Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 31 (29.7.1848)
- Date
- 1848-07-29
- Page
- Spalte 487-488 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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48? Studien. Lit. Miscellen v. R. Weiße.-— Ich. Jbn Bal'am v. Dukes. 488 Gelegentlich wollen wir einer nngcmci» possierlichen Verbesserung erwähnen, die eine gütniüthige Druckcrscclc mit dem benannten Werke WolfSsohn'S vorgcnommcn. Die Originalauflage hat in deutscher Uebcrsctznng (mit hebt. Lettern) „Genisterwnrzeln sich zu sättigen" (Hiob 30, 3). Dafür verbesserte die Wiener Auflage (1806 ff.) „genossen Wurzeln sich zu sättigen". So steht's gedrückt. Der neue Herausgeber hielt „Genistcr" für ein verfehltes Jmpcrf.von „genießen", und erwies unserm W. den Liebesdienst „genießen" zu korrigircn. S.o crgiugs einem unglücklichen Gcnisterstrauche, der durch Baühornö Schwarzkunst in ein unregelmäßiges Zeitwort verwandelt lvurdc. ' ' 4. . '■ \; o j> ' n; Wir kommen auf dieses Wort nochmals zurück, und erlauben uns darüber folgende Hypothese aufzustellen. Daß slat. const. v. ist wohl nicht nöthig zu erwähnen. Ajil ist eine Bezeichnung des männlichen Geschlechtes; denn Ajit heißt im Targ. und von heißt es (Ketubot 11.8.) nuiDH rr6\ El Kamza könnte daher das Männchen des betreffenden Heuschrcckengeschlechtes bedeuten, womit.die Einzelnheiten des El Kamza, langer Kopf oder kurze Flü gel (Aboda-Sora 37a.) zu vergleichen, und den Merkmalen (Chulin 65, 66) der' erlaubten Heuschreckenarten entgegen zu halten wären. * *) Wir sehen mit Bedauern aus LB. Nr. 26, da^ He. S. von der ihm liebgewordenen Idee: Ehagab sei ein Homonym ikon und Ka m az der Sonder na mc für Schnecke, nicht zu trennen ist. Unsere Beweise von dem Sprcrchgebrauche des Syrers und von,den Targer rn im (die Stelle Spr. Sal. 30, 27. ppb p^öp N*irD Jini?!) ]1>”6 wird wohl nicht Schnecken meinen?) werden übergangen; in El Kamza (Edujjot 8, 4) muß „Ajil eine H e u s ch r e ck e n a r t, und K a m z a nur dessen Epitheton" sein, obwohl Ramb.-z. Stelle angesühr t. wird, der ganz unzweideutig sagt: \'D NM jo wintr itji.h pyop nnjn oum , ‘ppso non DMMDH D'Djnn'5 endlich wird gegen , die Beweisstelle aus Beeachot (54 b) gewaltig losgezogen, und doch übersetzt Hr. S. selbst das dortige Kamza nicht Schnecke. Unser Beweis war weder vom Halse noch von dem Steine Og's, sondern weil erzählt wird, „daß Og zuerst den Stein aufs Harept genommen, und darauf ließ Gott Eine oder mehre Kamza (S. Aruch und unsere Leseart) auf dieselben herniederkommen." Ist.hier von einem fliegenden Insekte die Rede, oder soll, durch ein zweites Wunder, der Wurm Flügel bekommen haben? Und, was den Namen Cha gab betrifft, so würden Talmud und Poskim schwerlich DJin als letztes Neinheits z.e t ch e n . bestimmt haben, wenn eben dieser Name den Begriff einer Schnecke involtrirt hätte. (Wir verweisen zum Schluffe noch, nebst Chulin auf Sabbat 90 b; Sota 35 a und Iebamot. 12 t b). In einer Zeit, wo ein Speiseges e tz auf den geringsten Borwarid hin beseitigt wird, ist die Hypothese von Chagab- S ch n e ck e am Wenigsten zu dulden. ■ 5. . Talmudifche Schwurformel. Nach Nafchi (Beza 38 b) Lörrnte zu LB. S. 341 erwähnten Formeln auch MO hinzugefügt werden, denn zu diesem Worte erklärt Raschi daselbst. MON Nip'O pnrop. Zwar weicht Raschi anderwärts von dieser Erklärung ab, wie aus den Taimndgloffen des 'R. Je-, saja Berlin zu ersehen, und sind auch die jntt fiTny nno m)»T3 (zu I. D. tz. 153) zu vergleichen; allein wir finden noch einen Beleg Dafür, daß man „Bei Moses!" geschworen, denn zu (Rcdarim 7a) erklärt RN7, daß dies ein Gelübde „bei Moses" sei, was viele sehr räthselhaft finden, das aber nichts Anderes als ein im Volkstone abgekürztes Moi-ses (Mcov6rig) lst» 6. tnp.'id. N. Jehuda Ha-Lervi citirt (Kusari Abschnitt V, 14) eine Stelle ans den Worten des „ersten Sokrates". Brccher (Kommentar, Einleitung zum 4. Thl. S. 5) halt es für gleichbedeutend mit vnpn ro^pD, „der alte Sokrates"; Weiße (das.) für „ den ersten Sokratiker" zur Unterscheidnirg von den sokratischen Schulen unter Platorr, Antisthenes, Llristipp, Euklid und Phadon. Wir geben hier noch eine dritte Ansicht von Hrn. Bernad Kurz. Die griechische Literatur hat außer dem großen Lehrer Sokrates, noch vier Schriftsteller dieses Namens auszuwcisen, einen peripathetischen Philosophen aus Bithynien, einen epigrammatischen Dichter, einen dritten der die Landschaft Arges beschrieb und endlich einen vierten, der von der Verehrung der Götter abhandclte. Da mehre dieser' Gelehrten zur Zeit des Verfassers des Kusari bekannt gewesen sein mochten, so wird der attische Sokrates im Verhältnisse zu den Andern „der erste" genannt. Jehuda Heu Balsam und seine Werke. Ein Beilrag zur Geschichte der hebräischen Sprachforschung von Leopold Dukes. (Fortsetzung.) II. 0'1'ipn mniN idd. (Das Buch der Partikeln.) Die Partikel, welche nach den arabisch-jüdischen Grammatikern die dritte Abtheilung der gcsammtcn Gram-