Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 44 (28.10.1848)
- Date
- 1848-10-28
- Page
- Spalte 691-692 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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691 692 Srudien. Biographie Hillel's. das mir vorliegende ppp hingegen handelt lediglich von der Kosmologie, sogenannten o^n und der Zcrtheilnng der kabbalistischen Sefirot. — Alte drei Abhandlungen zusammen enthalten 20 Bt. in 4. — 5) HÜ '3DD. Astronomische kabbalistische Dissertationen über die Himmelskörper und deren Bewohner, sammt einigen Auslegungen des .Schars von N. Chanoch Sunde! Lublin. Olexniz, 1769, 4.. — 6) nyhn iöd. Abhaildlungen on'SDH über die üblichen Gebete, von R. Meier Jbn Gabbai, welcher dieses Buch in einem Alter von 26 Jahren am Donnerstag, den 12. Nisan pDh D"-s (1506) verfaßte. Zum ersten Mal gedruckt: Konst. 1560, dann Krakau 1581 und Zolkiew 1600, endlich mit Hinzufügung eines poetischen Progranuns zu diesem Werke: OhSlaw (im Kiewschen Gouvernement) 1820, 4. 47 Bl. durch Rabb. Mendel b. Jesaja und Rabb. Jesaja b. David. — (Fortsetzung folgt.) Biographie« -er Talmudisten. ii. Hillel der Aeliere. Von Dr. I. H«. K. Biesenthal. (Fortsetzung.) Diese heftigen Streitigkeiten wiederholten sich sogar häufig im Tempel selbst, bei der Darbringung von Opfern.'^ Auch über die Ausübung ves Rituals des Passah entspann sich einst zwischen den Lehrern ein heftiger Streit. Der erwähnte Fall wird auf folgende Art berichtet. Der Rüsttag des Osterfestes fiel einst auf einen Sonnabend, und das Volk brachte, wie-gewöhnlich, die Opferthiere in den Tempel, um sie als Pa ss a zu schlachten. Da erhob sich plötzlich zwischen den Vorstehern ein Streit: ob es überhaupt erlaubt sei, den Sabba t durch das Schlachten des Paffaopfers zu entweihen? Keiner war da, der im Stande war, den Streit zu entscheiden, und auch Keiner konnte sich entsinnen, wie bei ähnlich vorgekommenen Fällen die Praxis auSgeübt wurde. Da sendete man zu Hillel, welcher entschied, da selbst das tägliche Opfer am Sabbat nicht ausgesetzt wurde, so braucht es auch nicht das Passa. Diese Entscheidung erwarb ihm die Gunst des mit den Opferthieren harrenden Volkes — und sogleich wurde er zum Präsidenten des Synedriums gewählt. Und als er während seiner Vorträge von den Leh- 13) Beza 20 a gegen Ende: jpp ^,-q riWJ/D l"n ’TDVn xbp rort v'2 rp^y iino^ mty1? ir6iy M'2Niy n'3 btt dt niDJ oi’n wini . . . '121 jpin indc 'ui iniDD n^n yap1? wp3i rib bp. rern oft Beleidigungen zu. ertragen hatte, schonte er sie gar nicht, sondern sagte ihnen, daß ihre Faulheit und ihre Unwissenheit ihn nur bewogen habe, seine friedliche Heimath, wo er fern von Würden und Bürden lebte, zu verlassen, um nach Jerusalem zu ziehen. Diese entschiedene männliche Antwort verschaffte ihm auch die gebührende Achtung.11 War er nun streng und ernst gegen bornirte Anmaßung von Halbwissern, so verließ ihn seine Geduld und Sanftmuth dennoch niemals gegen Arme und Bedürftige, so wie auch gegen unwissende Leute. Nichts war ihm zu theaer und zu viel für Hilfsbedürftige. Ein 'in frühern Jahren sehr begüterter Mann aus vornehmer Familie, der an allen Luxus und Ueberfluß des Lebens gewohnt war, kam zu Hille! und suchte eine Unterstützung nach, welche ihm auch gewährt wurde. Bei seiner Abreise machte auch der Arme auf ein Pferd und einen Vorläufer Anspruch; und da letzterer nicht zu finden war, so gab Hillel sich selbst zu diesem Geschäfte her und lief so vor dem Fremden drei Mil.15 Trefflich sind die Sittensprüche, die uns von ihm noch aufbewahrt geblieben. „Sei stets ähnlich dm Schülern Ahrons, liebe den Frieden und strebe nach ihm; liebe die Menschen und suche sie dem Gesetze Gottes zuzuführen. Derjenige, der seinen Namen groß machen will, dessen Name vergeht; wer in seinem Studium nicht fortschreitet macht Rückschritte; wer gar nichts lernt ist des Todes schuldig; wer seine hohe Stellung (die hohe geistliche Stelle, als Mittel zu irdischen Zwecken) misbraucht, schwindet dahin. Sondere dich nicht von der Gemeinde ab. Vertrau dir selbst nicht, bis an. den Tag deines Todes. Richte deinen Nächsten nicht eher bist du dich ganz in seine Lage und in seine Verhältnisse versetzt hast. Sage nicht, daß irgend eine Handlung nicht bekannt werden möchte, denn zuletzt wird doch Alles offenbar. Verschiebe nicht das bernen, bis auf günstigere Zeit; denn vielleicht wird diese nie eintreten. Ein roher Mensch scheuet die Sünde nicht; ein Unwissender kann sich nicht übertriebener Frömmigkeit hingeben; der Schüchterne lernt nichts, und der sich leicht Ereifernde taugt nicht zum Lehrer. Uebung in Handelsgeschäfte macht nicht immer weise; wo es an Männern fehlt strebe du Mann zu sein. Einst sah er einen Schädel auf dem Wasser schwimmen und er redete ihn also an: weil du ertrankt hast wurdest du. wieder ertränkt und die dich ertränkten werden am Ende wieder ertrinken." 14) Pesachim 66 a: N1'.lt> ~\W]1 JJD2N btl lDtt DM . . . . X-P i2xro&y nnn pidd dm ijjt N^i.iracy rdEO .... iDty ’bnn ^>Pni teo “iriN oin iNipi ir6ty tnn .Tiii crrfyj nw vdj’di cvn-q innmn td D21? D1.1 '12 an*? “IÜM D'2212 pDJpD 1>nm )Pd DlVt- D22 nnt£' mbay D2't-y M'M nviNi ^2212 nPyNap 15) Kerub. 67 b: npbw Jptn V l’ty HD« DM 1'wP *DJ1) vby 212~b D1D 2NM D’21D p ’jyP pP'D rwhw pi wsb pnP 23y nsjd nP H2M. 16) Pirke Abot Kap. 1. 14, 2, 5.