Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 18 (29.4.1848)
- Date
- 1848-04-29
- Page
- Spalte 279-280 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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279 Studien. Biographische Skizzen. Scheerit, Josef, wie des Mose Jsserles und anderer i Rabbiner. Dieser Josef hat auf Anfrage unsers Binjamin die G. 47, 48 und 48 des Scheerit Josef abgegeben, und die Aufschrift mit der uns unverständlichen Chiffre gemacht .S'UW pv^a/ cmf welche Gutachten Binjamin selbst in den Analekten zum Tur Jore Dea si^n. 1 die Aufmerksamkeit hinlenkt, indem er schreibt: j/ni mm ppo^'nan ty •'7 awi ro .''oa irw 'oan noa d”dnn%r£ sb) sb ynan sb) , paoa 'Ol TifionV'öy ibODH onüncrj D^ru Der Ort, wo er das Rabbiuat verwaltet, kann nicht mit voller Sicherheit bestimmt werden, und unsere aus den G. 65, 68 und 105 entnommene Meinung, er habe in Seyatin (pyiD) in Galizien das Rabbinat bekleidet, weil er in den erwähnten Gutachten über solche diese Stadt betreffende Vorfälle ab handelt, grenzt nur an Wahrscheinlichkeit. Diese gewinnt noch an Kraft durch die in G.22 und 47 als nahe dem Rabbinate Lezeichneten Städte tchrp unb ttfüstcfön, von welchen wir 'nb)p für das unfern Seyatin liegende Kalomea halten, lLDttLMQ hingegen nicht zu kennen einränmen. Sein Name klang zwar nicht so hell und.weit als der vieler anderer Zeitgenossen; seine Gutachten selber würden nicht, wie er wohl wnßte, eine außerordentliche Kraft bei den Anfragenden und bei deren Gegnern ausüben, weshalb er sie auch von den größten Autoritäten bestätigen ließ, als: das 16. von Mose ben Abraham, Joscha ben Alexander genannt Falk'Kohen, dem Verf. des Meirat Enajirn und des Derischa Uferischa, und von Salomo Efrajim ben Aharon Len (sch ütz, Verf. des np1» ^a, tanau mbby re.; das 24 G. von Joscha ben Alexander, genannt Falk Cohen; das 88 G. wieder von diesem Falk und von Meir, Rabbiner in Lemberg. Dennoch übcrtraf er viele Zeitgenossen mit weltberühmten Namen an logischer Denkweise, an klarer Darstellung, an eleganter Sprache und besonders an grammatischen und astronomischen Kenntnissen. Seine Gutachten zeigen wirklich eine logische Eintheilung und Anordnung, so daß nicht die sonst zur Schaustellung gehäuften Citate Verwirrung anrichten, und von dem Gegenstände der Verhandlung sich entfernen; ste stnd überdies in einem recht fließenden und doch eleganten Styl abgefaßt, so daß man den Kenner der hebräischen Sprache und den Grammatiker überall wahrnimmt. Cr war eben so bescheiden als liberal, wenn wir dieses letztem Ausdruckes uns bedienen dürfen zur Bezeichnung seines in den Ceremonialgesetzen nicht erschwerenden, sondern so viel als möglich erleichternden Richtung. Dennoch traf ihn in seinem Alter das Schicksal sehr hart, daß er nicht nur erblindete, und deshalb selber lange schwankte, ob er als Blinder zur Tora- Vorlesung gerufen werden könne (G. 72); sondern auch daß er lange Zeit zu Bett gelegen, und die gräßlichsten 280 Schmerzen ausgehatten. So beginnt er das 106 G.: pDya ry pioyb sbw pb by nnby naa ntn nvna ■ rwöD vm naai ',wsb nrno ^rupr *0', prcn’pi )W ws nt bi) ejowi onsoa pyb 'rbw yjcj&y ny niarwo uw? oniD’, cnan □'D'1 nt Ti ony by nvn woa yi Nnnybeo , 'pn awn uuni sb , by unntfi” ..NJnawi «wara Nnfrs und schließt das 109. mit den Worten: &ü' D'&p p'dv n^d Py_ nnn pnn nan p .Nin vas nnn n ^a ny D^an. , Können wir auch sein Todesjahr nicht genau angeben, so glauben wir dennoch nicht sehr zu irren, wenn wir 1620 annehmen, weil das eben angeführte 109. G. vom Jahre 1619 datirt ist, zu welcher Zeit er also leidend und dem Tode nahe war, und weil die Herausgabe seiner Gutachten im Jahre 1623 schon nach seinem Tode durch den Sohn Abraham erfolgt zu sein scheint. Denn dieser fügt eine Note zum 25. Gutachten, und schreibt; trßya nDa nt py pjya b\^ü «oan rvtap na pnna 'b n^n, ferner: : b"ri nDayb ft ama w *)iDab , nm1? wdt onnax "n"nö ^a awncf noa nib^ -pns w nawn \ns) croy mpnn d na nyi na ry 'm * b"jy nnpbi dvAnh. Sein ältester Sohn hieß Jäkel, der als Rabbiner mit seinem Vater oft gelehrte Briefe gewechselt (G. 57, 58, 59, 60, 67, 110, 111), und wahrscheinlich derselbe ist, der als Verf. des apy rftm, eines Kommentars zu Raschi's Pentateuch-Kommentar, von Jechiet und Asnlai unter dem Namen Jakob angeführt wird; sein jüngerer Sohn: Abraham, gleichfalls Rabbiner, und wohl Herausgeber der Gutachten (99). Seine Tochter Lea, deren Gatte Menachem ebenfalls ein tüchtiger Talmudist gewesen, starb schon bei seinem Leben (G. 82). Der jung verheirathete Tochtersohn Feibisch (95) zeigte früh eine außerordentliche Geistesschärfe, und wechselte bereits mit dem Großvater gelehrte Briefe. Ob der Schwiegersohn Man (102) identisch nur dem Menachem, und das Wort /v.vielleicht eine solche Abkürzung, kann von uns nicht erörtert werden» — Als Verwandte bezeichnet er mit, bcm Epitheton ,,Me chu tan^ r den Mose b en A br a h a m , Rabb. in n^DDüna' (Przemysl? südlich von Jaroslaw in Ga-' lizien) und Verfasser des Mattel) (15, 62); Jonathan David, gewöhnlich David Elkaö genannt Rabbiner in HN^ta (?) (G. 23); einen gewissen S ü ßkind (47); Rabbiner Jochanan (97); Abraham schkenasi und Mvrdechai Cohen (98); Mose ben M e n a ch c m Mendel, Rabbiner in Wladimir in Wolhynien unfern der polnischen und galizischen Grenze. Außerdem sandte er Gutachten an L i b a, Rabb. in Satnow (7), an ©tiefer Jeruschalrin (11), an I o s ch a Falk ben Alexander Cohen, Vers, des Meirat Enajim re. (13, 22, 49) und an Josef K a si (22). Städte, rmch welchen diese Gutachten ab-