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Der Orient · 1849-01-13 · 2 (13.1.1849) · p. Spalte 25-26

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
2 (13.1.1849)
Date
1849-01-13
Page
Spalte 25-26 (sequence 5)
Language
German
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25 26 Studien. Die Opfer. hätte dem Leser Ml'ttheilcn können, daß wir denjenigen Theil des Gedichts, welcher allgemeinen Inhalts ist, bereits im LB. des Orients (1843) mitgetheilt haben. Haji Ga on. Wenn Hr. L., indem er das -DM desselben erwähnt, den Leser unterrichtet hätte, daß dieses Gedicht von uns (Ehrensäulen) abgedruckt worden ist, so hätte es Hrn. L. nichts geschadet und manchem Leser vielleicht genützt. Wir bemerken auch noch gelegentlich, daß David Kimchi in seinem Wörterbuche (Art."- -jtn) die Worte braucht '-fl 'Ul n’^in'nifO 3H3 'NH. Nus dicsen Worten ist zu schließen, daß das Wörterbuch des R. Ha'ji nach den Endbuchstaben der Wörter geordnet war, nach Art unserer ReimwLrterbücher. Rapaport glaubt, daß es fm\ niiO heißen muß, welche Vermuthung durch das eben Gesagte überflüssig wird. Uebrigens - haben wir sechs Manuskripte des EPIO!/ über diese Stelle zu Rathe gezogen, und alle haben tpbm nwa. — Ieh uda b e n B al*am. Außer daß wir in unfern literaturhistorischen Mittheilungen denselben, wie die zwei vorhergehenden, ausführlich besprochen haben, haben wir in diesen Blättern (1846. S. 659) Proben aus seinen Werke,» gegeben. Eine jüngere Mittheilung als das Buch von L. befindet sich in diesen Blättern (1848 Nr. 29. 31. 32). Jehuda Chajug". Daß die Werke desselben gänzlich von uns abgedruckt sind, dem Leser zu verheimlichen, ist sehr grausam von Hrn. L. Jona be n Gcrnnach. Daß nicht einmal Munks Notice erwähnt wird, giebt Anlaffung zur gerechten Verwunderung.^ Josef Kimchi. Herr L. hat aus der Handschrift des seligen H. I. Mkch'ael das Vorwort des “IDD abgcdruckt. Das desselben hätte nicht mit Stillschweigen übergangen werden sollen, um so mehr, da wir be- 4) Das des Schem Tob P a l k e i r a ist ein Witz auf das biblische rw 'DJD und auf das talmudische DDian b^a yurk anspielend. £) Wir lassen das Schlußgedkcht dieses Buches hier folgen. ' n» paao ichm rwi Kip , : ntiWi 13 i^yni jm > b'yini p'.ti'a nx jm : ntyp’i pp'^a yv paab bj> amna inotcn : ntwnv hid naa naan 'om Non pan nibisma) : nwrani d^d pb pitwan ap' * nno n.m n'nn b’bi nri : nnn ab nnpao ima naj? niDvpn jni : P# iw1! ms Wir werden zur Zeit über Joses Kimchi ausführlich frechen. im mosäischen Kultus. . reits (Zion II. Und LB. des Orients 1847 S. 727) Proben daraus mitgetheilt haben. . (Fortsetzung folgt.) Die Opfer im mosaischen Kultus. Von De. Ä. Levysohn. . (Bruchstück aus einem noch ungedrucktem Werke. (Schluß.) 8. 2. Fortsetzung. Haben wir nun die Unzulänglichkeit aller übrigen Auffassungen dargethan, so bleibt uns nur zu der ersten unsere Zuflucht: Opfer seie n. ein n o t h w e n d i g e s Produkt der menschlichen Natur. — Fragen wir nun, welche Nothwendigkeit kehrte die Menschen opfern, was dachten sie bei diesem Akte? Viele Gelehrte sind der Meinung, die Menschen hätten den Glauben, die Gottheit selbst genieße die dargebrachte Gabe, diese sei im Stande die zürnende Gottheit zu versöhnen und so brachten sie vermöge ihres Fortschritts von der vegetabilischen zur animalischen Kost, zuerst vegetabilische und später animalische Opfer. Diese sogenannte anthropopatische Auffassung findet in Miner (RW. unt. Opfer) ihren Hauptrepräsentanten. Was jenen Fortschritt betrifft, so wird solcher allerdings schon im frühen Alterthum allgemein angenommen, b obgleich in der Bibel keine Spur von jener progressiven Entwickelung sich findet und sehen wir auf Gen. 3, 21, so möchten wir sogar zu glauben geneigt sein, daß Adam zuerst und zwar ein animalisches Opfer dargebracht habe (vergl. §. 4); selbst im mosaischen Kultus sind die Vegetabilien von keiner geringern Bedeutung als die Animalien (vergl. §. 9). Mögen wir uns aber auch jener allgemeinen Ansicht anschließen, so kann doch die erwähnte anrhropopatische Ansicht durchaus für die mosaischen Opfer keine Gelung finden; denn sollen Opfer überhaupt nur das Produkt eines Aberglaubens gewesen sein, so würde sie Mosis sicherlich aus seinem Kultus verdrängt und wie jedes andere verbannt haben, was den Principien der reinen Gotteserkenntniß entgegenstrebt. Wir können unmöglich behaupten, daß Moses durch seinen Kultus keinen Fortschritt beabsichtigt, und ebensowenig, daß er durch denselben einen offenbaren Rückschritt bewirkt habe. Die Idee des Opferns muß eine 8) Wir. wollen, nur Aristoteles anführen, er sagt: at yag ttQ%cucu cpvöicu.; kcu avvodoL cpcavovTcu ysvsG&ca, [iszci zag zcov v-agncov avynofiidag, olov (Z7tciQ%cu * {lcc- Xmszcz yag ov vovzoig £%oXa£ov roLg KcagoLg (Nicomach. Lib. Vlll. c. 111.).

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