Wein: jüdische Agitatoren ein besonderes Talent habet:, auf die Zer-, rüttung zu fpekutiren, und den moralischen :n:d politischen Staatöbangucrott« hcrbeizuführen, so konnte dies eine zufällige,, mit dem jüdischen Charakter gar nicht zusammcnhättgende Erscheinung sein.. Die Erscheinung hat sich aber auch jetzt wieder in einem überraschenden Maaße, gezeigt, nachden: die Verfässungsnrkunde des 5. Deccmber den Abgrund der Revolution geschtosse>: und auf der breitester: und unzweifelhaftesten Grundlage die Rechte dcS Volkes^ in allen Kreisen des Staatölcbens verbrieft hatte. . Die Wahl-Kommitv's, welche sich seitdem besonders in der Absicht gebildet, der Giltigkeit der Verfassung und ihrer Einführung entgegen zu wirken, sind in der Hauptstadt sowohl, wie in den Provinzen vorzugsweise von Juden gestiftet worden, wie die bekanntet: Namen, welche sich unter ihren Manifesten und sogenannten Programmen unterzcichrwt finden, offenkundig Anzeigen. Jüdische Agitatoren sind cs, welche auch daS Verfassurrgswerk des 5. Decen:bcr durch ihre beispiellosen Wühlereien zu untergraben trachten, und die den spitzfindiger: Gedanken ansgeheckt haben, daß man die Abgeordneten bei ihrer Wahl zu einem Protest gegen die Verfassung, mithin zu einer Vernichtung derselbe!: unb ju einer neuen Revolntionirnng des ganzen Lar:dcs verpflichten könne. Aus den Provir:zen hört man bereits durch die Zeitungen, daß in gewissen Gegenden, wo die jüdischen Bcvötkcrnngen dichter nebeneinander stehen, nur demokratische Kanditaten vom bester: Wasser Aussicht haben werden, für die Kammern aus der: Wahlen hcrvorzngehm. Wo mar, in den-Provinzen auf Emissäre stößt, -welche jetzt ir Umsturz-Angelegenheiten .das Land durchstreifen, kam inan darauf rechnen, daß die Geschicktesten und Vcrschlnitztcstcr: unter ihnen Juden sind. . Ein so überwiegendes Talent, dem Staat zu schaden und gefährlich zi werden, wie es sich vorzugsweise bei dem jüdischer: Thci unserer Bevölkerung auszubilden angefangen, muß tm« in der That stutzig machen und Betrachtungen aller Ar wachrusen. Man hatte früher geglaubt, daß die politisch Emancipation die Juden eher konservativ als rcvolutienci machen werde, eine Ansicht, welche auf daö betriebun erwerbsamc Wesen des jüdischen Charakters vorzüglic basirt seit: konnte. Aber die Erfahrungen der letzten Zc scheinen diese Annahme zu Schanden machen zu wollen Es' versteht sich, daß der neue Staat sich in seinen kor stitntioncllcn Verpflichtungen, welche er auch gegen d . Inder: übernommen," dadurch feinen Augenblick beirre lassen darf. Es ist vielmehr seine Aufgabe sich so nr verrückbar fest auszubitdeu und hinzustellen, daß er auc gegen die neuen Feinde, welche er sich durch seine Weh 'thaten und durch sei'us Anerkennungder Volksrechte ci worbenunangreifbar gesichert sei. Den jüdischen Ag tatcrcn und Wühlern, aber, in welchen Central-Loka Provinzial- und Bezickskounnite's sie auch ihren Sr haben mögen, geben wir zu bedenken: daß sie nid blos gegen den Staat (denn nach dieser Seite hin wo len wir schon mit ihnen * fertig Werder:), sondern au, . gegen die Gesammtheit ihrer jüdischen Glanbensgcnossc eine schwere Verantwortlichkeit auf sich tadcn, ir:den: s die alten Vorurtheile der christlichen Bevölkerung gcgr das Juventhuu: von Neuem ausreizen dürsten. D Staat kann sich nachsager:, daß er-seinerseits zur Uebe Windung und Abwendung dieser Vorurtheile Alles gethan. Die,,Zeitungshalle^ vom 18.Januar schreibt dageg, - als Widerlegung-: ,,Unsere heutige. ,,.Voßische^,. fürder, mit -jedem Tage-.zunehmeude GesinnungSgerrreinheit eine