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Der Orient · 1848-07-29 · 31 (29.7.1848) · p. Spalte 493-494

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
31 (29.7.1848)
Date
1848-07-29
Page
Spalte 493-494 (sequence 7)
Language
German
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493 Studien. Biographische Skizzen von Dv. I. 2t. Frankel. gestellten Ordnung, Etwas ausgefertlgt hatte. Hingegen har er einen Kommentar zum Choschen Mischpat wohl beginnen wollen, aber nie begonnen, weil ihn der Tod vor der Verwirklichung seines im Peri Chadasch I. D. 18,18, ausgesprochenen Wunsches dahingerafft. . . dn .)"tü;D ßVn 1DZ D'TD n, Nach Anfertigung eines geringen Lheiles seiner projekrinen großen Arbeit begab er sich nach Amsterdam, wo er 109 l zuvörderst b«n Kommentar zum Iore De^a veröffentlichte und ihn mit dein Namen Peri Chadasch belegte, weil fcjnn Anfangsbuchstaben von Chiskijja di Silva enthalt. Dieser, später seht häufig gedruckte, so Fürth 1769, erstreckt sich vom 1. bis 122. Kapitel, und liefert am Schluffe noch Nachträge über alle 'diese Kapitel. Der von ihm und bei seinem Leben nicht mehr edirte Kommentar zum Orach Chajjim beginnt mit dem 46. Atnb schließt mit dem 149«, fängt wieder mit dem 417. an und endet mit dem 697., so daß vom ganzen Orach Chajim 313 Kapitel ohne Kommentar geblieben, und 384 mit demselben erschienen. Der beigedruckte Kommentar zum Eben - ha-"Eser handelt nur über die 8 Kapitel von' 119 bis 126, die angefügtcn Scholien zu Maimonides Zad ha-Chasaka erklären nur vier Halachot, und die am Schluffe befindlichen Analekten t£Hil HD ^)p^ nehmen nur wenige Blätter ein. Doch weichen die verschiedenen Ausgaben sehr ab, und die eine, wie die Prager von 1785, umfaßt den Kommentar des Orach Chajjim, so weit er hier beschrieben wurde, und die Analekten enthält, aber Nichts vom Kommen» tar-zum Eben ha-*Eser und von den Scholien zum Maimonideö, während die andre Ausgabe, wie die zu Karlsruh von 1747 Letzteres ausgenommen, hingegen den Kommentar zum Orach Chajjim von K. 46 bis 149 nebst den Analekten nicht abgedruckt hat. — Man möge sich aber durch die häufige Erwähnung dieses Kommentars in jenem zum Iore De*a (99, 16; 87,1; 98,6; 108,14; 110,.2; 121,8; 122, 9 rc.); nicht zur Annahme verleiten lassen, der zum Orach Chajjim sei früher verfaßt worden, denn in diesem findet ffich häufig-YiNtflD N'b pnDNH ta tad) *W und am Ende der Hilchot Gittin: ni^'d ’i '!pm''irro primcn mn typrirü rnym ..... pjyn "nc.i1? -nlsV U’jt nPi h^dd bm vom Herausgeber angeführt, welche Worte den Beweis liefern, daß dieser Kommentar erst nach dem Lode Chiskijja's gedruckt ist. Selbst die Abfassung dieser Fragmente fand nicht ununterbrochen, in einer fortlaufenden Zeit und durchweg früher als jene des Iore De'a-Kommentars -statt; denn der in Peci- Chadasch O. CH. befindliche sechshundertjährige Kalender beginnt mit 1694 .in welchem Jahre-der Kommentar zum Iore De*a längst veröffentlicht gewesen. — Er verfaßte auch Gutachten zum Orach Chajjim unter dem Titel cpT) D'-O, und gab während seiner Anwesenheit in Amsterdam, also 1691, Predigten in spanischer Mundart heraus. Ueber erstercs