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Der Orient · 1848-07-29 · 31 (29.7.1848) · p. Spalte 485-486

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
31 (29.7.1848)
Date
1848-07-29
Page
Spalte 485-486 (sequence 3)
Language
German
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485 Studien. Literarische Miscellen. Don R. Weiße in Gaya> Sechs Nummern. 48k O2 oby nwD.rprc/ ... rncon . d^hö: p\)° ot ' - . mmyn hindd ip° nix . NDM tddj b pyo onm. nn ' mann- ^dind -jrm d vj i wn vniftnu euv . Ich will nur noch erinnern, daß das in der letzten Verßzeile wahrscheinlich'unrichtig ist, doch weiß ich in diesem Augenblicke keine andere Lesart vorzuschlagen. —' Nun so möge denn hier das alfabetische Verzeichniß folgen, unfern Forschern' und Gelehrten sich als rlnhaltepunkt darbietend z mögen die Gelehrten sehen, was diesem Verzcichniffe noch zuzufügen oder was in demselben zu streichen ist, damit dieser Gegenstand einmal erschöpft werde. Möge es auch den Gelehrten gefallen, kurze Biographien dieser religiösen Dichter, soweit sie weniger bekannt sind, hier in diesem Literaturblatte zu geben, damit endlich ein Licht über die Pijjutim sich verbreite und über ihre Verfasser, die durch ihre begeisterten Gesänge die Herzen ihrer Glaubensbrüder für die großen Leiden gestählt I . , . Padua, in der venezianischen Republik, den 22, Adar 11 im Jahre (nnoia ipttJ) by -112 L»' (1848). ■ (Fortsetzung folgt). Literarische Miscellen von Weiße, dl in Gaya. 1. HNninD Der Aufsatz Rapaports in Bikkure ha-Jttim (1822 S. 22) über die jüd. Handwerker möchte unter (Chullin 54b) nicht mit Arnch und Rasch! G e td w e ch sl e r, sondern Tisch l e r oder Schneider verstehen. Wir erlauben uns dagegen zu bemerken, daß die ältere Erklärung in dem Zusammenhänge der angeführten Abhandlung aus Chnllin tief begründet sei. Die dortige Mischna spricht von dem italienischen A ss a r, einer Münze, nach welcher daö Maß einer Verletzung an der Gurgel eines Thieres zubestimmen äst. Der Talmud gibt für Jene, die den Assar nicht kennen, den kurdischen Denar als Maßstab an. Darauf die Erzählung des „ns’^nD ': Oberhalb meiner befand sich Bar- Napcha und ersuchte mich um einen kurdischen Denar, nach welchem er das Maß eincs Trefa bestimmen wollte. — So erzählt der besagte Mann, bei dein man als Tischler oder Schneider schwerlich eine seltne Münze gesucht hätte. Deshalb halten es Nasch! und Arnch für gerathencr, ihn einen Geldwechsler sein zu lassen. Die Analogie anderer Sprachen bestätiget diese Erklärung. Tparcefm??, mensn-rius —Wechsler haben alle men8a^Tisch zur Quelle, und so ifi nx-,hlD von , aram. Tisch, die sicherste Ableitung. Midrasch Rabba undTanchmna (Rum. 22, 5) haben überdies ausdrücklich in - der Bedeutung eines Wechslers. ■ '' :■ ' 2. .. Bibelektate Jbn ESra's<. Israels fahrender Poet^ schrieb viele seiner Schriften auf Reisen und aus dem Gedächtnisse. Die auf dem Wege geborncn Geisteskinder haben d.aher auf das sonst so liebenswürdige Gesichtchen manches Muttermal erhalten. Dazu gehört unter Anderen!, daß er im Vertrauen auf sein Gedächtni-ß von gewissen Wörtern sagt, daß sie nur Einmal iu der h. S. Vorkommen, was aber nicht der Fall ist. Hier aus jedem der ersten vier Bücher Mosis ein Beispiel. Dorr TTH behauptet Jbn E';ra (Gen. 3, 18) ,,daß das Wort hier allein wohne und des Bruders entbehre^.; allein es findet sich in Hosea (10, 8); bei (Ex. 29, 20) und N3332 (Lev. 6, 14) wird ebenfalls von I. E. angegeben, daß diese Wörter sonst nirgends vorkämen, allein das Erstere findet sich, abgesehen von der Priesterweihe (Lev. 8, 23. 24.), bei der Reinigung des Mezera (Das. 14, 14» 17), und Letzteres nicht nur nochmals in demselben Buche (7, 12), sondern in der Chronik (1, 23, 29); bei (Num. 12, 11) sagt I. E. (o'v nyw) iJ/ra' nt? -ön -jn b iw, uwy doch heißt es auch in Jeremia an zwei verschiedenen Stellen (5, 4 und 50, 36) 'mrnjrr» *6 XD DH2H. Es wäre zu wünschen gewesen) daß man sich damals etwas mehr und j e tz t etwas weniger aufs Nachschlagen verlegt hätte. 3. Noch ekn Autorenfplitter» Ahr. Wolfssohns Hiob-Kommentar (Wien, 1806,8. und später) enthält ein sehr merkwürdiges Zeugniß menschlicher Gedächtnißschwäche. Zu chHiob 10, 8) vergleicht Wolfssohn einen Vers (?) rittbcn der nirgends steht. Wehl aber heißt eö in Kohelet (11, 4) CPDSJDI Suchen wir die Ursache des Jrrthums bei einem sonst so tüchtigen Bibelkenner ans, so dürsten wir folgendes Erg ebniß erhalten. Die rabbinischen Schriften bedienen sich zuweilen der Redensart ^33 O’Däyp nttbün (Radices Mahrik 35 vergl. Ture Sahab zu I. D. h. 24 L. 13; dann T. S. zu Orach Chajjim h. 467 L. 17 bezirgl. J.D. §. 81), um damit irgend ein dem Auge verborgenes Ding zu bezeichnen. Wolsssohn war zuerst fleißiger Talmudist, und der häufige Gebrauch obiger Redensart ließ in seinem Gedächtnisse unvermerkt den Laut M m daS verwandte B verfließen. Das Wort in der gesuchten Bedeutung findet sich in den Sp. Sal. (5, 10). ' 31'

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