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Der Orient · 1848-11-04 · 45 (4.11.1848) · p. Spalte 711-712

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
45 (4.11.1848)
Date
1848-11-04
Page
Spalte 711-712 (sequence 4)
Language
German
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712 711 Smdien. Geschichte der jüd. Literatur in Babylonien. Geschichte der Mischen Literatur in Babylonien. Eine Skizze von Dr. Julius Fiivst. ' Zehntes Kapitel. (Fortsetzung.) 7. Indem ich hier die kurz skizzirte Uebersicht über die Hochschulen Babyloniens nach den Quellen gegeben, um die Kulturstufe und den Boden, auf welchem das riesige Werk des Talmuds entstanden, geschichtlich begreifbar zu machen, beschließe ich die Darstellung mit einer Zusammenstellung derjenigen chronographischen Schriften, welche eine Aufreihung der wichtigsten Lehrer in der Periode der Amoräer gegeben, um theils die ununterbrochene Kette der Gesetzesüberlieferung, theils die ersten Grundlinien einer Kulturgeschichte aufzubewahren. Es ist bereits oben^o berührt worden, daß die Leistungen christlicher Theologen des 17. und 18. Jahrhunderts, theils in besonderen Schriften und Abhandlungen, theils beiläufig in anderen Schriften, über die jüdischen Hochschulen und über die hingehörigen Specialitäten, kaum in Betracht kommen dürfen, da sie nie über einige zufällig aufgeraffte talmudische Phrasen, über ihre dogmatischen Nebenzwecke hinausgehen, und selbst eine Nachlese zu den oben aufgezählten Schriftendes 18.Iahrh>, welchember die jüdischen Hochschulen, Studiosen, Ferien, Titel, Promotionen zu gesprochen, liefern kein günstigeres und besseres Resultat.^" Nur die Schriften 960) S. 66 Anm. 126 und 127. — 961) Als Nachtrag zu Anm. 126 S. 66 habe ich hier folgende Literatur zu geben, so gering auch die Ausbeute für unfern Gegenstand jedem Unbefangenen erscheinen muß. Nächst Atting, Arnd, v. Auerswald, Held, Heubner, Lund, Ursin, Vitringa, Rhenferd, Bachiewe, Sgambato und Bartolocci, welche über diesen Gegenstand geschrieben und deren Schriften und Abhandlungen ich oben (1. e.) aufgezählt habe, sind noch Bashuysen, Bosseck, Friederich, Goldner, Hille, Menschen, Müller, Nagel, Neubauer, P u r m a n r>, S e n n e r t, S p e rbach und Wilcke, deren Schriften hier folgen, nachzutragen: 1) Mat. Hille: Cummentatio de Hebraeorum Rabbinis sive magistris. Jena, 1741, 4. — 2) K. G. Sperbach: Programmu de Academia Jabhnensi ejus« que Rectoribus Wittenberg, 1740, 4. Inhalts-Auszüge aus diesem Programme befinden sich in: Auszüge aus Disputationen vom Jahre 1741. Theil 111.. S. 273 flg. — 3) Ders : Programina discipuloram sapientum Hebraeorum virtutes duodequinquaginta recensens ad loe, Pirke Abot. Wittenb., 1756, 4. — 4) Hnr. Jak. van Bashuysen: 6et ba-Mdraseb i. e. de Academiis Academicorumque titulorum origine hebraica. Hanau, 1703,4. — 5) Ders.: Oissert. de Allegoriis talmadico-rabbinis. Hanau, 1707, 4. -- 6) Valent. Friederich: Hiss, de titulis doctorum Judaicorm. — 7) Joh. Gli. Bosseck: Programma de jüdischer Verfasser, welche mit geringerer oder größerer Geschicklichkeit und Genauigkeit aus der talmudischen Quelle selbst und aus vermehr oder weniger getrübten Überlieferung geschöpft, können im eigentlichen Sinne als diejenigen Schriften angesehen werden, die über die Periode der Amoräer berichten, und zu diesen gehören:!) Das bekannte Gutachten oder Sendschreiben Sch erir a's, 902 über dessen Umfang und Inhalt ich bereits oben9(33 ausführlich gesprochen. Es war bekanntlich als ein Sendschreiben (Jggeret) an die Gelehrten Keiruwan's, als Antwort auf ihre 2Cnfragen,904 verfaßt im Jahre 967 n. Ehr.9G5, gesandt worden und worin die Reihenfolge der Amoräer in den Rektoren der Hochschule»! angegeben ist.9,56 Chaberim seu Professoribus extraordinariis in Acadeuiiis Judaeorum. Leipzig, 1745, 4. Inhaltlicher Auszug derselben Schrift befindet sich in: Vollständige Nachrichten von kleinen akademischen Schriften vom Jahre 1746. Th. 111. S. 342 flg. — 8) Joh. Gerh. Menschen: Oratio de directoribus schoiarum hebraicarum. Eingedruckt in dessen Novum Testamentum ex Talmude illustratum (p. 1190 flg.). — 9) Joh. Duv. Müller: Cummentatio de academicis doctorum Judaicorum disputationibus. Leipzig, 1741, 4. — 10) Joh. Andr. M. Nagelr Diss. de modo disputandi, quo doctiores Judaei quondam Norimbergae in exercendis atque acuendis suis discipulis usi sunt. Altdorf, 1737, 4. Diese Abhandlung gehört insofern hierher, als die Disputirweise der Nürnberger Talmudisten als in der Weife der Talmudisten überhaupt dargestellt wird. — 11) E. Fr. Neubauer: Diss. de jua-e disputationum apud omnes omnium religionum populos, exceptis Turcis (Das 2. Kapitel bandelt speeiell über die, Disputationen der Juden). Halle, 1731, 4. — 12) Joh. Ge. Pur mann: Programmu de re scholastica Judaeorum. Franks, a. M., 1779/ 4. —~ 13) Aug. Lebr. Wilcke: Lpistola de solenn! magistrorurn promotione in Judaeorum Academiis celebrata. Wittenberg, 1758, 4. — 14) Ge. Lndw. Goldner:!)e honoribus doctorum veterum. Programm. 111. etIV. Gera, 1712, 4. — 15) Andr. S enn er t: Exercitatio de schoiis et academiis sic dictis veterum Hebraeorum, nec nun promotionibus honorumque titulis apud eosdem. In dessen: Heptas, Exercitati.on«s oritico-philologicae. Wittenberg, 1675—81, 4. — 962) Tefchubot Rabbenu Scherira Gaon, bei Raschi entweder UM (Gittin 60 b) oder bw “HD pDD I1K.1 N'mt# (Ketubot 7 b) genannt, bei Na chmani (Milchamot zu Ketub. c. 5) mit dem Anfänge ,-prpJ rütyon bezeichnet. — 963) S. 4 Anm. — 964) Meor "Enaj. c. 29 Ende. — 965) In dem handschriftlichen Exemplar bei de' Rossi (Me'or *Enaj. L c.) lautete der Schluß nn rüttf 3rDJ HOW TH37 NrUHDH nnm pob und diesemnach wäre dieses GA. im Jahre 986 n. Ehr. zu Firuz-Schabür von Scherira verfaßt wordenallein da der Inhalt blos bis 967 reicht, so ist dieses Datum vorzuzkehem — 966) Abgedruckt wurde dieses Sendschreiben od. GA. Scherira's zuerst von Sam. Schullem im Juchasin: Kstpl. 1566, 4. überdr.: Krakau, 1580, 4; dann wurde es ausgenommen in der Sammlung der Gutachten von den Geonim, genannt Scharre Zedek: Salonik, 1792, 4z nach einer neuen

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