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Der Orient · 1848-05-13 · 20 (13.5.1848) · p. Spalte 311-312

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
20 (13.5.1848)
Date
1848-05-13
Page
Spalte 311-312 (sequence 4)
Language
German
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311 Kritiken. Hebräische Lexikographie. \ 312 Exemplare sich davon finden. Zn dem gedruckten Exemplar fehlt der tz. 312 (rjNJn ebnut) ferner tu §. 358 (nij>n sb im) fehlen die Buchstaben ) v a 7Vt>y jpIsn des KaräerS Salomo b e n Aron Troki. Wenn wir nicht irren, besitzt auch Hr. Dr. Jost in Frankfurt a. M. dieses Werk. Es ist sehr selten. (Fortsetzung folgt.) Hebräische Lexikographie. O'ODN I)L/b. Wörterbuch enthaltend hebräische Wörter und Redensarten, die sich im Talmud befinden. Gesammelt, hebräisch erläutert und ins Deutsche übersetzt von David Löwy, Rabbiner im Amschelberg. 1. u. 2. Heft. Prag, 1847, 8. Haasesche Druckerei. Angezeigt von Leopold Dukes. (Fortsetzung.) Die Erklärungen, die der Talmud selbst giebt zu vielen biblischen Wörtern, sind beträchtlich, >und sie sind zerstreuet in den Talmuden und in den Midraschim. Sie sind die ersten Grundlagen für die jüdische Lexikographie. Dieselben haben oft die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes angegeben, oft mit der Phrase eingeführt" VDWü Hin pE'bn ,/dieses Wort bedeutet" z. B. vvL/o n?n perbn ('3 nb ny&') n^bn roNwn '-nny , rnttuins , nm nnmb '.1 15) Dieses biblische Wort, welches eigentlich „Zunge" und „Sprache" bedeutet, wird von den Talmudiften für Phrase, Ausdruck überhaupt gebraucht, in welchem Gebrauch die spätern Kommentatoren den Talmudiften folgten. Wir lassen einige Kompositionen dieses Wortes hier folgen. pwb Pleonasmus, Schir haschirin rabba S. 8b. iWD Sprache der Mischna. p&yb vergl. Glossarium unserer Blumenlese Art. by 72V pL/b Wortspiel. Bereschit rabba Ialkut Josua S. 4 u. Die spateren Kommentatoren haben diesen Ausdruck oft gebraucht. Bergt. Raschi 5 M. 21, 9. Parchon Lexikon Art. Kimchk zu Micha 1, 10. vergl. weiter unten Note Nr. 18. nnj p^b vergl. unsere Blumenlese S. 244 Notel, rnoy P^ vergl. weiter unten Note 18. pt£/b Gegensatz von blD:) p&6. (Schir Ha-Schirim rabba S. 8 b). Die spätern Kommentatoren brauchen dieses Wort für grammatische Bezeichnungen. T!T JIBrb einfache Zahl. D*3Y—' vielfache Zahl. OVV —• Dualis. .Kimchi: Lexikon Art. 7O niNiBfn noNJiy nncü'nhn (üb aw) bwuniwn — (b 2vh) nsmi nw nb'ON n^bo (Ialkut zu dieser Stelle im Jesaja). Oft aber findet man die Angabe der verschiedenen Bedeutungen ohne diese Phrase und unmittelbar nach dem zu erklärenden, Worte die Bedeutungen folgen. Z. B. |!3isn' (ll"' sb D'bnn) yer 'nvv nJtiwn /ui jipnnL" jmnnn’ Ialkut Psalm zu dieser Stelle (S. 100 b). Oft wird der Erklärung eines Wortes dlos das Wörtchen (was ist) vorgesetzt. Z. B. (Bamidbar rabba Kap. 17) dydin rnty? winv \s’D (k"ü 'n onn) n*nm pnn Nbonj n2ü7 n212O,/Was heißt i^nn^ (5B.M.)? sie sagten: „Bon Tropfen zu Tropfen wird das Maaß (Hin) voll" (das Wort jjpnni ist hier also mit prj in Zusammenhang gebracht). Oft wird ein Wort ganz einfach ohne eine vorhergehende einleitende Formel erklärt, z. B. — pn^)>' rpap (ab 'n no'N) )nb bfay) (Midrasch rabba zu dieser Stelle). Das bb))?) heißt: schneide ihre Trauben ab" d. h. vernichte sie. 96 nt i>na no iV ->dä / f'a in' ‘pnaa ^na dn nt omno O'van 'Tobn *)N non hn Tino inet — naPna nt (Ialkut Mischle zu dieser Stelle-S. 144). „Wie Eiseneins das andere schärft, so scharfen auch die Gelehrten sich gegenseitig"^' , Zuweilen wird zu der Erklärung ein Wort hinzugefügt, um den Standpunkt anzudeuten. Z. B. ' wy eenrn itsd> ("p n'b D’bnn) jivan ona imb t8* 'pj (Ialkut Psalm zu dieser Stelle §. 790). „Das ^b ist euphemistisch zu nehmen, und heißt hier die Widder belegen die Schafe". Die Wörter der Mischna selbst werden oft im Talmud erklärt, und zwar 16) Also das ist mit fstbb)p verwandt. 17) Das irr wird also als Futurum von Tin erklärt und nicht als Präposition. Die Idee, die der Talmud in diese Bibelftelle hineingelegt, ist die des Publius Syrus, in seinem Spruch: „delibrando discitur sapientia“ (Im Besprechen wird die Weisheit befördert). 18) Bergt, über diesen Gegenstand unsere rabbinische Blumenlese S. 244 Note 1 und das Glossarium Art. ppb. So z. B. mtW TI 'irp3* Wir bemerken hier gelegentlich, daß das im Talmud oft vorkommende inrven für Frau z. B. Tk<V"^N .T7N3 (Abeba Sara S. 18) eigentlich nur das pp3 ist mit dem crngehängtcn '-j als Partikel. Der Gegensatz zu rrp) p^b ist rrroy )wb „ (asciver Ausdruck, Obscönitat". Es bezieht sich dieses auf geschlechtliche Verhältnisse. So lesen wir z. B. zu der Stelle (Richter 16, 22): jnon noNJiymoy ppb jmu p** * .(tt"b 2W) ’Wfr*

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