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Der Orient · 1848-04-29 · 18 (29.4.1848) · p. Spalte 277-278

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
18 (29.4.1848)
Date
1848-04-29
Page
Spalte 277-278 (sequence 3)
Language
German
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277 Studien. Biographische Skizzen. 278 Biographische Skizzen. XVI. BtJjamiu Ahrg-tt bar Abraham Stmnk, unterschrieben: V'r p\Ptp' D»TPN "O. pHN pD\n oder p'Jto un't Samech am Anfänge des Wortes, verfaßte die 112 Gutachten enthaltenden 'pan HNtt/D riW, welches Werk mit einigen nur zwei Onartblättcr einnehmenden Analekten zu den vier Theiten des Schnlchan Aruch zuerst in- Krakau 1623*, dann in Metz 1776 erschien; ferner ein' naPn "HD, das tiu 10. G. und ein MN^>' das im 101. G. erwähnt, aber wohl nie gedruckt ward. -- Wir wollen zuvorderst die für sein Leben wie für die Zeitgeschichte wichtigen Gutachten hervorheben, um sodann das ihn, sein Wissen, seinen Charakter, seine Verhältnisse betreffende, das zur Mittheilnng nur spärlich uns zugemcssen, darstetlcn zu können. Im 2. 8. 27. G. und sonst noch sehr häufig nennt er Salomo Loria, geboren in Ostreh und gestorben daselbst 1573, seinen Lehrer, schätzt ihn sehr hoch, und spricht von ihm und über ihn nur in den gefeiertesten Worten mit Beilegung der bedeutendsten Titel. Auch den Mose Jsserles nennt er hier und da, besonders in den Analekten Mo ri; allein dieser wirkte schon als Dajan in Krakau, hatte großes Ansehen in der Stadt und einen noch großem Nus nach Außen erlangt, während unser Autor, noch ein ganz junger Mann, als Gemeindemitgtied dort seinen Wohnsitz genommen hatte, und wohl deshalb nur den Jsserles mit Mori bezeichnet. Also Loria war sein Lehrer, nicht JfferleS; doch schreibt er im 68. G.: oio cny&y ndd TDTiri p"nD niD dji Nnrp p. ■— Aus G. 4 erkennen mir die damals allgemein verbreitete Bauart die Liehterbehälter an die beiden Seiten der heiligen Lade hinzustellen: boow ‘TiND ]n# Ta 'Mü nnup TEyrP jriio ua-iNuiy hvdid m tüTipn. — Das 6. G. beantwortet sieben über den Dekalog gestellte, meist grammatische Fragen, und zeugt von den grammatischen Kenntnissen, die Slonik besessen, wie von seiner im Hebräischen geübten Schreibart. Diese seine Vorzüge, zugleich auch sein reichhaltiges Wissen in der Astronomie finden sich im 9. G. ebenfalls bestätigt. — Widersprechend ist daS über Mardechai Jafa .von unserm Autor gefällte llrtheil im 21. und im 62. G.; denn in dem ersteren schreibt er: n^n bsi ididd nPn* O'N.Nin *o , hw iDDn riD1 oi in»*i dvd onnriDn nriN pipio wni onson "pno pnyon bwo!?"in noNifif t*bnß NinrDi bw 1000 niBipon sra .^pwi nisii rratcw b'pw 'nm rowN dvn rPw i'uk 1) Joel Sirkes führt merkwürdiger Weise im 12. G. des fcortt DWN3 HW öie Gutachten des Slonik schon vom Jahre 1610 <m. Wahrend er im letztem sich äußert r d:TO nid WiT r)'DV DfcTl , HÖ' THC 11 lüf'pD’iDil pH bmi dod Nop rate wob N"ipin nnnm to* by d^d' NDIO PNTpp WO") DG5Q TJJ»T, pTDDn 'niTD. H1DTO3 ...nn1?. Im 29. G. macht er folgende Bemerkung: . nPm inDD hnm 'paD p'w Dnson»' -iojq unWi ho mo bo wbyto iPpn oPttyorri nionta m bo im , rpr rra -idd oido) , --laziDn tj/' btt ♦ ••-♦TD mv )by jyiW bxiw, welches Gutachten über den in Kotnia (or^lwp) in der Walachei gepreßten und beim Transhort nicht gehüteten Wein eines Lemberger Kaufmannes handelt. —,Aus G. 62. ersehen wir, daß Mose bm Abraham,' Rabbiner in Prenzlau und Verfasser des nm HDD, 1606 gestorben. — Der Rabbinerznsamnimknnft in Jaroölaw zur Marktzeit erwähnt auch unser Autor im 75. und 76. G. — Aus dem 80. G. geht hervor, daß Slonik während der ersten Ehejahre in Krakau seinen Wohnsitz gehabt, und daß zu selben Zeit Jsserles noch gelebt habe: VPW Nptop p"pn D4 Ü'OW HDD liT.D imb) b'\ ND1 b® uw pjM 11 .....p pnu sn\sn. Fässer: wir nun das in den Gutachten hie und da Erwähnte zusammen: so werden wir Einzelnes über das Leben und Wirken des Binjamin Ahron aufstellen können; aber nur Einzelnes, weil weder aus den Gutachten viel zu entnehmen, wie bereits bemerkt, noch bei andern Schriftstellern sich etwas Ausführliches findet. Gans und Jechiel, Asillai und De Rosst haben seiner ganz vergessen, der eS wegen feines Wissens und Wirkens nicht verdient der Vergessenheit anheimzufallen. Er muß um's Jahr 1550 geboren sein, theils weil er in der angeführten Stelle des 80. G. erzählt, er habe gegen das Ende des Jsserles in Krakau gewohnt, welcher 1573 gestorben, theils, weit er 1610 schon ein alter Mann und sogar blilid gewesen, wie aus G. 62 zu erkennen. Sein Geburtsort darf nicht etwa in der Nahe bei Lublin, auch nicht in oder bei Ostroh gesucht werden, weil er sich so häufig einen Schüler des Salomo Loria nennt, der in Ostroh geboren uild gestorben ist und vorzüglich in Lublin als Rabbiner gewirkt hat. Denn schon Asulai p. I. lit. 1 sign. 16) gibt ihm den Beinamen A.schkenasi, folglich muß er in Deutschland das Licht der Welt erblickt haben. Hierzu kommt, daß er im Scheerit Josef G. 47 N'TybiPD pom genannt wird, also in dieser Provinz in einer Stadt, wir wissen nicht welche, geboren ist. In Krakau lebte er mir als Privatmann einige Zeit, bereitete sich tüchtig zum Rabbinate vor, und suchte den Umgang der bedeutendsten Gelehrten seiner Wohnstadt, des greisen Rabbiners Josef beu Mordechai Gerson Cohen,* Verfassers des *) Dessen Biographie im LB. d. Or. Nr. 1t. Jahrg» 1847. 18

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