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Der Orient · 1848-08-12 · 33 (12.8.1848) · p. Spalte 515-516

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
33 (12.8.1848)
Date
1848-08-12
Page
Spalte 515-516 (sequence 2)
Language
German
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515 Literaturberichte v. Wunderbar. — Die jüd. Schulen in Babylonien. 516 TOS THD; ein hebräisches Gedicht zur Begeisterung im Glauben von Rabbi Jonatan Eybenschütz, welches er in seiner Zugend verfaßte, und in seinem Buche NNZ-N abgedmckt worden ist. — Lemberg, 1815. kt. 8. 30 Bl. bei Herz Großmann. — 321) ^pirp trD 1DD. Diverse Deruschim zum PentaLmch von Rabbi Jechesk'el Katzenelnbogen. Porizk, 1786, fol. — 322) OipO Diverse Rechtsgutachten und Erklärungen zu Jore Dea nebst Anhang betitelt wo talmudisHe Erklärungen zu einigen Talmud-Traktaten gegeben werden, verfaßt von Rabbi Samuel b. Elkana, früher als Rabbiner zu m Hamburg domizilirend; ist aher später nach Mitau m Kurland als Niabbiner berufen worden, woselbst er auch im Jahre 1742 verstorben ist. (Siehe meine Geschichte der Juden in Kurland und Zustände derselben Ln Mitau, im LB. des Orients 1847, Sp. 157.) Mona, 1722, fol. - (Fortsetzung folgt). .. Geschichte Der jüdischen Lileratnr in Babylonien. Eine Skizze von Dr. Julias Fürst. Zehntes Kapitel. (Fortsetzung.) 4. Durch Vorführung einer wieder emporgeschoffenen Schulthätigkeit zu Neharde^a (von e. 300 bis c. 420) in der Zeichnung des allmälig erb lassenden Lebens der pum-baditäischen Hochschule unterbrochen, muß die weitere Darstellung hier um so eher dahin zurückkchrm, als Neharde^a mit seinem letzten Lehrer Am vmar (st. c. 420) für die talmubische Periode ganz aus dem Kreise der Hochschulen geschieden, und mit Sora, dem einzig wichtigen Orte der traditionalen Studien, blos noch Pum-Badita wetteiferte. Der bei Asche's Tod noch sungirende Rektor zu Pum-Badita, Gabiha aus Be-Ketil, gab freilich in seiner Bedeutungslosigkeit für die Nebenbuhlerin Sora's dos Zeugniß der Abstervung und der Hinfälligkeit,, und man könnte fast versucht werden, sie wie Neharde'a als für den talrrmdifchen Zeitabschnitt erloschen anzu sehen; allein wenn einmal die Hochschule Pum-Badita's bis zu ihrem gänzlichen Aufhören geschildert werden soll, so können wir auch ihre HerbstM und ihren Winter nicht übergehen, und wir führen daher ihre Rektorenfolge um so lieber bis zu Ende dieser Aeitenscheide fort, als jene Ermattung und Schwunglosigkeit inden Studim selbst gelegen und es in Sora auch nicht anders war. Auf Ge bi ha, der in seinem vierzehnjährigen Rektorate (418—432) über Asches Tod (426) hinaus die Hochschule zu P u m - B a d i t a geleitet hatte und erst im Jahre 432 gestorben war, folgten bis zum.Abschlüsse des Talmuds die hier aufzuzählenden Schulhäupter: 1) Rafrem (R'Efrern) aus Pum-Badita.818 Dieser übernahm nach Gebiha im Jahre 432 n. Chr. das in seiner Vaterstadt erledigte Rektorat.819 Wie sein Vorgänger ebenfalls in der Periode des Sinkens der Studien fungirend, nur in wenigen Spuren des Talmuds noch erkennbar, wissen wir von ihm nur, daß er unter Acha b. Raba, seinem Vorgänger daselbst ( 413—418) , schon ein gewisses Ansehen gehabt, da er mit ihm wie mit einem Kollegen über eine ehegesetzliche Frage disputirte.820 Sßlit dem Zeitgenossen dieses Acha v Raba, nämlich mit R'Abina, der als Schüler Raba s einen rühmlichen Namen gehabt und der schon 421 gestorben, harte er ebenfalls kollegialischen Umgang,821 und es läßt sich mit Recht daraus schließen , daß er beim Antritte des Rektorats (432) in Jahren vorgerückt sein mochte. Dem damals sungirenden Exilarchen Mar Sutra b. Müre, der in Sora seinen Sitz hatte, war er untergeordnet, während die soram'schen Schulha'upter, obgleich im Ganzen die Exilarchen unter den sassanidischen Herrschern eine Art von Gewalt geübt,822 eher über die Exilarchen eine Obmacht errungen. Daher kam es, daß er sich zu Mar Sutra, als er nach Hagrurn'a (432—41) 823 gekommen, um daselbst einen Pirka-Vortrag zu halten, wie ein Untergebener verfügte und in dieser Weise mit ihm sprach.82^ Sein Charakter warmild und, für Mißtrauen unempfänglich;- er gab von seinen Heerden, die er besaß, die im Pentateuch vorgeschriebenen Priestergaben, ungeachtet der damalige Prkesterstand zu Mißtrauen 818) So wird dieses Schulhaupt, zum Unterschiede von Rafrem b. Papa aus Sikara, der früher daselbst Rektor war(387—394), von den Chronographen und nach dem Talmud bezeichnet. Zur Abkürzung wird er auch Rafrem U. genannt (Sed. ha-Dor. 45"b). Ueber den Namen Rafrem d. h. R'Efrem s. oben S. 212 Anm. 648. — 819) Scherira S. 38 und nach diesem die übrigen Chronisten. In der Schullem'schen Reoension des Scherira fehlen gerade hier zwei Zeilen und damit auch die Angabe über unsere Lehrer. Diese zwei Zeilen sind : OM p otdi nnroi b'ra on nd'DJ m ~j"cyn riÄn 3’DCy) DID. Hingegen ist die Fortsetzung wieder in der Goldberg'schen Recension unrichtig, indem es heißen muß: 'w ißim Dl nnnDl, wäfyvenb das N'INM fehlt. — ' 820) Jebamot 37 a. — 821) Soma 78a. — 822) Scherira S. 38. — 823) Der Exilarch Mar Sutra starb 441 n. Chr. (Seder Tannaim, abgedruckt in Kerem Chemed IV. S. 187). Zwar heißt es dort blos rbl) wn m tptt) tim rWD, ohne deutliche Angabe des Namens,' da jedoch die Lesart W&l wJin Dlf wie sie Machasor Vitry hat, offenbar unrichtig ist, so kann nur der Name -)D zu ergänze!? sein. 824) Sma 1. c. -

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