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Der Orient · 1848-05-27 · 22 (27.5.1848) · p. Spalte 339-340

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
22 (27.5.1848)
Date
1848-05-27
Page
Spalte 339-340 (sequence 2)
Language
German
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339 Kritiken. Hebräische Lexikographie. Er au be, d. h. als etwas werthloses betrachten.19 Ebenso Art. 'ViJ), welches nur zwei Begriffe hat, groß sein und flechten» Letztere Bedeutung hatten wir nur von der ersten abgeleitet. „Das Haar flechten" heißt das Haar größer machen. Die Zahl solcher Zusammenhänge wäre hier beträchtlich zu vermehren, wir wollen 'dieses auf eine andere Gelegenheit verspüren. Manche Unterschiede der Bedeutungen ermangeln der Begründung. Z. B. sehen wir keinen Unterschied, ein in der Bedeutung zwischen nttDlüH TOtt und 33^3 fTOtt. Beide bezeichnen, das erste in ihrer Art, dem sich die andern unterordnen. Figürlich unter dem Bilde der Zeugung gedacht, daher das -Wort „Vater". Ein Begriff reicht für alle diese Wörter hin. r - pstt. Das daselbst angeführte Pp382 kann die 3^tyD unb rfrysn "pH sein. Die Zusammenstellung des p3N mit ist übrigens sehr lehrreich. 2,38 Die Erklärung des NNNO (Soet 1, 17) scheint uns weit hergeholt zu sein. Die gewöhnliche Erklärung ist vielleicht vorzuziehen. Die Erklärung des 1tt2 (2trt. 1^3), worin Rammlers Mytologie angeführt ist, hatten wir für unstatthaft, es fehlt ihr die historische Begründung. Ebenso (Art. m) die Stelle U. Ueberhaupt müssen wir hier dm Verfasser vor solchen Erklärungen warnen. IVD (lügen) stehet unserer Ansicht nach mit 33 (allein) in Zusammenhang. Die «Lüge stehet allein da ohne Stütze und ohne Halt. Es ist ohngefähr wie die in unserer Blumenlese S. 231 angeführte Stelle D^n b ptt yw.20 Das NNN? ist richtiger zu schreiben und das zu Ende ist nur der chalda'ische Artikel. Die Form selbst ist biblisch wie rVH£>. Die Leseart scheint uns jedenfalls unrichtig zu sein. Es mußte dann jedenfalls ttrrlliS $etV ßen, wie das talmudische n^")Ü n2“u drlü. ^Die verschiedenen Rubriken dieses Wortes haben keine psychologische Begründung. Es hat dies Wort nur die gewöhnliche biblische Bedeutung „kommen". *113. Wir haben bereits bemerkt, daß dieses Wort, wenn es von Menschen gebraucht wird, eine Abkürzung von -ijna ist. 3^3. Die erste Bedeutung dieses Wortes für fi ist nicht begründet. Die Stelle 1^33 1^3 heißt „für seine Geschöpfe" in der gewöhnlichen Bedeutung dieses Wortes. 19) So wie im Hebräischen das (schlecht) mit (Thor) zusammenhängt. Vergl, unsere Bemerkung darüber im LB. des Orients 1847. S. 483. Kote 16. 20) Gelegentlich mag hier erwähnt sein, daß sich diese Redensart wörtlich im Spanischen findet: „La mentira no tieiis piesu (die Lüge hält nicht festen Fußes). 21) Ueber die arabischen Wörter, die der Talmud mit dem Hebräischen vergleicht, haben wir in der Recension von Iellinek's OWN einiges mitgetheilt. Dieses-1^3 ist eins derselben. 310 Die Vergleichung des mit ist überflüssig." Es! ist dieses'Wort mit M und 213 verwandt, wie wir bereits in unserer Sprache der Mischna S. 41 gesagt haben. I Im Art. 33^ ist die Annahme Verwechslung von 5? un& 3 im vunr6 und ^3,3^ ebenfalls nicht begründet. Jedes Wort hat für sich seine eigene Bedeutung und paßt in der Stelle sehr gut. Das OlpD heißt eigentlich „einen Platz sich darin einzuzäunen" d. h. etwas was einem Menschen eigenthümlich ist, was noch kein Vorgänger gesagt oder gethan hat. bl^rb D^pp heißt „einen Platz um sich groß zu machen", dem innersten Wesen nach fallen diese zwei Begriffe nachher in Eins zusammen, denn man macht sich groß mit demjenigen, welches man eigenthümlich besitzt oder zu besitzen glaubt, aber grammatisch haben diese zwei Wörter keine Verwandtschaft. Vergl. übrigens auch etwas Aehnlicheß in unserer Sprache der Mischna S. 66. Im Art. Pp; ist die Stelle aus dem Sifri, welche sich auch im Ialkut zu dieser BibelsteUe befindet mj/pn Dtt nicht dem Worte nach zu verstehen, sondern nur dem Sinne nach. Die sprichwörtliche Redensart, die der Talmudist ansührt, giebt keine Erklärung zum Worte rp^js selbst, welches außer Zweifel ist, sondern macht nur auf die Wichtigkeit der Sache aufmerksam. Der Sinn nämlich ist der: zu den Worten pp;io &in ,m\ ritt „er hat Gott gelästert" bemerkt der Talmudist: „es ist so wenn Jemand sagt, du hast die Schüssel ausgescharrt und hast nichts darin gelassen". Der Gotteslästerer hat das Unwürdigste gethan, es bleibt ihm nichts Abscheulichere zu thun übrig. (Wir haben übrigens diese Stelle bereits im LB. des Orients 1847. S. 788. Nr. 8 erwähnt.) Hie und da hätte der Verfasser die eine oder die andere Phrase aus dem Talmud bringen können, es ist dies zwar kein Fehler, daß man es nicht findet, es hätte aber als lehrreicher Schmuck gedient. So z. B. hätte im Art. die Phrase obiy pl^tt Ialkut Psalm Kap. 140 sich finden fonnen.22 Im Art. (Nr. 2) hätte auch das rh)öb ttöVtt aufgeführt sein können. Vergl. darüber unsere Sprache der Mischna S. 5 Note 9. Wir bemerken hier nachträglich, daß die französische Phrase: ,,ötre marque a l1a“ (mit dem a gezeichnet sein) dasselbe ausdrückt. In demselben Artikel hätte mancher Leser auch mit Vergnügen vielleicht die Stelle (Ialkut Psalm §. 871) gelesen rn minn wyw, ** dies nur im Deutschen von a bis Im Artikel ,3^ hätten die sprichwörtlichen Redensarten 'Ul ntt rrOD — 'UT ntt p'IDID ein Plätzchen finden können.2^ 22) Es ist dieser Ausdruck als Zusatz' zu unserer Blumenlese (S. 228 Note 1) zu betrachten. 23) Im Targum Scheni zu Esther (Vers 3,3,1 3^3) findet sich auch folgendes Sprichwort, welches der Königin von Saba (jo&y nite) in den Mund gelegt wird. -

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