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Der Orient · 1848-06-10 · 24 (10.6.1848) · p. Spalte 373-374

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
24 (10.6.1848)
Date
1848-06-10
Page
Spalte 373-374 (sequence 3)
Language
German
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373 374 Kritiken. Herzfeld's Geschichte des Volkes Israel. oj * niroy jniM a"ij;)03 amt^ np'\ n bnp pp. , ivn , nirot? nn’ty ar6 nta “iwn üniD.n ’D'1? a\J3“i H'Vi mninb u> pttwi' anm , msi n:m D'apD m d3“ij iDav mnana apva w u ]wn“i;dj nJio hd’ loa n-mp^ aaiN'ua npno. iD'-nnb mnJN idw jim 'rp mnDiDD nnr mi?o ttfn'a np “ion ninoty i3ti .[mb n'J axpjN Önin f-inD o'pffnDannnvaaa Ijnt DN“)1 B’D1 IHN1 ]pob 13 '1^>N DOin niDT D'3"lil flN -|Ö ' ihj'd!? n prH imam1 31?!?33rui» N"p' mniba nbnj - i"-ü j.n pa "iip^N 'mos 03nn bw raran did"I3 In dem Katalog der Oppcnhcimcrischcn Bibliothek Nr. 754 heißt cs irrthümlich “i'.13N statt!?^“iN. (Fortsetzung folgt). Kurze Anzeigen. L6) Geschichte des Volkes Israel von der Zerstörung des ersten Tempels bis zur Einsetzung des Makkabäers Schim'on zum hohen Priester und Fürsten, von Dr. L. Herzfeld, braunschweigischem Landesrabbiner. Erster Band. Braunschweig, 1847. Gr. 8. Westermann. 2 Thlr. 20 Ngr. * Dies Werk ist eine in vielen Beziehungen interessante Erscheinung. Es ist ein Erzeugniß der kritischen Schule der Exegese, deren wesentliche Resultate hier zur Ausfüllung einer in der'That sehr fühlbaren Lücke dienen, in welcher aber der Verf. mit Scharfblick und Fleiß noch außerdem selbstständige Thätigkeit entfaltet, so weit ihm sich viele Quellen aufthun, die den meisten Kritikern minder zugänglich sind, Talmud und Midrasch; und bei Betrachtung diesesUmstandes muß es der kritischen Schule zur wahren Genugtuung gereichen, daß endlich auch Rabbiner sich ihr anschließen und ihre Früchte in Regionen verpflanzen, die ihnen bisher abgesperrt waren. Dieses subjektive Verdienst wird hier erhöht durch die Ruhe und Besonnenheit der Darstellung , aus welcher die objektive Geschichte allmälig hcrvorgeht und sich entwickelt, wie das nicht wohl anders geschehen kann, da, wo der historische Stoff fast noch gar nicht ausgelponnen worden. Die Einrichtung des vorliegenden Bandes ist folgende: Zuerst werden wir mit Palästina und den Nachbarstaaten bekannt gemacht; die Auflösung des Reichs Juda wird beschrieben, das jüdische Volk zur Zeit des Exils geschildert, und überhaupt ein Begriff von seinem religiösen Standpunkte gegeben; hierauf lernen wir die Exilländer kennen, Egypten und Babylonien, und es wird , der Geist der Exulanten und ihre Beziehungen zu denen der sogenannten 10 Stämme erörtert. Dann werden die Revolutionen der orientalischen *) Aus der Jenaer LJ. entnommen. Reiche erzählt, das persische näher geschildert, und schließlich die Geschichte der. zurückkehrenden Juden dargestellt. Dies Alles'bildet den Text desGBuchs. Es folgt nun eine Anzahl enggedruckter, fast die Hälfte des Werks füllender Beilagen von sehr lehrreichem Inhalte/ Sie geben Rechenschaft von den Studien des Vers., welcher dieselben in neun Exkurse theilt, denen außerdem noch 131 Anmerkungen folgen. Die Exkurse enthalten: 1) die Quellen und Hilfsbücher zu diesem Bande; 2) Untersuchungen über die hierher gehörigen biblischen (und apokryphischen) Bücher; 3) und 4) chronologische Forschungen; 5) Einiges über die Religionen der Nachbarvölker; 6) über die Wohnsitze der 10 Stämme; 7) über Cyrus; 8) über den Stamm Davids; 9) über die spätern Priester und Leviten. Man sieht, daß hier reichlicher Stoff zum Forschen vorhanden ist, denn alle diese Gegenstände bedürfen noch gar sehr der Aufhellung. Zu bedauern ist hierbei, daß dem Vers, in Betreff der Chronologie das jedenfalls höchst wichtige Werk von George Duke of Manchester: 'l'ste 'l'imes of Daniel (über welches die Göttinger gci. Anzeigen sowohl als die Theol. Studien und Kritiken bereits berichtet haben) nicht bekannt oder nicht zugänglich war. Dasselbe hätte nothwendig entweder auf andere Ergebnisse -hingeteitet, oder eine vollständige Widerlegung erfahren müssen. — Wahrscheinlich wird schon im zweiten Bande auf dasselbe Rücksicht genommen werden. Wir kommen zur Sache. Der Hauptzweck des Werks ist, den Uebergang des Volks Israel aus den altern Zuständen und Anschauungen in die des spätern Juden thums zu entwickeln. So einfach diese Aufgabe zu sein scheint, so ist sie doch viel verzweigt, und die profane Geschichte des Volks Israel, obwohl (wie der Verf. ganz richtig bemerkt) oftmals in keinem ursächlichen Zusammenhang mit seiner innern Geschichte, muß nothwendig den Begebenheiten und Vorgängen zur Folie dienen. Denn m der That, wie sehr auch das religiöse Gesetz, welches nachmals in seiner Ganzheit das mosaische heißt (unserer Ansicht nach jedoch nur eine Sammlung allmälig im Geiste des Gesetzgebers förtgebildeter Bestimmungen darbietet) mit den Neigungen des Volks im Widerspruche stand, so ist doch diese Wechselwirkung selbst immer von bedeutendem Einflüsse auf das Volk einerseits, auf die Durchführung des Lehrbegriffs andererseits. Die geographischen Angaben, welche hier ohnehin nicht auf Vollständigkeit Anspruch machen können, waren entbehrlich; auch hat der Vers, nur eine sehr allgemeine Uebersicht, welche durch die spätern Nachträge nicht klarer wird, gegeben. Wir glauben, daß man hier eine leitende Idee vermissen werde. Zu erwarten war nämlich, daß des dieser geographischen Schilderung nicht sowohl die Natur und einige daraus hervorgehenden Bestimmungen der Beschäftigungen der Menschen, als vielmehr die Verhältnisse und insbesondere die politische Lage der wichtigsten Theile Palästinas zur Zeit der Tempelzerstörung, oder auch um ein Jahrhundert früher, in Be- 24 *

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