Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 29 (15.7.1848)
- Date
- 1848-07-15
- Page
- Spalte 459-460 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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459 Studien. Literarische Miöcellen. — Literarische Miseellen. Einige ergänzende Bemerkungen zu Auszügen ans den Kommentar des RabbenU Chanariel« (Bergl. LB. des Orients 1848 Nr. 14.) S. 211 gegen das Ende von Note 1. Aus dem Französischen, ist hier noch die vulgäre Phrase hierher zu rechnen. Es ist —7 wie Oudin in seinem Xouriosites francaises 1656. 8. S. 11 — bemerkt für „m<rn amc" gebraucht. Man wollte nicht schwören par iiion ame (bei meiner Seele) und sagte lieber par mun ans („bei meinem Esel"). \ S. 2 1 2 zu Ende von Note 4. .Die Erklärung des Midrasch (Ialkut Daniel §. 1061) zu der Stelle c?k)ir^ ist nicht als eine wörtliche zu betrachten, und mehr eine talmudische Spielerei, welche wir der Vollständigkeit halber hersetzen. ~hl >1L'd ]’N .* DVD INJ ,1^2 8 “IDINI - — .822 hy ’mpDi N”i2 . @.214. Au der Stelle dIN NNd<l dürste dem tzeser solgende Stelle aus A„elians vemischte Geschichten (II. 19) vielleicht nicht unwillkommen sein. „Als Alexander — so lesen wir daselbst — den Darius besiegt hatte, entbot er den Griechen, sie sollen ihn durch Volksbefchlüsse für einen Gott erklären. Es wurden verschiedene Beschlüsse gefaßt, von den Laeedemoniern aber der echt lakonische„da Alex ander ein Gott sein will, so sei er. ein Gott". Leopold Dukes. UMt den allerheiligsten Namen und dessen Vokalisation. Gegen die Behandlung dieses Gegenstandes im Literaturblatt zum Orient (Jahrg. 1846 Nr. 1 tis 6). Von L. Skreinka. ' V (Schluß.) M d. Wie hie mit Feminalendung ausgebildeten Formen T\y$], n^np ., 'Cntifr/ mit dem Worte zusammenfallen können, wie dieses Zusammenfällen einen Beleg für 'die paragogische Ausbildung aus. dem Stammworte abgeben soll, können wir wahrlich kaum vermuthen. Soll vielleicht daraus hervorgehen, daß das paragogische n am Ende des Wortes den Hauptton haben könne? oder soll gar der Name Gottes eine mit weiblicher Endsylbe versehene Form haben? 7. Wenn wir auch alle Gründe beseitigen wollen, die wir von grammatischer Seite gegen die Art, wie der Abfasser Ueber den allerheiligsten Namen. 469 den Namen aus dem Worte pp hervorgehen läßt, angeführt haben, wenn wir auch das Wort NV als Stammwort zur .Bezeichnung des allerhöchsten Gottes wollen gelten lassen, so können wir uns doch weder mit der Bedeutung noch mit der Wurzel befreunden, die er ihm unterlegt. Hinsichtlich der Bedeutung muß jeder gesunde Sinn aus den Stellen, wo die Wurzel in der Schrift vorkommt, die Erklärung der 'Lexikographie von Kimchi bis Buxtorf, und von Buxtorf bis Gesenius , bestätiget sinden, daß sie nicht die waltende Kraft, sondern die gewaltsame Ermächtigung in sich schließt. Sogar Ben Seeb, confudirenden Andenkens, der unserem Abfasser als entscheidender Gewährsmann gilt, bezeichnet sie mit dom Ausdrucke: ' Bon grammatischer Seile könnte vielleicht auf syllogistischem Wege erwiesen werden, daß das j von einem nachfolgendem nie ässimilirt werden, und darum onch nie gegen dasselbe ausfallen kann. Denn da schon das ), welches sonst quiesziert beim nachfolgendem j-j, als stärkerer Laut aspirirt werden muß ,-!N. -8IN, .2ll>. iw, ,1'p, NN, MV), das j aber gegen das h als der stärkere Lank bcibehalten pW, ‘11JVDW, DU\ si)'), ft nurß es sich um so kräftiger gegen das nachfolgende n behaupten. Allein wir begeben uns um so leichter dieses niederen Standpunktes der kleinlichen Sylbenkläuberei, da wir auch von jener Höhe, die heut zu Lag als die übersichtliche festgehalten wird, für unsere Absicht auszulängen .glauben. Ist das Wort pp das alte Stammwort des uralten Begriffes,''so ist ja eine desto vergeblicheer Mühe, für dasselbe einer dreibuchstäbigen Wurzel nachzugrübeln, a.ls unverkennbar die Wurzeln der hebräischen Sprache, vor ihrer Ausprägung zu einem bestimmten Sprachcharakter einsylbig und zweibuchstäbig gewesen sind.12 Wozu^ also das viele Nnchgrübeln? Ist pp das Stammwort dieses Namens, so ist es auch das Stammwort desZeit- 12) Wir glauben uns durch das Bisherige genügsam gegen das Ansehen verwahrt zu haben, als wollten wir den Biliteristen das Wort reden. Vielmehr sind wir der Ansicht, daß der nunmehr ausgebildete Sprach-Charakter des Hebräers schon darum größtentheils die Dreibuchstäbigkelt der Wurzel heischt,' weil hier der Vokal bei der Bildung mannigfaltiger Urbegriffe in der Regel ganz theittos war. Die daraus hervorgegangeneZweisylbigkeit, was erst neuestens unser tüchtiger Johlson' so auffallend gefunden, ist dabei eben so wenig wesentlich als alle einsylbige deutsche' Wurzeln nur zwei Konsonanten, enthalten müssen. Die Segolaten als Begriffszeichen liefern dafür in ihrer ursprünglichen Einsylbrgkeit den sprechendsten Beleg. Doch ist nicht zu verkennen, daß noch immer mehre Denkmäler der ursprünglich einsylbig zwei buchstäbigen Wörter nacherhatten sind, und die Unsicherheit, mit der sie nachmals-nach dem allgemeinen Gepräge in Biegung gebracht, .worden sind,, hat. jene. Formen hervorgebracht, die noch'jetzt zwischen den Defektiven und Quieszenten zu schwanken scheinen wie 222, und nm, ünd 2W, blD. und und a. m. Näheres darüber in meiner Grammatik.