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Der Orient · 1848-12-23 · 52 (23.12.1848) · p. Spalte 809-810

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
52 (23.12.1848)
Date
1848-12-23
Page
Spalte 809-810 (sequence 5)
Language
German
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809 Kritiken. Carmoly's Jtineraire. 810 christlicher Herrschaft den Juden verboten zu weilen. Erst als Sa ladin Jerusalem eroberte, ward es erst denselben gestattet, sich wieder daselbst niederzulaffen.^ Die Zahl der Reisenden nach Palästina war immer sehr groß. Die neuere Zeit hat von christlicher Seite ebenfalls viele gelehrte Reisende dahin gesandt, deren Berichte der Welt vorliegen, und die mehr und minder geographischen Zwecken gewidmet waren. Alle jüdische Reisebeschreibungen haben außer dem allgemeinen Werth, den Reiseberichte überhaupt haben, noch den besondern, daß sie auch durch Kenntniß des Talmuds zur Bestimmung manches sonst unbekannten Platzes beitragen können, und wenn sich ein solcher Name auch in altern römischen oder christlichen Beschreibungen findet, so ist dies desto bester. Die Zahl der jüdischen Reisebeschreibungen ist übrigens nicht sehr groß, oft nur ein einziges Blatt in der Form eines Briefes. Diese Leute haben sich der Kürze beflissen, ferner haben sie die Personalien, die jetzt so viel Raum in den Reisebeschreibungen einnehmen, weggelasten. Alle diese Leute waren Talmudisten und wie die ganze Zeit, auch in der christlichen Welt, allem das Gepräge der Religion aufprägte, so ist auch in den meisten Reisenden der letzte Zweck der Reise nur ein religiöses Gefühl gewesen. Jüdische Reisende haben natürlich zunächst auf jüdische Verhältnisse und Erinnerungen Rücksicht genommen, auf Grabmale berühmter Talmudiftm u. s. f. Haben auch Nachrichten gegeben über merkwürdige lebende Personen, die sie in den Städten vorgesunden haben. Und so haben diese Nachrichten jetzt auch geschichtliches Interesse. Es war ein glücklicher Gedanke des Herrn E a r m o l y, die verschiedenen Berichte zu sammeln und herauszugeben, und derselbe hat sich hiermit den Dank der Literaturfreunde erworben. Wir bedauern nur, daß derselbe nicht zugleich die hebräischen Texte gegeben hat. Möge derselbe später diese Nachfolgen lassen. Diese Sammlung enthält folgende Werke: 1) 'Reisebericht des Samuel ben Simson vom Jahre 4970 (^1210). Bei De Rossi. Der Bibliothekar in Parma, Ritter Pezzano, hat eine-Kopie eingesandt. Es ist dies die älteste Reisebeschreibung des Buches und eine der ältesten überhaupt. Der Verfasser war ein Zeitgenosse des Alcharisi, welcher in Jerusalem zu dieser Zeit ohngefa'hr ebenfalls war (vergl. Note 2). 2) Beschreibung der heutigen Grabmäler von R. Jacob, ein Zeitgenosse des R. Jechiel aus Paris. Auf 2) Tachkemoni des Alcharisi Kap. 28.?nxtn Tyb D’iirpn lxn tio b vnox- ' d^-ikp nnnt? * nnnt> di'd b nox nox? üVnjjn Tn nravw nüntcc x1? ynoi b ’mbx nn1? nsnn uuypi Drpm^ unn 'n ricxty ’jqd Drpninjnn nx mn jn uiy^n n^n nx * »ixsd nnmn — .U&pD’ x!?l der Pariser Bibliothek Nr. 222 Sorbonne. Zunz hat bereits diesen Bericht in seinen Noten zu Benjamin. Ed. Asher ebenfalls benutzt, nach einer Kopie, welche Munk für denselben verfertigte. 3) Ein Bericht, genannt D'Wn'H von Isaak bar Josef Chelo ans Aragonien. Im Besitze des^ Hrn. Carmoly. Von diesem Isaak Chelo wird das Fragment eines Briefes rn einer Pariser Handschrift angeführt (Nr. 441 ancienFonds), aber nicht der Brief selbst. Herr Carmoly scheint hier einen Gedachtnißfehler begangen zu haben.3 4) Ein Brief des R. Elijja aus Ferrara vom Jahre 1437. Auf der Pariser Bibliothek. Herr Eliefer Aschkenasi ist im Begriffe, diesen Brief nebst andern Piecen (vergl. unsere Ankündigung in diesen Blättern) herauszugeben. 5) Das Büchlein Dirp, welches öfter abgedruckt und auch (in Ugolino's Thesaurus) hebräisch und lateinisch sich befindet. 6) DUT», welches auch gedruckt war. 7) Reisebericht des Samuel Jemsel. Aus Wolf's ßibliotheca hebraica abgedruckt. Herr Lenowitz, Rabbiner (Chacham) bei den Ka r äern in Hollitsch bei Brody, hat uns vor mehreren Jahren geschrieben, daß sich die ganze Handschrift noch in jener Gegend findet. Verschiedene zufällige Ursachen veranlassen uns, die Auszüge aus diesen Reisebeschreibungen, welche wir dem Leser vorzulesen gedenken, auf später zu lassen. Herr Carmoly hat die Gelegenheit benutzt, verschiedene literatur-historische Noten in seinem Buche einzustreuen, welche zum Theil sehr werthvoll sind, und viele Beachtung verdienen. Da diese Noten zahlreich sind und dieses Buch nicht so häufig in Deutschland zu finden sein dürfte, so heben wir einige dieser Stellen hier aus und begleiten dieselben mit einigen Anmerkungen. S. 201 ist die Rede von den n&ttf des Jakob de Marvejols ($v>nß Dpjr), welche Asulai auch erwähnt. 3) Wir lassen die ganze Stelle hier folgen. ' -) 3 n D H *1D N pn dn mn pn px jnjon D"n psnDO ix mmn ninn^ inn mbn mx niD dp onyion owij; b jnu x1?) yn ux wn2vn dphs D'v' 'n ^nvo V'X DVD rbww mjxn nou nP xnv ny iN'nn Tyn nbnnn n nmr i^n f]Di’ m pniP w k~w'pxnm!? nbyi in^iNtwi;xmx ninbcn xi'ii rjni'D1?) mx1? nux cns1? j"a rut^n Dvv nnn mpi xin uj/urp) ptPn nn nnm px ’jyyo nmn onn so b'w nntoyD? monn uor n^run nnuon 4 D’pDlDilD WS ’DyX pit^n JD Hp^JH pl’D p~l wnp unnb -penn'? nn junu 12x n> nmn p'pvw — .tcTn pxn nc'X D’^n-in p by ^niy px Damit hört dieser Brief aus, es folgen dann einige weife Blätter in der Handschrift.

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