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Der Orient · 1848-07-29 · Heft 31 (29.7.1848) · p. Seite 246

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Journal
Der Orient
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 31 (29.7.1848)
Date
1848-07-29
Page
Seite 246 (sequence 11)
Language
German
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246 Antwort, daß nie eine Verfügung vorhanden war, durch welche die Ausschließung der Judm von; Geschwmcmmümte^ Hsgcsprochen worden n?äre und die lütterbehmdm, welche '%k VerZeichuiffs biö jetzt urit Ausschließung der Juden .M gefertigt, hätten dies nach schmählicher Willküt gehandelt. Man sieht, -dass es sehr vorthetthast wäre, wenn sich hier ' ein Verei u z ut Bew a ch n u g ' der gleichen Rechte der Juden sich kousttlmM damit nicht mmöthigmmift die Rechte rlnserer Glaubmslwüdcr geschmälert werden. Schloß Ziilz, (in OSch, im Juli. Der hiesige jüdische' Gutsbesitzer, Herr Berli n c x, sucht eine schöne Idee - die Gmnduzig einer jüdischen Ackerbaus ColouM zu verwirklichen» Ein Aufruf, worin diese Idee sich aussprlcht, und der hier unten folgt, giebt die nährten - Bedmgmsse und llmstätfte an,'nach welchen diese Ackerverthettung statt finden sollte, und diese sind in so biAger, 'humaner Weift gemacht, daß man herzlich wünschmsmuß, cme große Anzahl jüdischer Prolctaricr,'.. beren es leider gerade in der Gegenwart viele giebift.von diesem schonen ■ Anerbictm Gebrauch machen möchten. In dem Ackerbau liegt em großer Segen für das Judenthum, für die Judeuhcit und für die Realisirnug der Gmüneip'ation, und die israelitischen Gutsbesitzer, von ihren christlichen Kollegen sonst nicht immer brüderlich >> abgesehen ft gewinnen als Wohlthäter/ was sis->sonst HM neidischen Nachbarn ' verliemu" Buch rÄgiöft Nefsrm^ wird erst.wahrhaft möglich sein, siYun ei.^/Ä'heil der Juden, zurü'ckgegeben der Natur. tem Ackerlum. sich widmen wird; denn als Kaudmemn und nu Kreise jüdischer Laüdlmte lebend, müssen manche Gesetze sich ganz anderö.'gestalten. Möge Hr, Berliner anf--'Lieftur Wege' sitium - Glaubensgenossen ■ Erl eich tenmg en / i ftd er WohÜhaten anzubieteu fertfa&ren jdieser pwküWsDsg fährt sicherer zum-Ziele als der eiftwolle ReforM^Deä, der höchstens, den Zelotismus und den FauatisumK-reizft aber kemerr Segen bringt. Hier folgt der Auftnft Kür Juden, welche sich dem Landoan ' -- - ts i S jiu n tu o 11 e m ■ jVv. /• Dtt' UMrzoich^te gBünfcht auf -seinem birg^sM- Falkenberger Kreist, auf dem''zum BÄwerke G'^rßihD^ gehörlWt Terrain unterl UebenassrmFfWn 3 bis 6 MMftm an je eine Familie fisr! etoft.1 ■ €0 Familien Zu grünten-., welche ziiÄEMn rmsereö Mchi^lsfohnft dessen Namen führen das Unternehmen/ ft.soll noch eine zweite, nachzÄnftrm Snfc6fe'(nviintamtt,-■gegrünt'et werden. -.‘W Das lUiantfyimi i\t um .jtear zunächst Mur für Juden berechnet, .welche sich dem-Ackerbau JÄmuden wollen, doch ist der' ÜAerZcichuew weit entfernt, .-$£ Juden ifdi-ms nnt ';ftfeV''€f;nftei§, weWsi KonftWsi sie auch iBAer üngchorm Mögen / in die;ju' gründend Äeim\k' in imUm, sondern - es liegt ihm vielurchr-' Man-- besonders- Md-recht 'viele Juden'für dm Ackerbau zu'gewinnen. Demgemäß wird er' alfs ebeuft bereitwillig Juden, sowohl alter als neuerer, Richtung, wie glich Christen aufnchmcn und sich freuen, zu einer wahrhaften Verbrüderung unter ihnen möglichst beitragm zu können. Auch wird er den künftigen Kolonisten gem Niederlassung möglichst Zu erleichtern suchen und erbiefttf. sich hiermit, den nur einigermaßen Bemittelten - Land'-f auch käuflich zu überlassen, wenn et sich getraut, mit ft Jährlichen Renftnzahtungcn aufznkömmcn, odergsgmD Erbzins/ rvofern cr sich nicht im Stands fühlen folltchfi dasselbe binnen einigen Jahren'in kleinen Raten bezahlest-'^ Zu. können. Der Kaufpreis oder die Höhe des Gnmdss/ zinfts soll durch die vereideten Kreis-Sachverständige^// bestimmt werden» :U- Weniger Bemittelten soll sogar Bauholz und Machierial nebst Brennholz, Behufs Anfertigung tteit Ziegeln// sowie die erforderlichen Sämereien entweder auf mehx/.^ jährigen Kredit oder ebenfalls gegen einen jh beftimmen^1 den Erwins mertm. Ist der Aubaucr znH? gleich iPre^kMst^ Bau der Gcbaikde die erforderliche Lage "und Eillrichiung billige RücksichM genommen werden. Doch hat demgemäß jeder AnbaüiÄg fü rftinen Unterhalt bis zur Crlldte, für die Bestreitung-/ der baarcn Bau- und Eiurichtungskostm, für todtesuftM lebendes .Jnvmtaripm und für fein nöthigss Handwe zeug zu sorgen. Damit aber endlich'auchder ganz Arme, "der selbst die genannten Ausgaben zu bestreiten nicht im Stande..- ist, ja ftlöst der Gefallene, wenn er nur sin Zeugnlß-''-- seiner Beffemng Seitens seiner Gemeinde beibringm/ kann der Wohlthat einen eigucn Hecrd zu besitz^^ theilhast werde, so ruft der Unterzeichnete alle jüdische'^ Gememdm/die sein Unternehmen zeitgemäß -finden, m ihre Angehörigen mitcrbriiigm wollen^ hiermit auf: emcn Verein zur Unterstützung derartiger Armen ihrer Niederlassung m einer solchen Kolonie gründen, und erklärt zugleich gtm einem solchen Vereine bcizu^ treten und denselben "m feinen Mmschmftcmftettchm BM strebungen unterstützen zu wollen/ Keineswegs tmfmni der Unterzeichnete die Schwierigkeiten seines I-Uttcmehmrri^ insbesondere - in gegcnwärttgm ZUwcrlMtm'ffm,, nuiii aber, es ftnüM vcreinidn uKmstel^ und unverdröffeuer Aul dauer 'gelmg^n/ ' jegliche Schwierigkeiten zu üforimnW mib ' a wird wohlgemeinten emf Erfahrungen in Inrfd Att gegnmdetm Rath von Jedermann dankbar aunehmyH -» Sollte das Untcmchmen ftenndkiche Theiina'hme, sogar M andern Gutsbesitzern Nachahrnuug finden, --st!) würde der Untcrzeichncie sich dadurch amschön.ste^ 'Ms seine Bemühungen 'belohnt schm'. -ftft'ft) Üm-nicht gar zu schr mik-'Unmeldnngm und ÄM, rsfpondeuzm in dieftr Angelegmheit von Einzelnen üd.s^' hmssi 'zu werden * so ergeht' hiermit an, bk

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