Werk vergleiche man Beer Jakob (Fürth 1767, Bl. 46a.) und Asulai Th. 1. Buchstabe Num 28; über letzteres: Zunz in G. V. S. 434 Anm. a. und b. — Ob er ein mystisches Werk zum Talmud geschrieben, dies aber später selbst 494 unterdrückt und mit diesem unvorsichtiger Weise auch den Kommentar zu Hilchot Sabbat'vernichtet habe, bleibt selbst nach der von allen Rabbinen Jerusalems dem Asulai festgegebenen Versich-trung sehr zweifelhaft, weil Chiskijja zu viel gesunden Verstand besaß, um in und mit der Kabbala zu schwärmen. Chiskijja führte zwar den Titel „ Schuloberhaupt in Jerusalem^, verwaltete auch das Rabbinatsamt in so weit, daß er rituelle Fragen entschied (Peri Chadasch O. CH. 451, 18; 466, 1; 467, 9; 489, 8; ID. 118, 18);. dennoch verweilte er mehre Jahre außer Landes, und befand sich nicht nur 1691 in Amsterdam,, sondern auch und vielleicht nach ununterbrochenem Hin- And Herreisen 1698 in Hamburg, wo er von Hirsch Aschkenasi wegen gewisser.erleichternder Entscheidungen (s.GA. V32 DDn 39) zu Rede gestellt wurde und hatte ebenso Egypten, vielleicht gar zum öfter», besucht. Denn er erzählt (Peri Chadasch O. Ch. 496, 3): "Mtta H)?n)als wenn er diese Reise mehrere Mal unternommen. Kein Wunder also, daß er selbst neuere, bis nach Palästina zur Zeit nicht vorgedrungene Werke kennen lernte und benutzte, wie den Kommentar DTON p)D (Peri Chadasch O. Eh. 440, 4z 450, 5), den Komm, HO (P. CH. Eben h ll-*E. 125,8) und daß er sogar die 1691 herausgekommenen: B-kt Hillel und Schaar Efrajim noch beim Drucke des Peri Chadasch zum ID. durchlas, über beide am Schluffe seines Werkes eine kurze Kritik lieferte, und besonders den weniger geistreichen Verfasser des Bet Hillel stark mitnahm. Überhaupt gebricht es ihm nicht an Muth, seine gefaßte Ansicht fast schonungslos zu vertheidjgen, und Erleichterungen, selbst gegen die Behauptung früherer, mitunter sehr bedeutender Rabbiner aufzustellen. So urtheilt er (P. CH. ID. 110 in Kunteras Acharon) theilweise erleichternd gegen Heschel, Rabb. in Krakau, Mose Lama, Samuel Ko id en ower und H il el ben Na fr a li Hirz, mit den Worten: ->NH) 'ZN' p miD'WW'Dl itaüita. Als Folge dieser freien Ansichten und scharfen Aussprüche können wir sowohl den gegen ihn geführten Kampf vieler bedeutender Männer -und mancher Finsterlinge, des Hirsch Aschkenasi, des Mose Ibn Chabib, des Alexander ben Efrajim Salomo Schor, Vs. des n)tt/ niNDD, nnnn ntaw und HM, der seinen Glaubensgenossen in 'der Vorrede genannter Werke zuruft: HD1N p^ iTpTn DDfiN NW ta? ''K^, des ChajimIbnAt 1 ar, Verfassers des Peri Toar, sogar des eigenen Schwagers Mose Chages, mit Recht anfthen, als auch das gegen seinen Kommentar zum ID. in Egypten ausgesprochene und streng befolgte Leseverbot, von welchem Abraham Ha-Lewi im Ginat Weradim ID. Regel 3 Num 3 uns berichtet. Doch dauerte dies Verbot nur bis zu seinem Tode, indem nach demselben sein Schüler Salomo Algasr der Jüngere zum Rabbiner in .Egypten erwählt, während der 45jährigen Rabbinatsverwaltung nur nachden in Peri Chadasch ausgestellten Ansichten des Lehrers die Entscheidungen abgegeben. Allein so

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