Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 9 (1848)
- Issue
- Heft 26 (24.6.1848)
- Date
- 1848-06-24
- Page
- Seite 207 (sequence 13)
- Language
- German
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und namentlich die Nömischkatho tischen 2250, menisch-kaihol. 52, die Arm.-Gregor. 1007, die Lutheraner 927, die Neformirten 33, die-Juden 65 0, die Muhammedaner 6159, die Lammten 28? und die Heiden 65». — Unter den Geistlichen zählte man: Röm.- kaihol, 2158; 2) Annenisch-kath. 51; 3). Arm.-Greg. 2264; 4) Lutheraner 410;, 5) Reformirte 31; 6) Jüdische 5 2 39; 7) Muhammcd. 18,580; 8) Lamaitische 6674; 9) Heidnische 507; Zusammen 35,944.— Zur griechischen (russischen) Kirche traten über: Römisch-kath 3328 und 32,932 Protestanten. — Römisch-kath. wurden: 3 Lutheraner und 73 Jllden. — Dem protestantischen Glaubensbekenntnisse wandten sich zu 53 Römisch-katholische und 33 Inden. — Dem Arm.-greg. 12 Mnhammedarwr. >— Der ,,Nordischen Biene" entnehme ich unter Andern von Warschau -folgende statistische Notiz in Betreff der Inden. Diese Stadt zählte im vergangenen Jahre überhaupt 165,000 Einwohner, darunter 44,000 Hebräer, also zum vierten Theil. — Auf die von der Militär-Aushebungs-Behörde an den Fürstell Statthalter von Warschau gerichtete Frage, ob Individuen, welche zu den in Polen wohnenden Sekten der-Mennoniten und Herrnhuter übertreten, vom Militärdienste befreit sein sollen, ist der Bescheid ergangen, daß diese Befreiung nur für die, ans dem Auslande ankommenden und im Königreich Polen sich niederlassenden Mennoniten und Herrnhuter und für deren Nachkommen stattfinden, daß dagegen Einwohner dieses Königsreichs, die zu einer jener Sekten libertreten, nur um dem Militärdienste zu entgehen, militärpflichtig sein sollen. — Aus Kaukasien wird berichtet, daß daselbst sich eine freidenkende Sekte gebildet habe, ähn-' lich der zu Kalkutta unter dem Namen Motedschar Sobha, welche eine neue Religion stiften will, deren erstes Princip wäre, daß es keine geosfcnbarte Religion gebe, und daß es genüge den unsichtbaren Schöpfer des Alls anzubeten. — Won der russischen Grenze, 15. Mai. O Wunder, der Zionswächter schreibt auch schon witzige Artikel und schulmeistert in einfältigen Reim- Versen. Gewiß, wir erleben es noch, daß derselbe seine Artikel anstatt mit den jetzt üblichen, re formist eschen modernen Stern en, gar mit Kreuzen unterzeichnet, und eine Berechtigung dazu nicht blos aus dem J o re D ea, sondern gar ans der heiligen Schrift heraus demonstrirt. Denn stehen nicht auch wirklich in der Bibel viele Kreuze und heißt es darin nicht ausdrücklich .*0 D'lkVil rW TW]) tt. dgl. St. nt. ■— Auch wird er wahrscheinlich das jo#" aus den Gebetbüchern streichen, weil er ke i n en Ziiruf an das or thodoxe Judenthum in der Zlveiten Berson leiden kann (siehe Zionswächter 1848, Nr. 1). . Wunder über Wunder, den Orient leidet er nicht, schilt und schimpft wie ein Zelot auf denselben, ja das Leben möchte er ihm gern absprechen, und doch prangt und spreizt er sich mit seinen ,,Wahlsprüchen und Sittenlehren aus dem Orient", welch ein Widerspruch! gewiß, es muß nahe sein, und wenn anders der ZW. nicht schon hier in MN eingeht, so wird er gewiß bald in Zion glorreich eingehen, und dort ohne Zweifel privilegir.ter Nachtwächter werden, NDmn nm l — . *; Der Abschied. Mach Talmud Berachot 28.) Lebte einst zu alter Zeit - Rabbi Jochanan, Lebte stets in Frömmigkeit Ging die Lugendbahn. . Lag einst krank dem Lode nah' Dieser fromme Mann, Seine Freunde waren da, Manche Lhräne rann. — Auch die ganze Schülerzaht Kam hin nach dem Ort, . Um zu Horen noch einmal Ihres Rabbi's Wort. Kaum nun aber nährten ihm Seine Schüler sich, Blickt' er traurig vor sich hin Weinte bitterlich. Fragten nun die Schüler ihn: „Warum weinest du? Geh'st doch nun zum Vater hin Geh'st doch ein zur Ruh. Nimm doch unsern Rath nun auf Isra'ls Stütz' und Licht: Hemme deiner Thra'nen Lauf, Rabbi weine nicht!" Und hierauf der Rabbi spricht: , „Weinen ziemet mir; Bringt man dort doch vor Gericht, Was ich that einst hier. Wird' ich jetzt zum Fürst' gebracht, Der von.Fleisch und Blut, Der doch hat nicht große Macht, Nicht ist frei vom Lod' — Und doch er nur nehmen kann Mir das-Ird' sche Sein, Und er nur bereiten kann E r den quäl und Pein.