Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 22 (27.5.1848)
- Date
- 1848-05-27
- Page
- Spalte 349-350 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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350 Studien. Materialien zur Beurtheilung der Septuaginta, 349 hierüber Talmud Trakt. Joma, Raschi und Kimchi zur Stelle). Es entstand diese Lücke wahrscheinlich dadurch, weil die Stelle unerklärlich schien. 43. Daß hier der hebräische Text das richtige hat, und in der Version eine Lücke gelassen geht aus der Schwierigkeit der ganzen Stelle -.vgl. folgende Version) hervor, welches gewiß kein Gloffator eigends hineingebrächt hatte, Grund dieser Lücke ist eben diese Schwierigkeit, diesen Ausdruck mit dem Anfänge des folgenden Verses zu vereinen, wobei jedoch der Kommentar in der ParalleUstelle selbst Cbr. 7. 9. so weiter übersehen ist. (Vgl. Kimchi-und Raschi zur Stelle). 44 ,b. Die im hebräischen Texte erwähnte Zahl darf nicht fehlen, weil dieses gegen, die ganze Anlage des Buches der Kön. sein würde, daß er überhaupt herrschte, steht schon in V, 6. Sollte nur hinzugefiigt werden, daß er 2 Jahre in Tirzah herrschte, so hätte btt fer unbedeutende Zusatz gleich dort angegeben werden können, außerdem mußte es in der griechischen Uebersetzung heißen kcCi sßovXsvcsv wonach denn dieses ymI ausgefallen sein müßte, wodurch wir dann doch eine Lücke in der Version hätten. Es beruht diese Lücke wahrscheinlich auf einem Jrrthum eines Abschreibers. 46. Die Ursprünglichkeit dieser Stelle in der Weise des hebräischen Textes beruht auf dem ganz entschiedenen Sprachgebrauche des Buches dep Könige, ohne diese Lücke würde nur seiner Regierung augezeigt werden, was nicht speciell genug wäre., Der Fehler entstand durch die Verwechselung der beiden Worte sßovXsvasv* 49. (25. 8.) Hier entscheidet wiederum die Parallellstelle Jeremias 52 , 12. wo diese Worte in beiden Texten stehen. Es könnte aber gerade deshalb diese als nach jenen eingerichtet, und der Zusatz als nicht ursprünglich angesehen werden. Allein in dieser ganzen Stelle ist bekanntlich gerade dasjenige nicht auffällig, was mit der ParalleUstelle übereinstimmt , und nur das Abweichende eine Ausnahme. Wenn diese Lücke anders als durch Zufall entstanden sein kann, weiß ich nicht. 50. Diese Worte dürfen in dem Texte nicht fehlen, weil daraus gerade der Gedanke der ganzen Stelle beruht (vgl. V. 3. V» 6. und V. 10). Entstanden ist wohl die Lücke, weil man sie nach V. 10. nicht für nöthig, ja für störend hielt, ^abcr nur weil man die Stelle nicht im Zusammenhänge auffaßte. - 56. Es bedarf hier wiederum nur der Auseinandersetzung des Sachverhättmfses. Die Angabe ijro^in t£nn3 steht hier im hebräischen Texte, fehlt jedoch in der ParalleUstelle NKön. 25, 3. Es konnte nun entweder dort eine Lücke oder hier ein Zusatz, oder endlich ursprüngliche Nuancen der Angaben sein. Zu nsteren ist in keiner Version ein Grund zu finden. Der zweite könnte nrrr' durch gloffatorische Ausführung des Ausdrucks annb geschehen sein, dennoch ist aber unbegreiflich wie der Gloffator geradezu diesem Monat kam. jEs könnte nur der erste Monat oder der zehnte (vgl. V.' 4) darin angedeuttt sein , (vgl. Bemerkung zu 67). Es würde also der Zusatz durch nichts motivirt, wohl aber die Lücke durch die ParalleUstelle, es wird dadurch Alles — einfacher. 57. Diese Worte können kein Zusatz im hebräischen Texte sein, wnl sie von denen der Parallellstellen H Kön. 25, 8. abweichen; .so etwas bringt Niemand so leicht in den Text. Nach dieser Lücke aber kann in beiden Stellen von verschiedenen Daten die Rede sein. Am 7. kam er nach Jerusalem, am lO. stand er vor dem Könige (Jer.), dies Verhältnis wird dadurch viel einfacher. Grund dieser Lücke wurde eben diese Verschiedenheit der Angaben. (Vergl. Kommentar). öl. Es sind wiederum nur 2 Fälle möglich, entweder wir haben im Hebräischen einen Zusatz oder in der Version eine rücke. Wurde ersteres sein, so müßte man 1) aus •'GCW , D^DD -) zu geändert, 3) ein hinzugefügt haben. Die Lücke mag wohl in einer spätern Zeit als 62 und eben durch die Vergleichung derselben mir dem hebr. Texte entstanden sein. (Vgl. daselbst, vgl. auch A. IV. 41). 72. Die vollständigere Uebersetzung ist die richtige, weil es umgekehrt gar nicht abzusehen ist, wie Jemand die speeiellen Worte r\W HX hinzugefügt hätte, da in V 4. nur ganz allgemein nD steht. Umgekehrt mag die Schwierigkeit der Worte selbst eben so wohl wie jener V. die Lücke herbekaeführt werden. 74. Es ist nicht zu denken, daß ein Gloffator 1) in diesen wenigen Worten denselben Stamm ^pno zweimal angewandt 2) denselben einmal als allgemeinen Begriff und gleich darauf in einer besondern Art verstanden habe, p**)D und pnon, iff der allgemeinen Bildung nach, begreiflich gleich (vgl. Ges. hebr. Grammatik ed, Rödiger Seite 153. 154. Nr. 13 und 26). Hätte es sich nach den andern Stellen unsres Kap. gerichtet, so würde es zu letzterer Bedeutung nicht berechtigt sein. Sprüchw. 20, 30. im Keri ist noch viel verschiedener höchstens gleich der ersten Bedeutung. Es bleibt uns also Nichts weiter übrig als in der Version eine durch Jrrthum entstandene Lücke zu finden, 77. Diese Lücke steht mit der lückenhaften Übersetzung des ganzen Verses in Verbindung, 79. Ein Ueberqang oon ju QipiN ist nicht zu finden, wohl aber die Entstehung des hßdo^Yovzi durch eine Randglosse (sv Duplicitä't der Tetras in diesem Verse) zu erklären. . 80. Dieselben Worte finden sich in unmittelbar vorhergehendem Verse. Was sollte dcm hebräischen Gloffator zu .dem Zusätze bewogen haben? Umgekehrt mochte gerade diese Nachbarschaft der griechischen Version geschadet haben. '81.. Eben so wenig ist nach der lückenhaften Lesart ((itj (poßov Atcvar}l 7jg) irgend eine Konstruktion herauszufinden als in dem hebräischen Texte, wenn diese Worte fehlen. Der Jrrthum ist gewiß nur durch gedankenloses Abschreiben entstanden. Fassen wir nun die in dieser Abhandlung gewonnenen Resultate zusammen, so werden wir unter diesen formelle und reele unterscheiden können. Formell sind diejenigen