Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 51 (16.12.1848)
- Date
- 1848-12-16
- Page
- Spalte 787-788 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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m 788 Kritiken. Geschichte und Literatur der Samaritaner. JehM KMa bar Bezalel, Rabbiner zu Prag und Verfasser des Buches am NNM (stehe Nr. 413). Enthält eine Zusammenstellung und Erörterung aller Stellen, welche über Exil und Erlösung aus demselben durch den Messias, in Talmud und Midrasch Vorkommen. Gedruckt zum ersten Mal durch den Verfasser selbst zu Prag, 1593 (MM) und zum zweiten Mal edirt durch Jakob Ant. Krüger, 1793, 4, 62 Bl. Unter Regierung des Fürsten Stanislaw Paritoffsky, Groß-Schatzmeister von Kithauen und Chef der königl. Kron-Garde. — 36) fiHD ra ")DD. Philosophisch-moralische Abhandlungen in Auszügen aus den Schriften des Saadja (MM NWvtt re.) Jbn Esra, Kusari, del Medigo, Arawa, Albo, Bibago, More Nebuchim, Aristoteles, Jbn Roschd, Abuchamed, Sokrates, Galenns u. A. m. —- Verfaßt und herausgegeben von R. Juda Löw Margaliot, Rabbiner zu Bosrob. Erster Theil: Prag, 1778, 4. 18 Bl. Dann 37) Zweiter Theil zu demselben, und zwar umfangreicher und den ersten Theil berichtigend. Prag, 1786 (pm°H 4. 50 Bl. Das Buch ist getheilt in Abschnitte und Kapitel D'pnD) D'njw oder auch omn unb nU^n,. wobei jeder hier vorkommende Gegenstand unter nachfolgende Rubriken gebracht- und abgehaudelt worden ist. 1) OWN "ryW. Ueber das Wesen. 2) "pNn IDND. Ueber Art und Weise. 3) rpNn nPNp, Ueber den örtlichen Umstand. 4) "'iPkp ’npn. Ueber den zeitlichen Umstand. 5) nnpn Ueber die Ursache. 6) MDDH X)ND. Ueber die Wirkung. Im Allgemeinen werden hier nach vorangegangener Einleitung in 8 Abschnitten und 2,6 Kapiteln, nachstehende Charaktere erörtert: die Liebe, der Haß, die Scham, die Frechheit, die Tapferkeit, die Feigheit, der Stolz, die Demuth, der Zorn, die Milde, die Freude, die Trauer, der Neid, der Fleiß, der Edelmnth und der Geiz. — Die Sprache ist sehr rein und jedem Abschnitte geht ein dem Inhalte desselben entsprechendes. Gedichtchen voran, sy wie auch eine Worterklärung zu den terminologischen Ausdrücken beigefügt ist. — Fol. 42 a drückt der Verfasser unter Andern seinen Unwillen über manche Rabbiner, welche ihr Amt schnöde misbrauchen, wobei es in der Regel der Gemeinde, deren Obhut ihnen anvertraut worden ist, viel schlechter ergehen muß, als wenn sie gänzlich ohne Rabbiner wären, in nachstehendem Epigramme aus: . nvooi nmD nun 5*QDjn »Y&in h)pb wo* xby "Mw!? *pib ^nn up ny * "Ml "i3N ha) yap Niro Derselbe schrieb auch noch ferner a) rmvO )2lp diverse talmudische Dissertation (eä. 1778). — 1)) D^y UN über Natnrlehre (edirt 1782) dann c) nD'yi rrms1 b. i. 150 verschiedene Erklärungen zum Pentateuch. — Als Verwandten nennt derselbe seinen Großvater, dm Verfasser der seinen zweiten Großvater, den Verfasser des rro HöD “)DD und seinen Onkel den Rabbiner Naftali Herz. — (Fortsetzung folgt.) Geschichte und Literatur der Samaritaner. (Schluß.) Nr. 2. Bei der kritischen Anzeige der Commentarii in hisloriam gentis Samarilanae werden wir uns kürzer zu fassen haben. Diese Schrift kam während der Vorbereitungen zu der soeben besprochenen Ausgabe des Buche Josua zu Stande oder wurde vielmehr durch dieselbe veranlaßt. Sie ruht eigentlich aus einer akademischen Rede, die im I. 1840 gehalten wurde und die Hr. Juynboll anfänglich nur mit einer Reihe von Anmerkungen versehen zum Druck bringen wollte, bis ihm das Material unter den Händen so anwnchs, daß er sich entschloß, demselben zum Theil eine andere Form zu geben. Die ursprüngliche Anlage ist hier und da noch bemerkbar, indem die abgerissene Form einzelner aneinander gereihter Annotationen nicht selten hervortritt. Doch bietet uns diese Schrift ein bei weitem reicheres Material als irgend eine der früheren Abhandlungen über den Gegenstand, und wir haben auch bei diesem Anlaß wieder die Belesenheit des Verf.'s und die fleißige Nutzung der Quellen und Hülfsmittel zu rühmen. Es stand ihm namentlich das von ihm näher durchforschte Buch Josua vollständig zu Gebote, auch ein von De Sacy in die Correspondanee des Saniaritains noch nicht aufgenommener, in Deutschland noch wenig oder gar nicht bekannt gewordener Brief der Samaritaner, der im I. 1700 dem damaligen holländischen Vicekonsul in Acco übergeben, von dem Reisenden Heym an u nach Europa gebracht und im I. 1832 von Hamaker in deWater'S Nachlaß gefunden wurde. Hamaker ließ diesen. Brief lithographiren und gab ihn mit Uebersetzung und Anm. heraus im 5. Bd. des Archief yoor Kerkelijke Geschiedenes. Von neueren Schriften sind besonders Bertheau's Abhandlungen und Münters jüdischer Krieg benutzt. Nach einem kurzen Eingänge gicbt der Verf. zuerst in 7 §§. Quaesliones de gente Samaritana S. 10— 67, wo von den Benennungen des Volkes, von seinem Ursprünge und seiner Vorgeschichte, von seinen Wohnsitzen zu verschiedenen Zeiten (Verbreitung der Samaritaner in Egypten, in Syrien und im römischen Reiche), und wie anhangsweise De Samaritanorum stüdio lUerarum gehandelt wird. Den zweiten Theil des Buches nimmt, dann die Distema gentis Samaritanae ein, nicht, wie wir schon andeuteten., in geschlossener kmrstge-