Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 4 (27.1.1849)
- Date
- 1849-01-27
- Page
- Spalte 53-54 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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53 54 Kritiken. Kimchi^s Wurzelbuch. Kriegs-Unruhen den größten TheiL seines Vermögens verloren halte, und begab sich wieder nach Venedig. Endlich verließ er auch diese Stadt im I. 1511 und langte, nachdem er höchst wahrscheinlich einige Jahre in deren Umgegend planlos umhergeirrt hatte, im 1.1514 (nach Jost und Zunz aber schon im I. 1512) in Rom an., wo der Cardinal Egidio vom Augustinerorden sein Beschützer und Freund , ward rind sich von ihm in der hebräischen Sprache und Literatur unterweisen ließ. (Fortsetzung folgt.) Hebräische Lexikographie. 'io D'piojn oj> 'NDp PP1' p m 'nP awiwn ISO V'i rA Hebräisches Wörterbuch von David Kimchi mit Ansätzen von Elijja ha-Lewi. Herausgegeben v. I. H. R. Biese n t h a C und F. Lebrecht° Berlin, 1847, 4. 447. ...LU. bei Bethge. Nebst zwei Blätter Glossarium der Kunstwörter Angezeigt von Leopold Dukes«. (Fortsetzung und Schluß.) Fragen wir nun unsere Leser, wozu eigentlich eine Sammlung von Kunstwörtern" nütze ist, so haben wir eine doppelte Antwort zu geben. Sie nützt a) für die Geschichte ded Sprache an und für sich, und b) für dir Geschichte der Entwickelung der menschlichen Begriffe. Als Beitrag zur Geschichte Erhalten sie ihren Werth und ihre Ansprüche auf Aufbewahrung, so gut wie die alten Pantoffel von Luther, die die Frankfurter Bibliothek den Fremden zeigt, oder das alte Wams von Gustav Adolph, welches man in Wien im Zeughaus vorgezeigt bekommen hat. Wenn wir ein Wort über Kunstwörter überhaupt voranschicken, so würde es manchem Leser vielleicht nicht unwillkommen sein. Kunstwörter sind die Handhaben des Gedankens, die Etiquetten der Begriffe, es sind die Zeichen, womit sich die Fachgenoffen verständigen. Sie vervielfältigen sich mit dem wirklichen oder vermeintlichen Amvachs der Begriffe und Anschauugen. Alle neuen Systeme bringen auch neue Kunstwörter in Umlauf, wenn auch die Ideen nicht neu sind. Man denke nur an die Masse von neuen Wörtern, welche seit der Ka ntischen Philosophie in Umlauf gekommen sind. Man denke 10) Wir bemerken hier gelegentlich, daß die hebräischen Philosophen für Kunstwörter nach dem Verbilde der arabischen Gelehrten nODDH wrnien. So der Uebersctzer des nibD in der Einleitung desselben. Es ist dies das arabische (vcrgl. auch Notices et extraits X. 62 Art. I st Nach). die Masse von neuen grammatischen Benennungen, die seit dem Erscheinen der Grammatiken von Jakob Grimm und Becker in Umlauf gesetzt wurden. Alle Jahre wechseln die Kunstwörter, und dies erschwert zum Theil das Studium. Daß sich die Kunstwörter ändern, liegt in der Natur der Sache. Sie sind durch die Veränderung der Begriffe bedingt. Eine Vergleichung der Kunstwörter untereinander, sowohl van verschiedenen Sprachen als von verschiedenen Zeiten, gewährt das größte Interesse für den Forscher. Man sieht daraus am deutlichsten, welcher Begriff m der Benennung vorwaltend war. Z. B. die Benennung Nomen,' Hauptwort. Das hebräische DtSf und das lateinische Nomen bezeichnen diesen Begriff von Seiten seiner Wesenheit, Namen, Benennung^ sie sagen uns nur, was dasjenige, was wir Hauptwort nennen, an und für sich ist, ohne Rücksicht zu nehmen aus das was es in seiner Stellung zum Satze selbst ist. Die deutsche Bezeichnung Hauptwort, drückt die Stellung desselben zum Satze auch giebt aber nicht das Wesen desselben. Der Mangel an Kunstwörtern macht sich oft fühlbar. So z. B. fehlt im Hebräischen ein Wort für Etymologie," obwohl nicht an Etymologen. In gewisser Beziehung, hätte man das Wort dafür brauchen können, und die Talmudisten scheinen es wirklich gebraucht zu haben,12 da aber das Wort anderseits seine feste. Bedeutung angenommen hat, so ist es doch mißlich, dieses Wort in diesem Sinn zu gebrauchen. Es macht große Verwirrung, wenn dasselbe Wort seine Bedeutung als Kunstwort ändert, oder wenn in zwei nahe verwandten Wissenschaften dieselben Worte zwei verschiedene Bederttungen haben. In dem |y»j)n nfe des Maimuni findet man oft ein solches Zusammentreffen zwischen Logik und Grammatik." Das meistgebrauchte behält die Oberhand, das mindergebrauchte bleibt dann nur historisch interessant. 11) Vergl. unsere Entwickelung dieses Begriffs in dem LB. dfs Orients 1848. Nr. 41. 42. i‘l) Zalkut Pentateuch §. 42. , Darren aniDn t6) L717QN m num to /w nnu’ nt m ins? bnp nV - Es ist dort die Rede von der biblischen Etymologie des Wortes nch welches mit in Beziehung gefetzt ist, die Lalniudisten bemerken, daß etymologisch müßte es ^rrO’1 heißen, und. das hier gebrauchte Wort heißt doch nichts anderes als Etymologie. Das des Menachem ben S eruß könnte vielleicht auch Etymologen bedeuten. 13) Wir lassen hier eine hierhergehörige Stelle aus A lgazali's (Bibliotheque nationale Nr. 93. bratoire 101 b) folgen, mtt bjnDpbrin nrmn ’jrin pVn Pi * ninni , n^>D Pytsn Kip1 n” Jt’jmnt iDsysn^ U’Jjjbq niNHD Hd1 ^yisni d^hd int* moKi dwjh id -|i? idnj nt^vso o rwn nJtin:» nt bj>3 no "|P id«j uwdi nm^nn nv^mi pin ~"t mDW) T’T rux pp ->dm rpttwin ncbm run maw