Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- Außerordentliche Beilage zu Nr. 50 (9.12.1848)
- Date
- 1848-12-09
- Page
- Spalte 13-14 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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14 13 Studien. .. Das die Vokale des n-li"P gegeben/ nicht umgekehrt, wie Viele irrthum'lich angenommen haben. - Bekanntlich hat Ales me Schwa allein, daher hat man das Chatcf-Patach unter stehen lassen. Die Schwierigkeit des Kamez in Ädönai fällt somit ganz weg. — Istdiese Idee annehmbar — ich schmeichle mir damit — so liefert sie mir gegenseitig einen Beweis mehr dafür, daß ich Schwa, Eholem, Kamez, als die dem Gottesnamen eigenthümliche Vokale, vindicirt habe, dadurch, daß ich nlh? "'cht von rnn ableitete, sondern von p,', und dieses'Wort von und Jehova bedeute? somit der Allmächtige, Ömnipotens; nicht der Ewige. —- Philosophische und psychologische Beweise dafür, so wie eine Menge Bibelstellen, findet man in obenerwähnten Werkchen: ,,Forschungen über die Ueberschriften der Psalmen" u. f. w. —!I. Kopenhagen, den 11. Sptbr» 1848. P. P. In meinem Schreiben vom 27. v. M. habe ich den Vorsatz zu erkennen gegeben, die hingeworfenen Aeußerungen des Hrn. Skreinka in seiner Kritik Ihrer Etymologie des Tetragrammatons genauer zu betrachten und ihren Gehalt zu untersuchen. Der Inhalt dieses Briefes wird also durchaus fragmentarisch sein, und ich werde jene Aeußerungen in der Reihe vornehmen, wie sie auf einander folgen. Im LB. des Orients für 1848 Nr» 26 Col. 410 vergleicht er die analysirende Philologie mit der chemischen Analyse, und rälh demjenigen, dem jene Geistesnahrung genügen kann, auch seine körperlichen Bedürfnisse mit den GaSarten / als den Urbestandtheilen der Nahrungsmittel, zu befriedigen. Der Vergleich ist gar nicht übel, die Anwendung aber sehr hinkend. Spottet er der Chemie oder der Philologie? Freilich untersucht der Physiker die letzten Bestandtheile der Stoffe, um zu bestimmen, was der Gesundheit am zuträglichsten ist, und eben so erforscht der selbstständige, nicht nachbetende, vorurtheilSfreie Philotog die Urwurzeln der Wörter, um die Wahrheit au den Tag zu bringen. In beiden Fällen geht man auf den Grundstoff zurück, und bestimmt dadurch das daraus Entsprossene. Dieses ist ohne Zweifel der wahre, richtige Weg, und wie kann Hr. Skr. nun darüber spotten, er, der den sonderbaren ©cbanfcii vertheidigt, als hätte man von drei verschiedenen Wörtern 3 bis 4 Buchstaben und Vokale geliehen, und daraus ein selbstständiges Wort gebildet? Welche Analogie kann er dafür Nachweisen, oder in welcher Sprache hat er etwas Aehntichcs gefunden? Diese Behauptung ist noch weit wunderlicher als die Herleitung z. B. des 'pniDN aus Wp nn ’ön, da wir doch alle wissen, daß cs von dem griechischen Hypothek gebildet ist. Tetragrammaton. Aus feinem Einwand Col. 411 in fine und Col. 412'geht offenbar hervor, daß er Sie entweder misverstanden hat oder nicht verstehen will. Nimmt man an, die Punktation des Ttrgr. wäre dem Worte Adonai entliehen, so fragt eö. sich freilich, warum das Jod kein Chatef Patach hat; da Sie aber diese Annahme eben verwerfen, so beantwortet diese Frage sich ja von selbst. Col. 413 sagt er: Wir finden in dem bedeutungsvollen nvw (@.vob. 3, 14) dieselbe Vorstellung im Allgemeinen angedcutet, die durch das ausgebildete Wort bestimmter ausgedrückt ist, und zeigt hin aus die Bemerkung des ddVi zu dieser Stelle. Zufolge der Erklärung der meisten Excgeten und Uebersetzer müßte man annehmen, als sage die Bibel am angeführten Orte und im folgenden Verse, Gott habe dem Mose drei Namen genannt auf die Frage: ürbx TO HD lDtP HD, nämlich den Namen rprJN "MN nviN, den Namen imv und den Namen ddtük '»i?N 'n u. s. w. Hier sind nun mehrere Schwierigkeiten; erstens ist eine solche dreifache Antwort höchst auffallend, und zweitens finden wir ja nirgends, daß Moses den Namen nvitf je gebraucht oder verkündet hat. Ich glaube aber, daß man das Wort in v. 14 misverstanden,und eS für ein Pron. relut. genommen, da es hier vielmehr eine Art Konjunktion ist und weil oder denn übersetzt werden muß. Unter vielen Beweisen, die ich für diesen Gebrauch des an führen könnte, will ich mich nur auf Gen. 31, 49 TO mv berufen, wo man -lBW gar nicht anders übersetzen kann. Ferner muß man das -)DNn hx V. 14 nicht für einen Jndicativ oder Imperativ sondern für einen Konjunktiv nehmen. Daß man dieses Modus im Hebräischen ebenso wohl als in allen andern Sprachen haben kann, bedarf keiner Erläuterung; Heideuheim behauptet sogar in seinem ttniDD zu Gen. 14, 22, daß man zuweilen eine konjunktivische Form findet. Demnach muß man die angeführten zwei Verse so übersetzen: Gott sprach zu Mose: Mein Name ist Ehjeh, weil ich stets fein werde; Er sprach demnach, so kannst du, oder so könntest du zu den Kindern Jsr» sagen, Ehjeh hat mich zu Euch gesendet. Fortwährend sagte Gott aber zu Mose: So sollst du zu den Kindern Jsr. sprechen : Jehova der Gott Eurer Väter u. s. w. dieses ist, oder soll mein Name in Ewigkeit sein u. s. w. Die Meinung dieses Zusatzes ist offenbar, wozu ein neuer Name, da dieser schon zu den Zeiten der Erzväter bekannt war. Sie werden sich erinnern, daß ich in meinem vorigen Briefe bemerkt habe, daß mau ihn tm ersten Buche Mosts 40 Mal in dem Munde der redenden Personen findet. Schließlich folgt hieraus, gegen die Ansicht des Hrn. Skr., daß der Name rrnN mit dem Ttrgr. in gar keinem grammatikalischen Konnex stehet.1 1) In meinen „Forschungen it. s. w." S. 103 ist dieses anders ausgeglichen, sowie S. 110 über Erod. 6, 1—9. 2fnm. von H. Ph. Ree.