Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 3 (20.1.1849)
- Date
- 1849-01-20
- Page
- Spalte 41-42 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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£i Studien. Dr. Fränkel's t£/'X nnDN' ivb 1'T r - / njnj den ruDD “ifG narfr 5 M' mj/i bp -pro porfr ,, ip~!ä NN' D’pinD ■pDD'l b . . , i'ptM OV1ND btffl ’D’ 'DD yvn warn p-ia odhn o , teon □1ntynjp n>1? -pb-i 1VVDNN n$> uro mMD fob ntyB-niput in T'n vd’ b;; ipvh hdb’ □■Di?iyb did jnDi ■, “|D1 IDtM nbli)0 N1? ’D nbo rbu> ’JD Da1? t>i93D -|n? nopn by ntppn tNsn’n? nanN b nann bucv dn!?)dd p)nün cm? Dub yjD-rra? runn.ntyjJ dsd.^.inq iNtm ■! nab rp1 dsd ana' obw! DDpi d1? by nnnn imNsni , wmVö: nns im mn nJJ , unnDa,i? py'ny? na n-nn prm’b am ’bm nnjD , yvp bniDDn dt> dn pb J/UU ID’DD pnDD Ul : ti'tx nnN 'D diq*? -pur -rou ' DND ’DTID Mein Sündenregister. Die Nr. 52 des Orients erhielt ich außergewöhnlich, aber zu meiner Freude erst am Sabbat, an welchem Lage eine Antikritik gegen die Berichtigungen des Hrn. Dr. Beer in Dresden zu schreiben mir nicht gestattet ist. Sie hatte wahrscheinlich der in der -Wissenschaft erforderlichen undnolhwcndigen Ruhe entbehrt, was sie'an Geistesschärfe gewonnen. Seit meinem ersten Auftreten mit gelehrten Arbeiten hatte ich das ganz eigenthümliche Schicksal, Gegner zu finden, die entweder Fakta entstellten und falsche Beweggründe mir unterschoben, überhaupt als Ungelehrte auch unwissenschaftlich verfuhren, oder die an offenkundige, leicht zu bemerkende Druckfehler sich hielten,, und des Sehers Sünden mir aufbürdeten. So war die Entgegnung des Hrn. Holdheim auf meinen im LB. Nr. 20, 21. und 22 von 1840 erschienenen Aufsatz „das Prinzig der jüd. Ehe" mit geringen Ausnahmen nur eine Entstellung meiner Ansichten durch falsch gebildete Folgerungen und Schlüsse, ein Auseinander- und Herausreißen einzelner Sätze aus ihrem Zusammenhänge,' ein Unterschieben von stets mir fremd gebliebenen Gründen, und ein zwar schärfst'nriiges, aber wahrheitsloses, sich selbst widersprechendes Raisonniren. Ich stand als eigenes Sündenregister. 42 Verteidiger da, vielleicht ein zu starker, Holdheim als maaß- und zügelloser Ankläger der jüd. Ehe und des Judenthums; auf meine Seite traten alle Conservative und..Liberale, auf seine nur einzelne Ultra-Radikale. Ich hatte also in diesem Federkampse die Majorität im Woraus für mich, wurde auch zur Widerlegung mündlich und schriftlich aufgefordert; schwieg aber dennoch, theils einer gewissen ihm schuldigen Verpflichtung wegen,' theils aus Abneigung gegen jede literarische Fehde, die gewöhnlich nur Zeit raubt, und einen Gewinn weder den Streitenden noch der Wissenschaft gewährt« Sollte mein Werk „De oxore Hebraica** lateinisch oder deutsch später erscheinen, so würde, unter Anerkennung des Richtigen in seiner Schrift, der größte Lheil seiner Einwendungen durch einige zu machende Anmerkungen in Nichts zerfallen, wie denn überhaupt über seine wissenschaftlichen Leistungen, abgesehen von der Geistesschärfe und der prägnanten, wenn auch oft ungrammatischen und unlogischen Darstellungsweise, die gelehrte Welt ihr Urtheil bereits festgestellt. So kritist'rte Herr Rabb. Wen dl er meine über die Wormser Grabschrift (LV. Nr. 43, 44 Jahrg. 1842) verfaßte Abhandlung,. machte manche nicht unwichtige Bemerkung, hielt sich aber in der Hauptsache an einen etwa Ein Mal falsch gedruckten Bruchteil Ta0Vff/ der horribile dictu als tVs3ö drei Mal richtig zu lesen war. Ich schwieg wiederum; allein die Nemesis trat im Herrn Rabb. Adler auf, der in Nr. 13 I. 1843 die Ungehörigkeit rügte, sonst aber die so frühe Ansiedelung der Juden in Worms gegen mich verteidigte. Zugleich sei mir bei Gelegenheit zu erwähnen vergönnt, daß der wackere Greis, der gelehrte Rabbiner B a mberger in Worms, dessen werthe Bekanntschaft gemacht zu ‘ haben mich nie gereuen wird, mich inständigst bat, meine Berechnung nochmals zu revidiren, wozu es mir bis jetzt wahrlich nicht an gutem Willen, um etwa einen Jrrthum zu entdecken und offen zu bekennen, wohl aber an Muse und an den zugehörigen Werken gänzlich gefehlt. Ein Herr Wiener tritt aus seinem Verstecke im LB. Nr. 1 I. 1848 hervor, kennt den Talmud bereits aus dem Buxtorf, und schreibt diesem seinem Meister nach, ’HJin bedeute bei den Rabbinen Ungarn, wie schon aus Targum zu Ps. 83 V. 7 ersichtlich. Er weiß aber nicht, daß der dunkle, noch unerklärte Name Ungarn erst sehr spät, gegen Ende des 9. Jahrh. vorkommt, zu welcher Zeit das Targum zu den Psalmen doch wohl langst abgefaßt war«. Das Land führte Anfangs bekanntlich den Namen Panonici, sodann Avaria; das Volk nennt sich bis auf den heutigen Lag nach einem seiner Stämme Madscharen (Magyaren); der erst spät vorkommende Name Ungarn hingegen wird bald von Hunnen, bald von Jugrien (im südwestl. Sibirien) hergeleitet, bald mit „Ausländers übersetzt. Der Verf. des Largum zu den Psalmen kannte also weder das ungarische Volk noch den Namen Ungarn. — Hr. Wiener suche gefälligst auch folgende für ihn lehrreiche Lalmudstelle in sei-