Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 3 (20.1.1849)
- Date
- 1849-01-20
- Page
- Spalte 45-46 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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45" Studien. Du. Frankel's Sündenregister 46 Streben und meine -Leistungen bei einer kleinen, eigenen Bibliothek bester würdigen. Ich muß mich hierüber noch offener aussprechen. Seit 7 Jahren lebe ich in ganz kleinen Städten , die gar keine Bibliotheken besitzen, nur unter Ungelehr-" ten, die gar keine Bücher gebrauchen, und noch dazu unter ungelehrten Juden, die der jüdischen Wissenschaft zwiefach abhold, einmal aus inwohnender Apathie: fo^py 'l IDK ... n'n 'b pv ’D ~id?n hw pNn dj? wnira, und dann, weil sie Nichts einbringt. Was ich also nicht selber mir angeschafft habe und noch anschaffe, kann von mir, wie bereits LB. Nr. 48 Jahrg.,! 846 bemerkt ist, zur Einsicht nicht erlangt werden, so daß ich, wenn auch in etwas andern: Sinne sagen muß: onuiia mecam porto. Selbst die Bibliotheca k-Iebraeaüon Wolf oder von Fürst, welche beide für einen mäßigen Preis mir gleichfalls erwünscht kämen, besitze ich nicht, erhalte sie auch nicht zum Nachschlagen. Also kann Wolf mein Gewährsmann nicht sein, auch Heilpern ist es nicht, wail dieser nach meiner Ueberzeugung nur bei den Dbv-ilDis'l DW’Jn Großes leistet, nicht aber bei den DUnriN\ Ich hatte überhaupt gar keinen Gewährsmann bei diesen meinen Arbeiten, selbst nicht den von mir oft citirten und gar sehr geschätzten Asnlai, benutzte auch nicht irgend eine von einem Idioten gehörte nnyjJB; sondern schöpfre alle 24 gelieferte Biographien aus den Quellen selbst, durchlas gar viele starkbändige Quartanten und Folianten von mit der Feder in der Hand, um sogleich jede mir nützlich scheinende Stelle zu notiren, und schrieb also auch Biographien nur derjenigen Männer, deren Werke mir zu Gebote standen. Die Notizen können dem Hcn. Dr. B. zur Einsicht zugesandt werden. Unter derselben Chiffre 2 zweifelt Hr. Dr. B. ohne irgend eine Begründung, ob Gedichte und eine Abhandlung über Gifte verfaßt (richtiger: „in's Hebräische übersetzt^) habe, schreibt erstere dem Jakob ben Mose ha- Levi in Venedig zu, und macht mir den Vorwurf dem De Rosst gefolgt, oder wie er sich deutlicher und treffender ausdrückt, nach ge schrie be n za haben. Jeder Leser wird beim Durchblicken der erwähnten Biographie sofort wahrnehmen, daß sie nur aus der Quelle selbst, nameytlich aus den WnD MnJO geschöpft sei; jeder Mann wird ferner für vorwurfsfrei erachten, wenn ich De Rosst nicht ganz unbeachtet gelassen, und das aus ihm Entnommene u n t e r se i n e m Namen a u sdrücklich anführe. Warum gerade Hr. Dr. B., dem ich so. unbekannt wie er mir, mit etwas versteckt beißenden Worten gegen mich auftritt, begreife wer da will! — Doch der Wahrheit gemäß gestehe ich, - durch diesen Angriff auf einen Umstand aufmerksam gemacht worden zu sein, der wohl einer genaueren Untersuchung werth. Vielleicht ist der im pV'-yio G. 115 erwähnte ^rj Dpjr 'lilE) identisch mit dem vom Hrm Dr. B. angeführten Jakob ben Mose ha-Levi aus Venedig, darchwelche Identität der Wohnort des Salomo Kohen und vielleicht gar der Geburtsort des Sohnes, des I o s e f Ko t o n, nachgewiesen, und meine im LB. Nr. 23 oder 24 Jahrg. 1848 aufgestellte Hypothese verworfen wäre. Zu der Berichtigung Nr. 3 diene folgende Bemerkung. Ich habe die D'D 'wn des Chiskijja we^er je gesehen, noch besessen, und dies Werk nach der auch in der Biographie genau angegebenen Stelle im spyi ‘"iND S5£* 46 b angeführt, woselbst Folgendes zu lesen: %rD NnW .... (nV'D -’jty p^n ns nnnon bpi) 'i ''v □1in D'D Wenn nun dieses Werk auch O'>rvN'>N und nW über otl V» HNi enthält, so finden sich daselbst, nach dem eigenen Geständnisse des Hrn. Dr. B., der das Werk wahrscheinlich besitzt, mehre Gutachten zum D^n miN, und meine Angabe ist deshalb noch nicht unrichtig. Unter 6 wird angegeben, daß die nW ichon 1575 in Lublin gedruckt worden, ich hingegen sündigte und erwähnte nur die sorgfältig von wir durchgelesene Fürther Ausgabe, obschon mir auf niZW* und in manchem n'3 viele andere unter die Hände gekommen, weil zur Zeit nur diese eine mir Vorgelegen. — Dann schreibt Hr. Dr. B.: "w niüirD by ist gar nicht erschienen", worin ihm jeder vollkommen beipflichtet, weil dergl. n")££/ auch nicht erscheinen können, jedoch die nDirD by WW' soll nach Angabe des von mir an jener Stelle citirten Heilpern erschienen sein. Allein ich will und darf nicht Unrecht mit Unrecht vergelten, und die.Schuld des Setzers, der für die Typen gegriffen, dem Hr. Dr. B. anrechnen, wie derselbe einige Zeilen weiter das vom Seher übersehene Wörtchen „nicht" mir zur Last legt. Ich muß die ganze Stelle anführen, um den geschätzten Leser zu überzeugen, daß der Druckfehler leicht zu merken, und begreife wirklich nicht, wie Hr. Dr. B., dessen Wissen und Charakter mir zwar unbekannt, aber in jeder Beziehung ehrenwerth ist, auf eine so ungerechte Weise gegen mich verfahren kann. Ich sagte nämlich über bwiTlID* „War er auch der Wissenschaft und namentlich der Philosophie abhold) so kann er dock weder zu den Finsterlingen noch zu den Erschwerenden gerechnet werden. . . . Zur Bestätigung dieser Behauptung vergleiche man das 72. G.< in welchem er unbedeckten Hauptes zu essen und zu studireu nicht verbietet . . . .".Hier hat nun der Setzer das Wörtchen „nicht" übersehen, was vielleicht auch der verehrte Red. mir bezeugen wird, so daß Mskpt. noch unter seinen Händen-* allein jeder vernünftige Leser wird den Druckfehler bemerken, und einem Gelehrten wie Hr. Dr. 33. sollte er entgangen sein? Zur Berichtigung 7. ward von mir schon oben bemerkt, daß ich Wolf's Bibi. fcfebr. weder zum Nachschlagen noch zum Haufe für ein Billiges erhalten, und daß ich keinen Gewährsmann verlassen kann, weil ich nie einen solchen gehabt. Die Biographie des Elijja ben Chajjim ist ganz dem Werke *) Ich habe es nicht mehr. Red.