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Der Orient · 1848-12-09 · 50 (9.12.1848) · p. Spalte 779-780

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
50 (9.12.1848)
Date
1848-12-09
Page
Spalte 779-780 (sequence 2)
Language
German
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779 780 Kritiken. Geschichte und Literatur der Samaritaner. legentlich emgeseherr bei schwierigeren Stellen, und da habe ,ich allerdings hier und dort Anstoß gefunden, obwohl die Billigkeit auch für diesen Theit der Arbeit das Zugeständnis erfordert, daß es nicht ganz leicht war, von einem öfter so verworrenen und/korrumpirten Texte, der zudem eine große Anzahl eigenthümlich gebrauchter Ausdrucke und abweichender Konstruktionen hat, eine genügende Uebersetzung zu geben, und es wird sich bei der Anführung einiger darin vorkommenden Mißverständnisse zeigen, daß Verderbniß oder Unklarheit des Textes dabei einen gewissen Theil der Schuld tragen. So hat Hr. I. im 3. Kap. das bfjLc* (S. 3 Z. 14) übersetzt „in utruwque nostrum leMinum" (wie wenn es ein Dual von wäre), statt darin das Wort (e regione nostrflm) zu erkennen. Ferner ist der erste Satz des 7. Kap. mißverstanden; er enthält keine in Parenthese zu schließende Glosse, sondern die Verba und nicht Nomen von ) stehen noch im Vordersatz u. schließen sich an an. Die Worte des Textes (S. 29 Z. 4 von unten) werden ©.163 übersetzt: „inecum Dominus est fulminum et saxi illius ingentis, ei quo' Tfenti raunt.“ Dazu in den An merk, die Angabe: ingens (saxum), und eine Verweisung auf Wei l's biblische Legenden, wo aber durchaus nichts von einem solchen Windsteine vorkommt. ^steht vielmehr für ^^.7,^ „der Bändiger oder Leuker der Winde" (s. Kor. Sur. 16, 12. 14; 35, 14 und vom Winde 38, 35, vom Geisterbanner H. Khalfa III, 13) , nach einer hier oft vorkvmmenden Orthographie, wie z. B. noch in demselben Kap. v^iaiLaJ für Zu Anfang des 30. Kap. sind»die Perfekta s. f. (Text S. 31 Z. 10 f.) als 3. Perss.. im Passiv aufgefaßt und optativisch übersetzt: sensu simi perfun danlur, corroborenlur etc. In Folge dessen findet sich Hr.J. genöthigt, von jjui abzuleiten und „eriganlur" zu übersetzen, was es nimmermehr heißen kann. Es ist durchweg 2. P. des Perf. Akt. zu lesen , als Anrede an Jofira: perfundisli, corroborasti, und o 55 " , oojuä kie bekannte Vulgärform — flrniasti. Kap. 44 sind die Worte des Textes „und er rüstete sein Heer ans (diesmal) im Gegensatz zu dem ersten", d. i. mehr und besser als das erste Heer, von Hrn. I. falsch gelesen und dahin mißverstanden worden:'„'cum flore exercilus ad priorem exerciUim resliluendum, ist aber Verbum und nicht Nomen , und die Annahme, daß vjjii* III restituere heiße, schwebt ganz in der Lust. Es ist ferner nicht abzuseheu, warum Hr. I. die Worte ^4-* zu Anfang des 47. Kap. übersetzt: „ qui cum Messia co nspi rave rant“; sie enthalten einfach nur die Umschreibung der Christen, die „an den Messias glauben" und es ist keineswegs von einem Pseudo-Messias die Rede, wie in den Anm. angenommen wird. Den umfangreichsten und von gelehrtem Material strotzenden Theit des Werkes bilden die Anm. S. 194 —352. In gemächlicher Ausführlichkeit, ja zuweilen iu unnothiger Weitläufigkeit suchen sie alles znsammcnzubringen, was zur kritischen, sprachlichen und historischen Erläuterung des Textes und zur Rechtfertigung der gegebenen Ucbersetzung dienen kann: abermals ein rühmliches Zeügniß von unermüdlicher Hingebung an die einmal übernommene Arbeit, einer Hingebung, die alle ihre Kräfte anfbictet, um der Ausgabe nach allen Seiten zu genügen, wo möglich keinen einzigen Knoten ungelöst zu lassen, jede Schwierigkeit, sede Dunkelheit zu explanireu und so jedem einigermaßen gerüsteten Leser die eigne Mühe des Eindringens in das Verständniß zu ersparen. Wenn hiernach für den eigentlichen Zweck eher etwas zu viel als zu wenig in diesen Anmerkungen geboten ist, so bleiben wir dennoch dem Vers, derselben jedenfalls zu Dank verpflichtet für die mannichfache Belehrung, die er uns hier gewährt, und dürfen wir ihm namentlich das Zengniß einer tüchtigen Belesenheit und eines emsigen Sammlerfleißes nicht.verweigern, wenn wir gleich nach Gerechtigkeit auch anssprechen müssen, daß es hier ebenfalls an einzelnen Fehlern und Versehen nicht gebricht, wie deren einige schon oben gerügt worden. Wir führen noch an die Bemerkung S. 241, daß was offenbar nur schlechte Schreibung für (Schuhe) ist und von kommt, auch vom St. abgeleitet werden könne; ferner die falsche Punktation fbdt S. 94 u. 209; die Schreibung Almoazz für Atmoiz S. 196; S. 238; die auffallende Behauptung S. 286, daß ein vom Partieip abgeleiteter Adj. rctat. sei , während es nichts ist als die Femininform des Partieip selbst; S. 234, daß „contra lingnae usmn“ sei, während cs ebenso richtig und häufiger ist als S. 336 die irrige Ableitung der Form s^Lx^s von statt von cs*i*, was nebst der falschen Erklärung von (gewiß nicht anders als ^) das Mißverständ-- niß des ganzen Satzes veranlaßt hat; die Angabe S. 319, daß ^^5 Persa die gewöhnlichere Form sei für (eher umgekehrt l); die falsche Ansicht S. 57 und 271, daß für oJUUä.! stehe und von i

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