Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 4 (27.1.1849)
- Date
- 1849-01-27
- Page
- Spalte 57-58 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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57 Kritiken. Faffel's Lugend- und Rechtslehre. n^DH y; Uebertreibung, Hyperbel. Vergl. Kimchi zu Jerem. 45, 27*. jopbn yi, biblischer Sprachgebrauch. Ebendas. 17, 1 zuweilen auch p&y'pn „TOD genannt. bhl yi im Allgemeinen, Gegensatz von xjd y~j, D~)D yi, fo viel als inj UD [iCJ'V (vergl. d. 31.). -I'fcyri na>!>D im dichterischer Ausdruck. Kimch i zri Ierem. 15, 18. nin^ yN eleganter Ausdruck'" (vgl. d. 31, pt^ ly ^gn map im kurzer Ausdruck, wo das verbindende Waw Fl) fehlt. Ibn Esra Zachot S. 71 a. Ed- Lippmann. Eben Bochan des Men ach em ben Sa lomo Art. Immanuel ben Salomo, der bekannte Verfasser der Machbcrot, hat in seinem jro pN (Hauptstück 1. Kap. 16) diese Stellen gesammelt. Kimchi braucht den Ausdruck rnswn V) "OM, welches deutlicher iss. yi Vocaeiv» Kimchi zu Ier>nn. 17, 3. yi uneigentlichec Ausdruck. Kimchi zu Jev* 17, 16, 6. yn Gegensatz. Vergl. Kimchi zu Ier. 17, 2. -yn ,1^ y O,1 bei den spanischen Grammatikern. Bei den französischen Grammatikern ist -jniül HJTD üblich. Ebenso yijtt'JJptf. Hie undda yyi yp.17 Man siehet, die spanischen Grammatiker haben die Sache begeifflich gefaßt, die französischen haben sich zum Begriff nicht erhoben und bezeichnten die Sache mehr rhetorisch als streng wiffenschaftlich. Der Leser ersiehet aus diesen Proben ohngesähr, daß in einem solchen Verzeichnisse zugleich ein Theil der Geschichte der Grammatik liegt. Wir verlassen diese Arbeit -beö Hrn. L. und sprechen ohne alle Animosität unsere Ansicht aus, daß dieselbe uns Nationale (Nr. 343 an eien Fonds und Nr. 242 äncien Fonds), scheint den Bibliographen nicht bekannt geworden zu 'siin. Zunz (Additamente S. 324) erwähnt denselben nicht. 16) Es wird auch für sinnbildlich gebraucht. So lesen wir in dem Kommentar des Moses Narbonni (BF biiotheque nationale Nr. 280 an eien Fonds) zu FD\N 8« der Stelle xy boits1tö TOD /l7 \JJfU die Worte nDN mno nrcnrDi nyi nw mns yn. „Die Talmudlsteri sagten in eleganter Weise die Stelle „er gab mich in- Händen wo ich nicht bestehen kann" [fei anzuwenden^ auf eine böse Frau, die eine große Mitgift hat". 17) E b e n B o ch a n Art. pn. * rwp y« *idjT wn pn ♦ oddux mied mm pnn yty k * ttwn d^dnti nicw ü'bym nm d^jid |d "u&ro,, rbo üidxrapn ri« ubto irtayD? y mxrpD nnpyn niyün nnmor nnm mbon -WN.i nmi |tn mso rbm n« utro iDDvxx in:n'.-wD no ■■ "NmiDi «Dtbp pddx„ obpaux;rup Di.nm psn ösn o idind vhyo nnuon jran )byi ."«yyß '* yo nan-'rtem * yp yiy yo ’ D«-.n nou nniDbTD^ ")D)no nnpijn nytou mmoi .msD tjyon nmta mpyi 5L durchaus nicht befriedigt hatwir sehen seiner Biographie des David Kimchi entgegen mit dem Wunsche, mehrStudien und weniger Unbeachtung Anderer dann zu finden als wir von demselben gewohnt sind. Kurze Ueberfichten. 4) BSDWD) pis, Tugend- und Rechtslehre, bearbeitet nach den PrinciPien des Talmuds, und nach der Form der Philosophie. Von Hirsch B. Fasset, Rabbiner zu Projmiß. Wien, 1848, 8. (Beurtheilt von Dv. M. Duschak.) Zweiter Artikel.* Ein harter Kampf ist gegen das Judenthum allen Zeiten gekämpft worden - das Christenthum stand und sieht nur mit hochfliegenden Fahnen, seinen Angriff verwegen rach den Quellen der jüdischen Religion tragend. Ritual-und Moralgesetze der Juden sind nicht nur oft lächerlich gemacht, sondern aller Humanität und Wahrheit, zuwider verschrieen und verlästert worden. Einzelne Sätze und individuelle Aeußerungen, aus dem Zusammenhänge gerissen, wurden oft mit dem Brandmal der Unsittlichkeit gebrandmarkt, und so der Stab über das ganze Judenthum gebrochen. Mit Freuden begrüßen wir daher das genannte Werk, welches die Tugend- und Rechtslehre nach den Principien des Talmuds bearbeitet und beleuchtet, und müssen wir es dem Verf. Dank wissen, daß er für das Judenthum eine Lanze des Geistes gebrochen. — Viele Gefangene haben der neuerwachten Zeit ihreFreiheit zu verdanken, wenn auch viele andere wieder ihre Gefangenschaftauch dieses Werk lag mehr als 20 Wochen in der Gefangenschaft der Censur, in dieser Anstalt zur Erhaltung der dumpfen i^eistesbefangenheit und Unwissenheit u. unter dem Vorwände, sittenverderbende Schriften zu hindern, hätte man dieser Lugend- und Rechtslehre gewiß auch Gewalt angethan. Und so sehen wir es auch für einen Gewinn an, daß dieses Werk durch die heran gebrochene Neuzeit frei von der Tyrannei der Censur erschien.- Was den Titel des Werkes betrifft, hätte der Verfasser mcht unbestimmt „nach der Form der Philosophie", sondern, sagen sollen, nach der Form von Krugs Philosophie, oder schlechthin nach philosophischer Form. In der Einleitung des Werkes beginnt der Verf. mit den Worten Micha 18, 6: „Er hat dir kund gethan v Mensch was gut ist, und was Gott fordert von dir: Gerechtigkeit üben, die Tugend lieben, und einen bescheidenen (religiösen) Wandel mit Gott, deinem Herrn. (Gehört Bescheidenheit nicht in den Umfang der Tugend? —) „Durch 3 Dinge besteht die Welt : durch die Lora, Gerechtigkeit (Objekt der *) Der erste Artikel über dieses Werk, mehr über die Anlage der Rechtslehre sich ersteckend, findet sich km LB. d. Or. vorigen Jahres, Nr. 48 und ist von dem Red.