Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 47 (18.11.1848)
- Date
- 1848-11-18
- Page
- Spalte 745-746 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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74:5 geordnet und zusammengestellt. Bekannt Llos zu Berachot und Sabbat, bruchstückweis gedruckt in den Ausgaben der Halacha's Alfüsi's: Venedig, 1521—22, f. Dan. Bömbergo; Riva di Trento, 1558, f.; Venedig, 1552, f.; Sabionetta, 1554, f. Tob. Foa: Krakau, 1597, f.; Amst., 1720, f. Jos. Dajjan; Sulzbach, 1762, f.; Wien, 1804—6, f.; Preßburg, 1836—40, s. -—: ddn 'pHD by ibnD. Komm, über Pirke Abotnach einer HS. kopirt von Simcha Dolizki (aus Bialystock), mit einem Subskribenten-Verzeichnisse aus Algier-, Blida, Almeria, Oran, Mostaganam, Gibraltar. MitTe.rtu. dem gewöhnlich Raschi zugeschriebenern Komm.: Berlin-Altona, 1848, 8. Er schrieb noch 1) dergleichen Glossen über den ganzen ALsäsi, ferner 2) oder Novetta's über talmudische Traktate, von welchen die über Baba Batra u. d. T. und über Sanhedrin Asnlai handschriftlich gesehen; 3) Kornm. über die Sprüche Salomo's (BM. HS. 96). Unter die asket. Werke gehört ihm übrigens auch eins mit dem Namen 'd n^y. 32) Handöüchlein für hebräische Leseschüler. Ein methodisch bearbeitete Lefesibet v. Em. Hecht. 2. Ausl. 1848. 8. Der praktische Gebrauch dieser gibel hat sich bereits dar durch''bewahrt, daß sie in % Auflage erschienen und in der That ist sie in ihren 6 Hauptübungen sehr zweckmäßig und da der Preis nur 12 kr. ist, so kann der Verfasser wohl eine allgemeine Verbreitung erwarten. Der Wersalfer ist als Schriftsteller in dergleichen Fächern bereits bekannt;.er schrieb bereits: „Handbüchlein für hebr. Leseschüler", „Biblische Geschichte für Kinder von 6 — 9 Jahren" und ,,Ueber Sabbat- und Feiertagsfchulen und deren Einrichtung (Fulda, 1843, 8)'' und hat in allen den schulmännischen Sinn verrathen. 33) Das bleibende im Vergänglichen. Predigt bei der Einweihung der neuerbauten Synagoge der isr. Gemeinde in Stettin;^am 7. Elul 5608 (v. Sptbr. 1848) geh. von Dr. I. Klein, R. in Stolp. Stolp 1848. 8. (H. M. Fritsch.) Bekannt als tüchtiger Schulmann und beredter Prediger wird der Leser auch diese in so bewegter Zat gehaltene Einweihungsrede mit Interesse lesen, und zwar um so mehr, als sie mit klarer und gesunder Anschauung über die Zeitbewegung mit vernünftiger Begeisterung für den jüdischen Glauben in edler und schöner. Sprache abgefaßt ist. Wir wissen es aus Berichten, wie trübe es noch in dieser Provinz aussieht, so daß man die Wirksamkeit des Hrn. Dr. Klein um so höher anschlagen muß. 746 lieber einige Sentenzen, Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten im Talmud. Gesammelt und erläutert . von Leopold Dukes. (Schluß.) S. 154. Nr. 262. Eben so spanisch: „0« Uezerros y vaeas van pieles a las placas“ (Die Kälber und die Kühe führen ihre Haut zugleich aus den Markt"). Alle diese Sprichwörter drücken versinnlicht den Ausspruch des Publius Syrus aus: „a morte homines tantundem absumus“ (Vom Tode sind alle Menschen gleichweit entfernt). Viele Leser werden sich der Stelle im Talmud erinnern, wo es heißt : -piTD \3E)b 1PJN Dr DW „Bereue [keine Sünden^ einen Tag vor deinem Tode". Die Schüler sagten demjenigen der dies sagte, wie es möglich ist den Todestag zu kennen? Eben darum — erwiederte der Talmudist — weil man denselben nicht kennt, soll man täglich seine Sünden bereuen. S. 154. Nr. 263. Ebenso italienisch: 3,e g-ran pena aver pane, « non ater denti,c (Es ist eine große Fatalität Brod zu haben aber der Zähne zu ermangeln). Ebenso französisch: „11 a du pain quand il n’a plus des dents“ (Er hat Brod, wenn er keine Zähne mehr hat). S. 161. Note 1. Ueber das Zutrinken bei den Alten vergl» auch verschiedene Stellen bei Athenäus. Auch das französische „boire a la saote de queliju.“ gehört hierher. . S. 181. Nr. 381. Das spanische Sprichwort sagt: eorcobado nu vee su eurcoba, y vee la de sun eompanon“ (der Bucklige sichet nicht seinen eigenen Höker, wohl aber den seines Nachbarn). Ebenso das italienische: „tiiuno vede il saceo ehr porta sui dusso“ (Keiner sieh et den Sack, den er auf seinem Rücken tragt). Wir haben bereits a. a. O. bemerkt, daß das 541 □■»yjnn hl nur im figürlichen Sinn von den spätern Schriftsiellern genommen ist. So braucht es unter andern Samuel Useda in seinem sehr schätzbaren Kommentar zum Traktat Abot genannt Midrasch Samuel (tac mc) S. 22. mbn nay1? ins» bott/on1 rjN-tf-: — -/ui o'juin -idin ’JN mnu yni S. 182. Nr. 886. Vergl. oben unsere Bemerkung zu Nr» 54 des Ben Sira. S. 191. Nr. 424. Eben so italienisch: „gli huomini non sorau angeli“ (Die Menschen sind keine Engel). Studien. Sprichwörter im Talmud.