Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 42 (14.10.1848)
- Date
- 1848-10-14
- Page
- Spalte 669-670 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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669 Studien. Literarische Miscellen. — Kurze Anzeigen. 670 der Familie Pereyra hat sich noch im Verlaufe der Jahre kenntniß wegen Kara (jop) genannt wurde, im Drucke ausvon Vater auf Sohn vererbt und der citirte Verfasser sagt in der Vorrede zum Werke: pm ■ ns nD*“D DJ «oms DmrN nnt-n njtd np joyj yDJ mriN n^vn D^tfO D'D'» UN N^V Was die Abfassung und Herausgabe seiner Werke betrifft, so hat de Silva den Kommentar zu früher verfaßt, wie seine häufigen Citare im Jore Den hinlänglich erweisen, und welchen Beweis selbst der Umstand, daß sein im Orach Chajim gelieferter 600jähriger Kalender erst vom Jah-ee 1694, also drei Jahre später als die Herausgabe des andern Werkes beginnt, nicht erschüttert, weil er wohl dlesen.,Kalmder absichtlich von später» Jahren begonnen haben mag. Nach seiner eigenen Angabe in einer Vorrede zu Jore Dea, brachte de Silva zwei Jahre mit der Verfertigung dieses Werkes zu; er wollte es jedoch vor der Veröffentlichung noch einmal überarbeiten, da wurde ihm bei einer in Jerusalem vorherrschenden Noth der Auftrag getheilt, als Sendbote zur Sammlung von Spenden nach Europa zu gehen. Bei dieser Reise gelangte er nach Amsterdam, dem damaligen jüdischen Eldorado oder europäischen Jerusalem; erfreute sich daselbst einer freundlichen Aufnahme von der sefardischen Gemeinde, wo er ein Jahr verweilte und mit deren Unterstützung seinen Kommentar zu Jore Dea 1691— herausgab. Der Kommentar auf ryN wurde erst nach seinem Lode von seinem Sohne herausgegeben. In einer von den jerusalemischen Rabbinen diesem Werke beigedruckten Haskama heißt es auch wie folgt: n’i , mmn UBtt/n ib/n o«n miN in by nsw Dsm mnnN hjcpd nirn nvi , kud'kd ntniN Disnn toid by im’pyn1? yar D’-pn inriN -»riN rr^n n"N ann ns ~©d n ptAN-ot:/ ptyN-in 'o tbw pa'jiD ns’ n1? nNtb \\i niD^n by itn n1? ’d i’nnsiNn ri’D D5D3 Nibn abiyi. Dieses zur Berichtigung der von Hrn. Frankel aufgestelllen Zweifel und Ungewißheiten in Betreff der Herausgabe dieser Werke. M. Zipser, Rabbiner. Literarische Miseellen. Der Ehrenname Kara (im Talmud). In Nr. 39 Co l. 637 macht mich Hr. Kirchheim darauf aufmerksam, daß meine LB. d. Or. 1846 Col. 826 gegebene Anmerkung, daß Chijja seiner Schristkenntniß weZen Kara genannt wurde, unrichtig ist, indem an. den allegirten Stellen (j. Jebamot S. 71 und Jalkut zu Hose^a §. 533) nichts 'davon steht. Indem ich hier bemerke, daß die allegicten Stellen sich auf den Ausdruck Kara für Schriftkenner in Talmud und Midrasch beziehen, was daraus wirklich erwiesen ist; sehe ich, daß die Quellenangabe, daß Rabbi Chijja seiner Schriftgefallen ist, und es würde mir sehr lieb sein, wenn mich Jemand auf solche Stelle aufmerksam mache. R. Chanina, einen Zeitgenossen Chijja's, nennt der Talmud (Ta'anit 27 b) ebenfalls „Kara", wozu Raschi die Erklärung giebt N-)pD ^2 rpnttf, dieser Eigenschaft wegen ruft ihm Jannai zu: "pnp pp plD (Berachot 30b; Jebamot40 a u. a. St.) oder ^p-f (j. Sabbat c. 7 u. a. St.) und wie Chanina hießen auch andere so. Wo aber die Belegstelle für Chijja ist, weiß ich jetzt nicht mehr, und ich bitte um Mittheilung in diesem Blatte. Im LB» Nr. 18 will Herr Landrabbiner Drei)fuß die Priorität einer von mir im Namen Karo's aufgestellten Meinung im Midrasch Jalkut Nachweisen, welchen er jedoch nicht zur Hand hatte. Ich will dieses ergänzen. Die Stelle ttmn ' CHMD befindet sich am Ende von §. 168 zu Schemot. Noch bedeutsamer sind aber folgende Worte in §. 169, wo ad vocem H&7D folgende Schotte aus der Mechilta mitgetheilt ist. DJD nrv6 IßXW nyt£/2 im yhy Pp ddn ntöwi> mö$* rw b "idn ton hd n&o b not* nwtb i? runü yw *■£ ddik D'dp D^ )NOD i’yh rfrnn i? njw pn b td nm dn jnr6 >\^cn onpn po1? üj) nby ’Pp? Pb* msb npru Karo's Erklärung dient übrigens besser zur Rechtfertigung Moses, weil er ihr zu Folge nicht schon vor der Verehlichung, sondern erst bei der Geburt Gerschoms, gleichsam ohne Wahlfrei heit in die Nichtbeschneidung willigte, und seinen Schmerz hierüber in der Benennung dieses Sohnes ausdrückte. Schott. Kurze Anzeigen. 24) Jüdische Zustände m ihren verschiedenen Gestaltungen und Beziehungen und ^war zunächst: Sulamith oder das Judenthum in semer Beziehung zur Pflege der heiligen Sprache und den dazu berufenen Personen, hebräisch und deutsch poetisch dargestellt von R. I. Fürstenthal. Breslau, 1848, 8. In hebräischen und deutschen Versen beklagt der Verfasser, daß die Juden daß Studium der hebräischen Sprache aufgegeben, in der Weise, wie seit der Zeit der Sammler die neuhebräische Muse immer und immer ihre Klagen angestimmt. Wir können eß nicht läugnen, daß es gewiß zu bedauern ist, daß in den jüdischen Religionsschulen zum großen Nachtheile der Religion der hebräische Unterricht vernachlässigt wird, daß selbst unter den Rabbinen die Kunde der alten Religionsquellen, die Kunde des Hebräischen abgenommen, was nicht wenig zur Degradation des Rabbinismus beigetragen. Allein Klagen helfen nicht, wo dieZeitrichttmg mit eiserner Gewalt herrscht, und wir können auch ganz den Verfall