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Der Orient · 1849-01-27 · 4 (27.1.1849) · p. Spalte 51-52

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
4 (27.1.1849)
Date
1849-01-27
Page
Spalte 51-52 (sequence 2)
Language
German
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51 Studien. - Biographie E/Levlta's. 52 also im Jahre 1477 geboren fd.1 Jost und Zunz - (erstcrer in fcinci: Geschichte des isr. Volkes, II. S. 459 und letzterer in der neuesten Austage des Brockhaus'Mn Convers. Lexikons, Bd. 8. 8. v.) geben das Geburtsjahr desselben 1472 an. Meiner Ansicht nach aber ist es um das Jahr 1471 festzusetzen. Denn Levita sagt in seiner Vorrede zur zweiten Ausgabe des Bachur: hn^ud prn tun ntoa mw d'jq-w p toi, und fährt fort: THK 'n irrin rum, d. i. bis zum Jahre 1541, cpyaty pa un nm NM nr n^;, ohlw Zweifel genau 70 Jahre, und das Wort ,,pa" ist wahrscheinlich nur eine Wortanspielung auf Misch na Bcrachot I. 5. Mithin ist sein Abgang von Venedig um 1511 und dessen Geburtsjahr um 1471 zu setzen. Ebenso bin ich auch nicht geneigt, in Betreff der Ankunft Levita's in Rom, mit Jost und Zunz, (die cs um 1512 angeben) überein zu stimmen, und glaube vielmehr, daß es das Jahr 1514 gewesen sei. Denn Levita selbst sagt in seiner II. Vorrede zu miDDn mm daß er zu Rom im Jahre 1527 (im Jahre ‘iFd) ausgeplündert worden ist, und diese Stadt in größter Roth verlassen mußte; nun hat derselbe sich aber daselbst im ganzen nur 13 Jahre aufgehalten, mithin ist er im Jahre 1514 zu Rom angekommen. Zwar schreibt Levita in der Vorrede zu Tischbi daß er mit dem Kardinal 13 Jahre zusammen gelebt habe (^Nlmpn toi toap nsw n-iy ts^ t&n d j;?moy *wn), wo also allerdings möglich erscheint, daß er noch außerdem 2 Jahre privatim in Rom gelebt haben könnte; allein aus der II. Vorrede zu Maseret Ha-Masora geht ziemlich bestimmt hervor, daß Levita diese 13 Jahre als in Rom anwesend, mithin also als mit dem Cardinal zusa m m en leben d zu. meinen.scheint, indem er bei diesem als wirklich wohnend daselbst nur ein Zeitraum von circa zehn Jahren angiebt (ijyj/ai rnoy irroa H’Dn U'SW)r also außerdem noch drei 1) Der, Jrrthum der Letztem mag wohl größtentheils daher rühren,, das; sie das „toi rOT p„ in der Vorrede der zweiten Ausgabe des Bachur mißverstanden haben; indem sie glaubten, daß dieserjjjy sich auf, die Zeit der Abfassung der ersten Ausgabe des Bachur beziehe; und da diese (nach der Vorrede zur 1. Ausgabe) im Jahre 1517 geschah, deshalb schließen sie, daß .imnnaa rav P'ptfif P TO rtftso. Allein ihr Jrrthum ist einleuchtend; denn erstens existirt von demselben selbst keine zweite Ausgabe v. I. 1547, da er zu dieser Zeit sich bereits ganz und gar von der literarischen Thätigkeit zurückgezogen und ln den Ruhestand begeben hatte; zweitens aber würde er nach dieser Annahme im Jahre 1541 nur 64 Jahre zurückgelegt haben, was höchst unwahrscheinlich ist. (Vergl. seine Vorrede zu Djjtf 21D, die im I 1538 geschrieben isb) Allem Anscheine nach, bezieht das gedachte cymtt p HW llch l ediglich auf nts^nilD pH '»DIN1 ntoa, welches meiner Ansicht nach, sich auf das Jahr 1511 bezieht.) (Siehe weiter unten.) — Jahre privatim, im ganzen aber um 13 Jahre in Rom lebte. (Bergt, auch Paul FagiuS Vorrede zu feinem im I. 1542 zu Jsuy Herausgegebmem Buche Nomcncl. Hebr., wo derselbe gleichfalls nur vou einem dreizehnjährigen Aufenthalte Levita's in Rom spricht. — Ohne Zweifel habe Levita bei feinem Abgänge von Venedig im I. 1511 erst mehre Reisen nach verschiedenen Ortschaften gemacht, bis der Zufall ihn endlich nach Rom im I. 1514 führte; waö schon ans den Worten seiner II. Vorrede zu Mas. Ha-Mas. hervorzugehen scheint, indem daselbst nicht von einer planmäßigen Hinreise von Venedig nach Rom, sondern nur von einer zufälligen Pilgerschaft dahin, die Rede ist. „toi TW 'Nttai, nDipD rw totj/1, oto mia nto, D*bn P toi ’Dn ux". — Kehren wir zu unserm Levita in seinem Jünglingsalter. In Venedig erhielt er seine jugendliche Erziehung und zeigte schon früh treffliche Anlagen ,nnb emsigen Fleiß mit besonderer Vorliebe für das Studium der hebräischen Sprache. Er heirathete daselbst früh und nährte sich, wie es scheint, lediglich vou dem Privatunterrichte in der hebr. Sprache. -— Schon in seinem Jünglingsalter versuchte er seine Kräfte auf dem Felde der hebr» Sprache und Literatur, und verfaßte, unter Anderem: Kritische Bemerkungen zu dem grammatischen Buche nm nno von Mo ses K i euch i, welche >cr sammt dieser Grammatik unmittelbar mach dem ersten Erscheinen! des Kommentars des toö, 8U Padua, und daun 1507 (TdS) sulcht io’S wie da§ TiD nnnn schreib^ zu Ferrara in 8 erscheinen ließ. — Seinen Kommentar zum" ^no . üon gedachtem M ofe s Kimchi mag er zum Thcil schon bereits vor 1500 (dS), und zwar in einem Alter von 27Jahren, entworfen und um 1500 ohne Zweifel benfetOen ganz fertig gehabt haben, wie dieses aus intoö anao zu ersehen ist; doch konnte er diesen erst im Jahre 1504 zu Padua, und zwar auf Verlangen und wahrscheinlich auch mit Unterstützung seiner Schüler, wie cs in der Vorrede zu demselben Buche heißt: „riM , rrvon nhns ppa ^pum H^nD -WNa, 'nur& aabn nr, mto mo-', heransgeben, und in kurzer Jert war die Auflage vergriffen, so daß schon 1508 zu Pesaro in 4 wiederum dieser ‘fpDD und der Kommentar dazu von Levita, wie auch noch mit Erläuterungen von R. Salomo Posen erschienen ist. — Im Jahre 1504 bis 1509 treffen wir ihn in Padua an, woselbst er mit seiner Familie lebte und mehre Personen der hohen Geistlichkeit in der hebr. Sprache und Literatur unterrichtete. .Der Krieg jedoch, welcher im Jahre 1509 in Italien wüthete, veranlaßte, daß die Stadt Padua nach ihrer gewaltsamen Eroberung endlich der Plünderung preisgegeben wurde. Und so verließ denn nun unser Levita dieselbe, nachdem ec durch diese

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