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Der Orient · 1848-05-27 · 22 (27.5.1848) · p. Spalte 347-348

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
22 (27.5.1848)
Date
1848-05-27
Page
Spalte 347-348 (sequence 6)
Language
German
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347 nicht so leicht wie dort nachzuweisen sein, in Ermangelung eines Bessern, wag der geneigte Lese, die Vermuthung entgegen nehmen, daß vielleicht Jemand zur Bezeichnung, daß die Decas zweimal im Verse Vorkommen die Buchstaben s. ß. S. etysTai ßsöig dsnccrcp setzte, welche Buchstaben später zu sßdofM» zusammengezogen wurden (vgl. Bemerkung zu 44, ,39 u. and.)-; wie umgekehrt *y'2W P '"Wy umgeschaffen, vermag man nicht zu begreifen 62. Hierbei ist folgendes zu bedenken. Am 16. .heißt -)E/y nmro , in unserem Texte steht müßte, also wenn hier im Hebräischen ein Fehler wäre: 1) MM weggelassen, 2) der Buchstabe 2 zu ->^y genommen, 3) -)£”♦ für gesetzt sein. Wogegen umgekehrt der Zusatz im Griechischen ganz einfach durch die Nachbarschaft des Wortes sich erklärt. , ' 63. Die abweichende Lesart der Septuaginta ist mir wirklich verdächtig: 1) weil sie eine gleichmäßige Eintheilung hat, (10, 11, 12.) Vgl. Bemerkung zu-40. 2) weil sie eine dem Datum in 24 analoge Einrichtung hat. Aber auch ohne diese beabsichtigte Symetrie kann auch der bloße Jrrthum sein böses Spiel getrieben haben, da das sv rw recht gut transportt'rt werben konnte, zumal es des Artikels bei solchen Daten bekanntlich, nicht bedarf, wodurch wir dem Fehler schon sehr nahe sind, oder es hat hier wieder ein sv an dem Rande gestanden in der Bedeutung, daß diese Dekas schon im Verse Vorkommen, welches aber durch einen gelehrten Hebräer in den Text kam. Wie umgekehrt ta,inN **5&yy zu My geworden sei, ist unerklärlich. 68. Das zehnte Jahr heißt bekanntlich JW2 oder seltener , .Ersteres kann unmöglich zu ntS'y verändert worden sein, weil hier drei bedeutende Aender.ungen vorausgesetzt werden müßten, (nj&y umgesetzt, ^^y für -m^y und zugesetzt, letzteres verlangt eine Translocation des Buchstaben 2 Verwandlung des Ausdruckes für die Zehnzaht. Wie umgekehrt dsnct aus oVökLna: entstanden, ist viel leichter zu erklären, vielleicht argwöhnte der Glossacor, daß die Sylbe 8co aus einem ähnlichen Irrthum entstanden sei, wie wir in 54 und andern vermuthet, vielleicht mochte er eine Verwechselung tlo mit 8co vermuthen, vielleicht ist es bloßer Jrrthum. (Vgl. Bemkg. zu 49 und andern). 66. 11 heißt -)E?y ifltPy wie *nfi2>y zu geworden, ist schwerlich zu erklären. Umgekehrt ist es nicht so unwahrscheinlich, daß Jemand eine Randglosse sv. (Zeichen der Identität beider Zwolfzahlen) in den Text brachte. 68 und 68 «. Zur Kritik dieser beiden Varianten genügt Folgendes: rs ist ganz unmöglich zu erklären wie aus '"Wyri die Worte /M l^My geworden sein. (Vgl. Bemerkg. zu 68.) Ganz so wie es unmöglich ist, wie irrthümlich p&yy QW3 zu n^y}" geworden. Die Ge- 348 schichte beider griechischen Glossen ist aber ganz einfach so, daß aus einer Randnore (N5§ zur Bezeichnung, daß die Dekas hier 2 mal vorkämen) die zweite Variante in den Text kam, und daß später die Sylbe $(o, wegen des unmittelbar vorhergehenden Wortes tco vergessen wurde. 71. In Sächarja konnmen überhaupt nur 2 Tagesdata vor, 1, 7 und unsre Stelle. In der ersten Stelle lesen beide Versionen sicher 24, dasselbe hier zu lesen dünkt mich wenigstens sehr verdächtig. EnrKanden mag die falsche Lesart durch die bereits in demselben Verse vorkommende Tetras sein , wie dieses im frühem schon mehreremal ausgeführt. (Vgl. 49, 73, 66, 68 u. A.) 83. Eine unsinnige Bemerkg. (Vgl. die unmittelbar vorhergehenden Variante). Die Entstehung verdankt sie wahrscheinlich einer Abbreviatur srzzsTtra, welche der Gloffator für ■== st nahm. 85. Diese sogenannSe Lesart hat denselben Werth was durch Summation der einzelnen Daten desselben Verses sich ergiebt. Entstanden wird sie wahrscheinlich durch eine Randglosse vq- — (Zeichen daß in diesem Verse 4 verschiedene Zahlen vorkommm), welche Einer später für r$cg zu dem dsvavo verband, sein. 86. Zunächst gilt hier dasselbe wie für 65. Der Entstehung liegt wahrscheinlich die Verwechselung der beiden Omega zu Grunde. Vgl. 68 und 68 a. ß. b. 1H. 78. Dieser Zusatz widerspricht derselben Version im folgenden Verse, daher ganz bedeutungslos. Seine Entstehung verdankt es sicher dem V.!l8., in letzterem fehlt wieder andrerseits die Version, für die Worte 12 1 ttty?\thwf das mochte man als müßigen Zusatz 'halten und doch ist die Wiederholung dem Sprachgebrauche gcmiz gemäß. ß. b. IV. 34. Hier tritt wieder der Beweis aus der oben angeführten Talmud-Stelle (*t sijentio (A l. 1. Ister Grund) in volle Kraft und zwar mehr als je dieses im Allgemeinen. Speciell diese Stelle betreffend, so würde durch diese Lücke das Fest auf den 14. fallen. Entstanden ist der Fehler durch Jrrthum oder aus Verwechselung des NO2 [Tip mit dem HDD Feste. 35. Daß dieses wirklich eine Lücke in der Version und nicht etwa ein Zusatz in unserem Texte ist, geht aus der Schwierigkeit dieser ganzen Stelle hervor, wodurch der Glossar seinen Zweck nicht erreicht haben würde (Vgl. Kimchi z° Stelle). Auch würde dm Glossator hier gewiß D"~:nyn p3 gesetzt haben, da der Ausdruck 2'ty'Z hier mißverstanden werden möchte. Vielmehr: sind die Worte des ursprünglichen Textes und der Version entweder durch einen Schreibfehler verändert, oder daß m Abschreiber durch falsche Interpretationen des Wortes irre geleitet wurde. 39. Dies kann Unmöglich ein Zusatz des hebräischen Textes sondern muß eiine Lücke des griechischen sein. Dies geht aus der endlosen Schwierigkeit des Wortes hervor (Bgl° Studien. Materialien zur Beurtheilung der Septuaginta.

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