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Der Orient · 1848-07-01 · 27 (1.7.1848) · p. Spalte 429-430

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
27 (1.7.1848)
Date
1848-07-01
Page
Spalte 429-430 (sequence 7)
Language
German
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429 Studien. Hebet* den allecheiligsten Namen und dessen Vokalisation. 439 den Hauptbegriff bestimmt; auf der andern Seite aber der Mandschu-Amerikaner mit seiner synthetischen Bicgungsform die Wurzel so sehr durch die Masse von Nebenbedeutungen erdrückt, daß aller europäischer Bücherfleiß an ihrerüErlernung ermüdet; beobachtet der Semite schon dadurch den glücklichen Mittelweg, daß er in der Regel den Grundbegriff blos vom Konsonanten abhängig macht, und den Vokalen wie den Bilbungetauten das Gebiet der Modifikation überträgt. Sparen wir daher das vornehme Lächeln über die großartige Ahnung, welche wenn auch im mystischen Gewand, an dem Laut der Vokale wirksame'Geister gebunden ha'lt.^) Nicht daß den Buchstaben ihre stoffliche Bedeutung abgesprochen werden soll; vielmehr greifen sie auch, wo sie nicht zur Wurzel gehören, mitwirkend in das Gebiet der Selbstlaute ein. Wenn wir aber in Diesem wie in Jenem nur den Beispielen einer bedeutungslosen Metamorphose, ohne Rücksicht auf die geheime Mitwirkung des psychischen Prinzips, nachgrübeln wollen, so gebrauchen wir gleichsam das Mikroskop um durchs Verweilen bei der Anatomie von aller Kenntniß der höheren physiologischen Thätigkeit abzukommen. Allein gerade.dadurch, daß wir das organische Jnfusorium als Bestandlheile des Fossils nachzuweisen vermögen, müssen wir die Wahrheit gestehen, daß auch in dem Gegenstände, der ulles sichtbaren Lebenszeichens entkleidet ist, die lebenskräftige Organisation das erste Bildungsprincip ausmacht. 6. Wenden wir uns von dieser generalisirenden Betrach-, tung zu unserem speziellen Fall. Der Name nipp soll ein lediglich als. Spiel der Laute hervorgegangener Auswuchs des eigentlichen Namens nj sein. Als Belege für dergleichen Mutationen ohne allen Unterschied der Bedeutung werden angeführt: a. rP3/ welches identisch mit nrßj (J'chesk. 316) und nnbj (i Sam. 2, 3) sein soll. b. PM, welches wieder NN'w heißt, wie aus NINw (Jes. 4, 9) zu ersehen. c. nn, welches einerlei mit rflfi ist, und sogar ein aspirirtes ) annimmt, indem es in der Mehrzahl D>nin heißt. <1. Als Beispiele für die Form nipp werden endlich die Wörter PTTiftl, H'TlPip angeführt. ad a. Wenn auch für die zermalmende höhere Kritik armseliges Meteg, wie es in dem angeführten NPG3 vorkommt, von keinem Belang sein kann, so zeigt doch der Zusammenhang der dortigen Stelle deutlich, daß dieses Wort kein Nomen, sondern das präteritum des Kal. ist. NN12) ist keine große Spielart von Pl2il,( sondern das regelrechte weibliche Adjektiv vom männlichen' J“n2ü/ welches sich züm 8) Es ist wahrlich keine der aberwitzigsten Stellen im E°h«r, wo cr sagt: Hv) prfc) , mpJ ttNN1 jlHN NDU liTDPpa '»D'p 'JflJn irD In meiner Grammatik wird dargethän, daß unter hier die Tonzeichen verstanden werden. Abstrakt NIj; gerade so verhält, wie■ p)üy, mb alle anderen Adjektive der Formen btyt)/ b'Vp/ zur Segolatform des Abstraktes. Daß aber das^weibliche Adjektiv, zumal es adverbialiter gebraucht wird, die Stelle des Abstraktes .vertreten kann, ist eine bekannte Sache, welche an nWwXl (Gen. 33/2, 38, 28 Levit. 5, 8 u. a.) N2N (Pf. 65, 10. '40, 6. 123, 4 und 129) rD&Tlp (ebend. 139, 12) nJO; (ebend. 5, 10) NN)/ (2es. 59, 14) n/)L, niTIJ, (Mich^ 4, 6 u. 7\ N^N (Exod. 7. Lev. II, 5, Deut. 4, 18..Jes. 50, 2. Jechesk. an vielen Stellen) u. an noch anderen Beispielen ihre Belege findet. Mehrere dieser Beispiele bezeichnen zwar das Kollektiv; allein sobald die Eigenschaft ungebunden an das Individuum betrachtet wird, Mt der Kollektivbegriff mit dem des Abstraktes in Eins zusammen. ad 2. Das Wort NiNM betrachten zwar Einige als unregelmäßigen Plural von ppj, analog rvüiinp von ]p)30 Wir glauben aber, hier einen ganz regelrechten Ausdruck, zu finden, wenn wir statt der.Vertröstung auf die Willkür der Mundspielarten den Weg zur Erforschung der Bedeutsamkeit verfolgen, die den Formen charakteristisch inwohnt. Denn da wir schon oben gesehen, daß die Form Tj^E) eine der herrschenden Adjektiv-Formen neben der Segolatform des Abstraktes abgiebt, so steht die Form NM, glänzend, zu p)j3 cmnotog Vnj zu in), zu picjrsu po'y, pirn zu pn'i; und da der weibliche Plural noch öfter als seichSingular zur Bezeichnung des Kollektivabstraktes gebraucht wird, so steht das PpniXl, als Plural des weiblichen Adjektivs NNM, ganz adäquat zu den mit ihm verbundenen niiYDJ, mpbn, n'l/y (3ef. 30, 10 u. 59, 9), wächr gleichfalls Plural-Adjektive zur Bezeichnung des Kollektivabstrakres sind: Ein Plural der Begriffsform typ läßt sich trotz ihres Erscheinens bei den Dimensionen '('phy, >NI)) eben so schwer als von b’T, plh, Tsp, ][JH, und dergleichen vorhinein annehmen. ad 3. Wenn wir bei dem Worte PlJJO die sehr natürliche Reminiscenz an die Wurzel wollen gelten lassen, so wird sich uns schwerlich ein aspirirtes ) pargogicum neben dem beibehaltenen Wurzelbuchstaben darbieten können. Was NN NiN und DTi'lil betrifft, können wir gleichfalls auf grammatisch regelrechtem Wege auslangen. -- Wenn auch immerhin die Angel ihren Namen NN von ihrem spitzigen Bestandtheile erhalten hat, so ist sie noch immer etwas Spktziges, und nicht der ^Dorn selbst, und steht daher mit ihrer Benennung zum Namen des Dorns, NiN, ganz in der Beziehung des Adjektivs zum Substantiv; daher erscheint NN gegen N'lN ganz annalog in zu 21, DH zu ch DP), g« Dtf, TI zu NT!2M zu hyn (Lev. 25,T16.) Der Plural von NN ist keineswegs lIPNiN sondern ÜPNN, wie Ü>ND von N2, Q'rpN, von 2N und bergt.; O^NiN aber ist keineswegs der ganz regelrechte Plural von NiN/ Denn nicht nur AdN.und L^t5N sind einsylbige Segolate, sondern, da alle Segolate ursprünglich einsylbig waren, und zur Milderung der Aussprache den schwachen Esid-

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