Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 24 (10.6.1848)
- Date
- 1848-06-10
- Page
- Spalte 371-372 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Avignon 1× ep/1047822
- Oran 1× ep/1048048
- Tunis 1× ep/1048155
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371 Studien. Heber einige seltene jüd. Ritualien. 372 allein, er trifft vielmehr alle Völker der Erde , die auf augenblicklich die Zeit, welche ihm seine Berufsgeschäste einer gewissen Stufe der Bildung sichen, wie denn über- - übrig lassen, nicht zur Ausarbeitung seines Reiseberichts Haupt im gewöhnlichen Leben mehr Metaphysik verkonsuverwenden inußte, welchein man um so mehr mit Vermirt wird als man gewöhnlich glaubt. Derjenige, der I langen entgegensehen darf, da die Zahl der jüdischen, des Arabische n und H e b r ä i sch e n zugleich kundigen Reisenden so selten sind, und die kleine Zahl derselben, dies sagte, hat, ohne es selbst zu wissen, indem er einen Witz machen wollte, eine allgemeine Wahrheit ausgesprochen. Man darf behaupten, daß es mit der Metaphysik vielen Menschen so gehet wie mit der Prosa in dem Lustspiele Moliers, wo einer sagte, er wundere sich daß er ohne es zu wissen , so viel Prosa bereits gesprochen hat. Die Hymne ist ihrer innersten Natur nach philosophisch, und sie ist der wichtigste Theil in jeder Liturgie. Ohne philosophische Erhebung über das Endliche, ohne das Heraustretcn aus dem Kreise des Irdischen, ist die Hymne unmöglich. Diese Erhebung über das Endliche ist das Wesen der Philosophie. Der Vorwurf, daß die Juden Metaphysik beten, trifft also nicht die Juden, sondern denjenigen, der dies ausgesprochen hat, ohne die Zusammenhänge zu kennen. Daß die Juden Logik singen, erscheint dem ersten Anblick nach eher gegründet. Es ist aber ein Unterschied zu machen, zwischen Beten im eigentlichen Sinne, und ob sich eine logische Formel in einem Gebetbuch findet. Näher auf diesen Gegenstand einzugehen, ist übrigens hier nicht der geeignete Ört, bei einer andern Gelegenheit wird dieses näher zu besprechen sein. Diese Notiz, die wir hier folgen lassen, schließt sich ergänzend an einige frühere an, die wir in diesen Blättern mitgetheilt haben (1844. S. 217. 232. 279. 243. 371. 395. 402. 437. 451. und die Ergänzungen dazu im Jahrgang 1845). Wir geben hier ein detailirtes Verzeichniß der sämmtlichen Pijjutim, weil dieses wie die Kenner wissen, nicht nur für die Geschichte der Pijjutim allein Interesse gewährt, sondern für die allgemeine Geschichte der jüdischen Literatur von dem größten Nutzen ist, besonders für die Geschichte der Philosophie, weil wir bereits anderwärts bemerkten, diePajtanim haben die Goldbarren der Philosophen in Scheidemünze verwandelt zum allgemeinen Gebrauche. Alle diese Ritualien, die wir jetzt beschreiben wollen, sind im Besitze unseres gelehrten Landsmanns und sehr geschätzten Freundes, Hrn: Dr. Albert Cohn, welcher auf seiner aus philosophischen Zwecken zur Hebung des sittlichen Zustandes der Juden in Afrika unternommenen Reise nach Algier mib Tunis, auch der jüdischen Literatur sich annahm, und so glücklich war theils in Algier theils in Südfrankreich außer dem arabischen rmnon "£)D des Maimuni (vielleicht das einzige in Europa, es ist leider defekt) und einigen andern Werken, eine schöne Sammlung von gleich zu benennenden Ritualien zu finden, welche der gelehrte Besitzen selbst beschrieben hätte, wenn derselbe wobei Munk und Lowe in London zu nennen sind, ihre Reiseberichte nicht verösfentlicht haben. Herr Cohn hat unter andern folgende Ritualien auf seiner Reise in Südfrankreich, in A lgier und Tu-' n i s , erworben.. 21 frikanis ch e Ritualien. 1) pnp. Gedruckt in Livorno 1803, 8. 2) mrv^D. Dieselben führen der: Titel: nran mWN nriDjlb D-YuSTV handschriftlich. S ü d fr au z ö si sch e R i tu a l i e n. 3) p\m .1HJD nino. Gedruckt. 4) nach dem Ritus der vier Gemeinden, Avignon, Karp entraz, l'Jsle und Cavalgon» 5) TOT YiD. . Das gewöhnliche Gebetbuch dieser vier Gemeinden» Außer diesen hat derselbe noch einige andere Ausgaben des portugiesischen Ritus, italienische Dlucke erworben, die in Deutschland ebenfalls feiten sind, deren Werth mehr bibliographisch ist, die aber sonst auch manches für die Geschichte der Liturgie darbieten. I. Afrikanische Nitualien. Man darf annehmen, daß für diesen Ritus folgende Ritualien die Hauptquellen sind. a) nun oderMachasor von Tripolis, worüber wir bereits im LB. des Orients 1844 eine Mittheilung gemacht haben: Venedig, 1648, 4. b) JNTT1 T1HD, Machsor von Oran, worüber Luzzatto in Kerem Chemed IV. S. 28 f. f» einige Mitthcilungen gemacht hat. e) Das handschriftliche Machsor auf der Pariser Bibliothek, worüber Hr. Dr. De.renb.urg m Geigers Zeitschrift V. S. 401 f. f. Mittheilungen machte, 6) Eine Sammlung, die wir unter den Titel NpnD pip im LB. des Orients 1845 beschrieben haben. Der Hauptfond aller dieser Sammlungen, ist derselbe, jedoch enthält jede derselben verschiedene Gedichte,, die in der andern fehlen. 1) Ritual der Festtage (Q'^n) für Algier. Diese Sammlung ist in.Europa sehr selten , wir sehen dieselbe jetzt zum erstenmale. Die Oppenh. Bibliothek Nr. 754 8. besitzt-nur dieses Machasor für rfl und und wir setzen deshalb den ganzen Titel her. - ny-ix nyw nn bip n'i pnp iqd . um dhdv* nirnTEMni rnm bi by'ttbo *idd nt 'i nyipn 'mwb) nur1? mnuob. nun .dd nnnn rrmxDn nbnp iayi fop ninnri bub-