Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 17 (22.4.1848)
- Date
- 1848-04-22
- Page
- Spalte 269-270 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/8555529-9897534-9897552--5416-3534081- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
269 270 Studien. Materialien zur Beurtheilung der Septuaginta. sprünglkchere sein. Nicht weil in der Parallelstelle (2 Ehr. 5, 3) diese Worte übersetzt sind, denn man konnte daraus gerade den Verdacht schöpfen, daß dieselben von dort hierher übertragen sein. Sondern weit dieser Ausdruck Q\jrPNn fTV ein ccncc£ Xsyofievov ist, seine eigentümlichen Schwierigkeiten hat (vergl. Kommentar Naschi, Kimchi und Largum) und welcher selbst wenn man ihn wie die Version als nein, pr. nennt, so ohne Weiteres hingestellt gewiß nicht erklärlich wäre. B. b. Diesen dritten und letzten LheiL unserer apologetischen Abhandlungkönnten wir ganz übergehen, wenn es uns hier nur um eine gleiche Berechtigung unseres Textes mit der griechischen Version zu thun wäre. Da wir aber viel mehr erstreben, als zu zeigen, daß der mas-r. Text auch der richtige sein könne, sondern daß nur n es sei, so müßen wir den einmal betretenen Weg noch weiter verfolgen um auch den halben Widerspruch in seinem Werthe und Unwerthe zu erkennen und zu zeigen. 1. 1. 13. 14. Wir haben wieder die beiden Fragen zu beantworten: 1) welches ist die richtige Angabe? 2) wodurch mag die Aenderung entstanden sein? Wir wollen hier die zweite als die auch für die erste maaßgebende zuerst beantworten. Es ist oben A. i. 1 Grund 3 nachgewiesen, wie in der Version Gen. 5,-4 ff ein regelmäßiges aussteigendes Verhältniß von 1 : 4 mit einem Plus von 70, dies war der Höhenpunkt dieses Verhältnisses. Das unmittelbar vorhergehende Zahlenpaer 7, 8 verhielt sich wie. t : 4 weniger 60, es ist also eine Differenz von 130. Nach dem masor. Texte würden unsere Zahlen (187 und 782) sich wie 1 : 4 mit einem Plus von 34 verhalten. Dies würde mit dem ganzen System in keinem richtigen Verhältnisse stehen, da schon die früheren Zahlen um 35 der 1 : 5 näher als 1:4 stand, während dies um 148 der 1 : 4 näher stehen würde, daher wurde ein anderes Zahlenpaar gewählt (167 und 802) wo das Verhältniß um 101 dem 1:5 näher als 1 : 4 steht. — Die Zahlen passen sehr gut, es ist daher Frage 2 entschieden, aber — auch Frage 1. (Vergl. auch A. J. 1. Grund 1.) I. 2. 33 Was die eine Glosse ovo betrifft, so mache ich auf Vers 14 (137 Jahre) V. 18 (133 Jahre) aufmerksam. Hierzu ist die Zahl 132 wie dazu gemocht. Warum aber nicht eben so gut 131 steht? Hier mag eine falsche Interpretation des Wortes w mitgespielt haben (vgl. Bemerkg. A. 11. 58 und 59). Die Beurtheilung. der andern Glosse ist viel schwieriger und dürfte sich objektiv vielleicht gar nicht entscheiden lassen. Ich vermochte darüber nur folgendes zu finden. Die Differenz beider Versionen kann nur entweder auf einem Jrrthume beruhen, . oder es liegt ihr eine absichtliche Aenderung zu Grunde. Im ersteren Falle könnte man glauben, es sei diese Zahl im hebräischen Texte aus V. 16 in V. 20 gekommen. Dieses wäre aber an sich sehr unwahrscheinlich, weil sie dann viel eher in den Vers 18 gekommen sein würde. Im griechischen Texte liegt die Vernruthung allerdings nicht ganz so fern, wegen der Möglichkeit einer verwechselten Abbreviatur solche Hypothesen sollten nur da ihre Stelle finden, wo man keine andern Motive erkennen kann. — Im zweiten Falle müßten wir uns nach einem Motiv umsehen, welches der Aenderung im hebr. Texte zu Grunde läge; schwerlich dürfte solche erreicht werden. Bei dem griechischen Texte wird dies nicht ohne Resultat geschehen. Daß unsere Stelle den einzigen Haltpunkt zur .Bestimmung des Aufenthaltes der Israeliten in Egypten ist, ist bekannt. Ueber die Zeit dieses Aufenthalts finden wir aber die schwierige Stelle Exod. 12, 40. 41. Die Ausgleichung dieser Angabe mit unfern Zahlenbestimrnungen hat den Jnterpr. viel Schwierigkeit gemacht. Der Glossator scheint sie einfach, ober auf Kosten unseres Textes gelöst zu haben. Er zählte die 130 Jahre nicht von der Geburt Jizchaks oder vom □''"YDn pD rvHS (siehe die Kommentare), sondern sie urgirten den Ausdruck 1^2 2V)v und rechneten von dem Wohnsitze der Brüder d. h. vom Lode Jakobs und zwar auf folgende Weise. Jakob kam zu Laban im 77. Jahre (vergl. Naschi zu Gen. 28, 9) folglich war er, als Lewi geboren wurde, im 93. Jahre (14 Jahre Dienstzeit, Schwangerschaft und Geburt des Reuben Simon und Levy e. 2 Jahre (V2 x 3). Da nun Jakob im 147 Jahre starb, (Gen. 47, 9) so war damals Lewi im 54. Jahre. Die Möglichkeit unsere Stelle so zu interpretiren, daß Lewi so wie Kehat und Amram am Ende ihres Lebens ihre Nachfolger gezeugt, ist nicht M. (Vergl. Jbn Esra zu Exod. 12, 40.) Dies Alles vorausgeschickt, wird eine bloße Uebersicht der Data, diese Erklärung veranschaulichen, eine Erklärungsweise, welche gewiß nicht zu den mißlungensten gehörte, wenn sie nicht mit der Angabe unseres Textes streiten. Rechnen wir von dm 137 Jahren des Lewi, in welchem Jahre er starb die 54 ah, also das 55 von dem 137. ab, so bleiben: 82 Jahre des Lewi 133 - - Kchat, 136 - - Amram, 79 - - Mose, .430 Jahre. Damit aber diese Rechnung stimme, mußte eine Jahreszahl gerade um 1 geändert werden, und so hatte gerade Aram das Schicksal. Dem reifern Nachdenken mochte dieses nicht so wunderlich erscheinen als der oberflächlichen Durchsicht; wenigstens ist es bas Einzige/welches diese Differenz motiviren kann, und würde ich mich freuen, eine einfachere und bessere Ansicht darüber zu vernehmen. — 38. Bei dieser ganz vereinzelt stehenden Thatsache müs- : sen wir uns mit Annäherung und Wahrscheinlichkeit begnügen. Er wird nämlich Eli schon m den Jugendjahren Samuels als ein alter Mann bezeichnet. 1 Sam. 2, 22. Dieses