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Der Orient · 1848-10-14 · 42 (14.10.1848) · p. Spalte 667-668

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
42 (14.10.1848)
Date
1848-10-14
Page
Spalte 667-668 (sequence 6)
Language
German
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661 Studien. Literarische Analekten. 668 Vom Talmud an ist eine große Lücke in der Geschichte des hebräischen Sprachstudiums. R. Jona den G'annüch hat in seinem Wörterbuch manches Etymologische nicdcrgclcgt, besonders in der ablcitcnden Art, er hat, wie man aus den Auszügen bei David Kimchi sichct, das Arabische benutzt. Ob derselbe für die philosophische Etymologie auch etwas geleistet hat, wissen mir nicht, da wir sein Wörterbuch nicht gesehen haben. (Beschluß folgt.) Literarische Analekten Im LB. Nr. 31 l. I. liefert Hr. Dr. Frankel eine treffliche Biographie über Chiskijja de Silva, Verfasser des Peri C ha da sch. Es scheint, daß Hrn. Frankel die Original-Ausgabe des P. Eh. zum Orach Chajjim (Amsterdam, 1706) vom eigenen Sohne des Verfassers, David d e Silva, zum Drucke befördert, unbekannt geblieben ist. Außer einigen Notizen, die Letzterer in einer dem Werke beigefügten Vorrede über dessen Herausgabe liefert, wie z. B. daß er auf seiner Reise von Jerusalem nach Amsterdam von Seeräubern überfallen worden und daß er nach völliger Ausplünderung nur durch vieles Bitten noch das Manuskript zurückerlangen konnte, ferner daß bald nach dem Lode seines Vaters auch sein Großvater, wahrscheinlich mütterlicher Seits, der berühmte Rafael Mardechai MaLchi in das andere Leben überging; stehet noch von demselben an der Spitze des Werkes eine spanische Widmung an Jakob Israel P ereyra, den Mäcen der damaligen jüdischen oder besser talmudischen Literatur. Diese Widmung gibt so manches Licht über die Lebensgeschichte des Verfassers und in welchem Verhältnisse er zu letzterem gestanden. Wir wollen sie also in diesem Blatte als Beitrag und zur Vervollständigung obenerwähnter Biographie des Hrn. Fränkel in einer treuen Uebersetzung mittheilen. Widmung dem sehr edlen, berühmten, eifervollen und wohltätigen Hm. Jakob Pereyra. . Hochwürdigster Herr! In den Finsternissen der Nationen erwählte Gott den frommen und ehrwürdigen Patriarchen Abraham und schloß mit ihm das Bündniß, daß aus seinem Samen das würdigste und geliebteste Volk entstehen soll. Dieses erfüllte ec in Jakob, nannte ihn Israel, übergab dessen Söhnen sein heiliges Gesetz undließ es in den Stürmen und Wirren der Zeit, durch Fleiß, Untersuchung und immerwährende Nachforschung im heiligen Glauben bewahren, wozu er auch in allen Jahrhunderten nicht blos ausgezeichnete Männer hervorrief, die es erforschten, sondern auch die berühmtesten Matadoren, die es unterstützten, sowohl durch ihre Fähigkeiten, als durch ihren Adel und die Vorrheile des Wohlstandes, womit sie Gott unter ihren Mitbrüdern großgemacht. In unserem Zeitalter gefiel es der göttlichen Majestät Sie mit allen diesen Vorrechten zu begünstigen, als durch einen angeerbten Adel, durch vortreffliche Fähigkeiten und durch einen nur zu sehr verdienten Wohlstand; dazu kommt noch die Auszeichnung und Liebe, die ihnen in den ansehnlichsten, von Ihnen mit so vielem Beifalle in dieser Provinz verwalteten Aeintern, von fo vielem ausgezeichneten Fürsten zu Theil geworden. Wie jener andere Jakob führten auch Sie den Namen Israel, hielten ihn aufrecht durch die Macht des Armes, durch Aufopferung des Vermögens, sowohl in dieser Gegend, als in jener entfernten unseres gelobten Landes. Als Abraham Pereyra, den Gott erhalte, die vortreffliche Jeschiba in Chevron gründete, waren Sie ein zweiter Jakob, der sie mit reichhaltigen Geschenken vergrößerte und damic noch nicht zufrieden, gründeten Sie neuerdings mit einem edlen Eifer eine andere in Jerusalem, setzten zum ersten Oberhaupt derselben meinen seligen Varer ein, wo er im Vereine der übrigen vortrefflichen Männer, die daselbst angestellt waren, mit unüberwindlichem Eifer das Studium unseres heiligen Gesetzes betrieb. Da verfaßte auch mein Vater dieses vortreffliche Werk, wovon er schon im Leben einen Theil der Presse übergab; der andere sucht noch seinen Herrn. Dadurch bewogen, ja von meiner Kindespflicht dazu angetrieben, übermachte ich Ihnen die gänzliche Herstellung dieses Werkes, es nehme zu seinem Centrum die Zuflucht. Sie haben die besten Mittel zur Erlangung dieses Zieles.angewendet, indem Sie, solange mein Vater lebte, Nahrungsmittel zu seiner Erhaltung ihm geliefert; es kommt Ihnen jetzt nicht minder zu, da er gestorben, seinen Geist ins Leben zu rufen, der ohnedies des Rufes beraubt bleiben würde, so lange er nicht aus dem Dunkel der Vergessenheit in das Licht der Dessentlichkeit übergehe. Nehmen Sie den Wunsch und die Achtung eines armen Pilgers wohlgefällig an, sammeln Sie die Früchte ein, die Ihre eigene Großmuth erzeugt. Indem Sie dieses Werk Ihres Schutzes würdigen, wird es sowohl durch den Stoff, den es enthalt, als in Anbetracht der würdigen Persönlichkeit, die es schmücket, keinen Tadler haben, der es verdunkelt, wohl aber Beifall erhalten, der es berühmt macht zmn Wohle und zur Verbreitung unseres heiligen Gesetzes. Möge auch Sie der Herr auf dem höchsten Gipfel der Glückseligkeit mit Leben und Wohlthaten beschenken, die er Ihrer ganzen edlen und vortresflichen Familie gewahrt. So sei es Amen. Ew. Wohlgeboren ganz ergebenster Diener- David de Silva. Von,dieser durch Jakob Israel Pereyra in Jerusalem gegründete Lehranstalt, in welcher Chisk. stets als Oberhaupt gegolten, erwähnt auch der Verfasser des Peri Ha-Arez Choschen Ha-Mispot §. 10 wie folgt 4 n"n ‘em rman N-inD jpp no wvid rnm “iw?D'Di, nniro 'd bw ■otian nnuon '’pin infes ri'z bv mvD pnV* ynpn ew bw iethd rvm d^tu 2pJP rm NHptfl NinD Dpjj\ Diese Großmuth

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