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Der Orient · 1848-12-23 · 52 (23.12.1848) · p. Spalte 807-808

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
52 (23.12.1848)
Date
1848-12-23
Page
Spalte 807-808 (sequence 4)
Language
German
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807 808 Kritiken. Carmoly's Jtineraire. schichte und Literatur" in Frankens Zeitschrift Jahrg. 1846. S. 476. — ■11. Die erste Ausgabe mit Hinzufügung des Kommentars rniiT nriJD ist nicht won Mantua, sondern von Ferrara 1558. III. Die von Hrn. Wunderbar col. 739 rc. mitgetheilten Stellen aus der Vorrede des R. Iehuda Chajjat, die er wahrscheinlich aus dem Korpuster Nachdrucke entlehnte, sind ziemlich entstellt und lauten in der oberwähnten Ausgabe von Ferrara ganz verschieden. — Dieselbe kennt keim 'D. —. Abraham Abulafia wird daselbst genannt, und dessen Schriften werden mit weit stärkern und charakteristischen Ausdrücken gegeißelt als in der Mittheilung des Hrn. W. — Daselbst wird auch von den Schriften des Motot gewarnt und das Wortspill hinzugefügt •p-in iw n^'n -pno n i d ni> jim hdd irnn 2 .bpijjon Unter den Büchern, die (nicht etwa so kurz, wie in der Mittheil, des Hrn. W., sondern mit großer Emphase) empfohlen werden als Zezira, Bahir, Sohar und R. I. Chiquitilla's Schriften, sind auch die Werke des R. Schem Lob di Leon genannt. — IV. Die Vermuthung des Hrn. W» in der Anmerkung, daß es in der gedachten Vorrede anstatt heißen müsse DDEDH ist unbegründ et, denn es stehet daselbst der Zusatz: .sN bhjp vn Dieses Epitheton wurde aber dem Maimun'i bekanntlich nicht ertheilt, sondern blos den Kabbalistenz Maimuni wird dagegen in derselben Vorrede als Philosoph vitan üDfin genannt. — 10. Nr. 47. col. 744 wird das *irrn) -flDN (genannt ‘•odk "|nNH Zuerst gedrückt Ferrara, 1555, 4., dem R. Jona Gerond i zugeschrieben.— Dieses ist irrig, wie schon Asulai faw Th. 2, Buchst. N mittheilt. Sowohl aus der Vorrede des Herausgebers als aus vielen Stellen des Buchs selbst erhellt unzweifelhaft, daß der Verfasser ein Deutscher war und erst im 15. Jahrhundert gelebt hat; Woses Jfferles (im twü DT! zu ■f-j Kap. 51. Anm. 2) nennt ihn daher auch ausdrücklich einen Schüler des R. I. Jsserlein (lebte 1470) und führt dies gleichsam als Beleg an, daß er (Moses Jsserles) einer erleichternden Entscheidung des Jsserlein, welche auf eine andere Leseart im OYID sich stützt, Beifall schenkt, da auch der Schüler des I. Jsserlein, der Verfasser des nw dieselbe Leseart gehabt haben müsse. 11. Nr. 49» col. 772 bemerkter. Dukes, daß die Ansicht Plato's von den angebornen Ideen sich auch in dem Satze des Talmud's „daß das Kind bevor es geboren Alles wisse, beim Eintritt ins Leben aber Alles vergesse", wieder finde. Auf diese Parallele hat bereits -der, auch in unfern Tagen nicht zu vergessende große Mendelssohn in feiner Preisschrift „Ueber die Evidenz in metaphys. Wissenschaften" (Berlin, 1786. S. 19 oder gesammelte Schriften Leipz., 1843. 2. Vd. S. 10) aufmerksam gemacht und selbige weiter entwickelt. _ Dresden, Anf.> Deeember 1848. Kurze Anzeigen. 38) 1 ti n e ra i r es deterre sainte d e s Xllle, XlVe, XVeetXVIe Siecles, traduits de i’hebreu et acompagiies de tables, de Curtes et d ’ e cl ai r ci s m e n t s par E. Carmoly, Mein* bre de Ja Soeiete asiatique etc. Bruxelles etc. Vandal Libraire * Editeur. 1847. 8. 572. XXIV. Sehr elegant gedruckt. Angezeigt von Leopold Dukes. Palästina ist seit Jahrtausenden das Land, welches, obwohl es aus der Reihe der selbstständigen Königreiche verschwunden ist, immer die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es gehört zu jenen Ländern, wo die Gegenwart dem körperlichen . Tuge nichts darbietet, wo aber die Vergangenheit dem geistigen Auge viel Merkwürdiges vorführt. Alle Religionsgeriossenschaften haben sehnsüchtig ihren Blick dahin gesendet, viele Pilger, Juden, Christen und Muhammedaner1 haben ous religiösen Zwecken es besucht. — An Jerusalem, die Hauptstadt des Landes, knüpfen sich geschichtliche Erinnerungen aller Art, und viele Dichter haben es besungen. Wir nennen hier nur Iehuda ha-Lewi, dessen Gedicht anfangend sehr bekannt geworden ist. Mendelssohn nnd Herder haben es deutsch übersetzt. Auch Iehuda Tlcharisi (Tachkemoni Pforte 28) har dieser Stadt ein Kapitel gewidmet. nrfci -n-Dv';p^ ’i^dj nnty D’pns? -iy D’poyßD Nim k in rniNi dp nrrnn i?y — /ui nniN nnrn dpd mw Mit diesen Worten beginnt derselbe sein Gedicht. Die Kalmudisten haben viele Stellen zum Lobe Palästinas und besonders von Jerusalem. Diese Stadt wurde schon sehr früh idaelisirt. Der Ausbruck „himmlisches Jerusalem" (n^D hw übwn) (worüber sich Manches sagen ließe, wozu aber , hier der Orr nicht ist), findet sich sowohl im neuen Testament als bei den Talmudiften. Iehuda ha- Lewi in seinem erwähnten Gedicht hat alles gesagt, was das Ideal und die G e sch i ch t e einem Dichter eingeben kann. Palästina war Zeuge von dem Blühen des Judenthums, von der Geburt des Christenthums. In der Stadt wo die jüdischen Könige einst wohnten, war es später unter 1) Vergl. D'Herbelot Bibliotheque orientale Art. Tarckh al lods.

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