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Der Orient · 1848-07-08 · 28 (8.7.1848) · p. Spalte 441-442

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
28 (8.7.1848)
Date
1848-07-08
Page
Spalte 441-442 (sequence 5)
Language
German
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411 442 Studien. Miscellen. Ueber einige Handschriften. ' p tes? *13 3pp' ';no >ip'L" iruiN’pan pnx N)”31t3 CiTON Diese Gedichte sind nicht schlecht stylisirt, der poetische Werth aber fehlt beinahe gänzlich. (Fortsetzung folgt.) Literarische Miseellen. lieber einige Handschriften. Bei einem Freunde hier fand ich ein paar Handschriften unter einem Haufen von Staube, deren vorläufige kurze Beschreibung dem Leser um so interessanter sein dürfte, als die Bibliographen von ihnen wenig wissen. Die erste ist eine fortlaufende Erklärung der schwierigsten Stellen des Kommentars des Jbn Esra zum Pentateuch von R. Moses ben Jehuda den Moses Degli Adoloscenti Dnyin p nwo '~d mirp '-n n&n % von dem De Rosst gar nichts berichtet, und Wolf nur, daß ein Kommentar zu Jbn Esra von ihm unter dem Titel am niDfl im Vatikan aufbewahrt wird. Das Ms. ist daher äußerst selten. Es ist ein Pergament-Kodex, klein Quart, in schönem italienischen leserlichen Zuge, und umfaßt 71 Blätter. Es fängt an: unb .nan c:>n bm nboi cn nw n wn raE? jddd HUVJ, welche Einleitungsworte drei Seiten in Textesform einnehmen, um welche ein Kommentar vom Verfasser selbst läuft, der anfängt: riD DIN pr)D HW HD1? und endigc: nmte d^ndd nrrnsn nnn.N ly 'Dnnwn DnDND.ni niND1? pnDö* n!?. Dann setzt er seine Vorrede fort mir den Worten fop n'SV), in deren Mitte er seinen Namen, wie wir ihn eben geschrieben, angiebt und auch, daß er dieses Werk auf Verlangen eines Freundes, im Alter von 25 Jahren verfaßt habe. Die Vorrede.schließt er mit folgendem Akrostichon 'Wyn PN -pD — ND D’Dia HDJD IpDD uh oniN pu brnDN .nu DBW by mNsn rnbißf ni d^nd rwn Zu Ende des letzten Blattes steht: flEHD niND D^üW 2py. Es ist noch zu bezweifeln, ob das Werk in einem etwanigen andern Exemplar vollständiger sei, da auch in der Mitte bedeutende Lücken verkommen. Unterschrieben ist dann der bekannte Censor Camillo Jaghel. So viel ich bis jetzt flüchtig hineingeblickt, finde ich den Kommentar interessant, der Verfasser war in Philosophie und Mathematik sehr bewandert. Es sielen mir auch die Worte auf: nj nnCN ITJH )bw OW^n Itün pN, wodurch die Angabe des Katalogs der Handschriften der k. k. Hofbibliothek, nach welcher Ghesali der Verfasser davon sein sollte, als unrichtig sich erweist. Das zweite Manuskript ist eben so selten , es tft, das 1DD von R.- Schem Tob ben Josef den Pallgueyra. Nur De Ross: thut dessen Erwähnung unter dem Artikel Palkira, und zwar mit den Worten: daß ein Buch über die Seele in 19 Kapiteln in dem Oppenheimerschcn Katalog unsrem Palkira zugeschrieben wird, welches aber seiner Vermuthung nach, ohne Zweifel dem R. Schem Tob aus Toulouse gehört.. Die mir vorliegenden Exemplare (es sind deren zwei, eins in Quarr, und das andere in Oktav) besagen jedoch beide, daß es unsren Palkekra zum Verfasser hat. Uebrigens findet es sich jetzt bei Oppenheimer auch nicht mehr (man sehe meinen alphabetischen Index zu feinem Katalog). Es fängt an: 1DD -Orb TPN-I HTp^D ■ p. ^Dl1'ni.Dlü Dtf-"1DN D’jnnNn D’DiDi^sri pbdd ln-anNi E'Djn nDsnD pp. Es zerfällt tn 20 Abschnitte und schließt: ,-jD ■Dt?&3 )N33) jdn rwnini ms? idod nn i3ri3$> w, Beide Exemplare scheinen von derselben Hand, in verschlungenem italienischen Cursiv, aber in sehr erbärmlichen Zustande. Ohne Band, in einzeln zerfallenden Blättern, sind sie wahrscheinlich aus größern Codicibus ausgeschnitten. Die Dinte ist abgeblaßt, das Papier vergilbt. Die k. k. Hofbibliothek hat neuerdings auf meine Anempfehlung wieder 5 Handschriften angekauft. Das interessanteste ist das ftyß KHpD von R. Moses Rieti, und weit vollständiger als das was Herr Reggio kennt und besitzt. Herr Reggio hat nämlich im Bikkure ha-Jttim 1839 unter der Aeberschrift 'Hyn '»DJl bekannt gemacht, daß er das ">OO von Rieti besitzt, das in 8 Abschnitten und 1012 dreizeiligen Strophen, die jüdische Literaturgeschichte a la Dante poetisch behandelt. In diesem Kodex aber findet sich noch zuvor ein erster Theil in fünf Abschnitten, der in ähnlicher Weise die alte Philosophie besingt, und den Haupttitel für das ganze Werk tfHpD angibt. Dieses Exemplar ist daher ein äußerst seltenes und noch gar nicht gekanntes? Ferner ein medicinisches Werk von JNU übersetzt durch co^:p ombN pn$T> 'd; der Uebersetzer gibt das Jahr der Vollendung seiner Übersetzung auf 5163 an. Ein schöner Folio-Codex, in großer Schrift. Dann ein'Fragment des Jbn Sina. Dann ein schönes in Salonichi geschriebenes Exemplar des Kommentars üeid zu Jbn Esra. ebenfalls auf Bibliotheken nicht viel anzutreffen; zwar sagt Wolf, es findet sich bei Oppenheimer, was aber nicht wahr (s. meinen ang. Index). Dann eine Streitschrift Diurj von R. Chisdai, welcher Codex noch andere derartige kleine Abhandlungen enthält. Ich unterlasse die nähere Beschreibung von diesen Handschriften, weil wahrscheinlich, bei Ansammlung noch mehrerer Handschriften, dem Katalog ein Supplement wird bcigegeben werden. Jedenfalls fühle ich mich hier im Namen der hebräischen Literatur verpflichtet, den wiederholentlicbsten Dank auszusprechen dem Direktor der kais. kön. Hofbibliothek Herrn Baron von M ü n ch-B el li n gh a u sen (als vorzüglicher Dichter bekannt unter dem Namen Friedrich Halm, Verfasser der Griseldis, des Adepten rc.), unter dessen für-

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